Beruhigungssauger – Bedeutung und Erklärung
Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.
Was bedeutet Beruhigungssauger?
Einordnung
Das Saugbedürfnis ist angeboren und zeigt sich schon im Mutterleib1. Saugen ohne Nahrungsaufnahme dient der Selbstregulation und der Beruhigung, hilft beim Einschlafen und unterstützt die Verdauung1. Fachleute sehen die Nutzung dennoch differenziert: situationsgebunden kann ein Beruhigungssauger sinnvoll sein, eine ausgiebige Nutzung aber möglicherweise zu Zahnfehlstellungen und Sprechstörungen führen1. Entscheidend ist die Form – empfohlen werden weiches Material, eine flache, schmale Auflage und ein dünner Saugerhals1, 2. Silikon und Latex haben jeweils Vor- und Nachteile; aus zahnmedizinischer Sicht ist das Material nicht entscheidend3. Damit sich das Stillen einspielen kann, sollte ein Sauger erst nach der zweiten oder dritten Lebenswoche angeboten und nach dem ersten Lebensjahr möglichst nicht mehr genutzt werden4.
Im Alltag
Hilfreich ist die Vorstellung, den Sauger wie ein Medikament einzusetzen: Ist er jetzt das richtige Mittel, wie lange bleibt er im Mund, wann wird er wieder abgewöhnt, welche unerwünschten Wirkungen sind möglich2? Sinnvoll sind klare Situationen – zum Beruhigen, zum Einschlafen oder bei Impfungen1. Beim Spielen, Spazierengehen oder Sprechen bleibt er draußen, und nach dem Einschlafen nehmt ihr ihn aus dem Mund1, 2. Befestigt keine Ketten oder Bänder am Sauger und leckt ihn nicht ab2. Für das Abgewöhnen helfen Rituale, etwa ein Tausch gegen ein Geschenk oder das Vergraben des Saugers samt Samenkorn2.
Weiterlesen
Wie ihr einen passenden Schnuller auswählt und worauf ihr im Umgang achten könnt, steht im Ratgeber Schnuller: Was Eltern wissen sollten.
Quellen
- Versorgung des Neugeborenen · Stand 28.01.2025
- 20180201 DHV Flyer Beruhigungssauger · abgerufen am 11.10.2026
- Welcher Schnuller ist der richtige? · abgerufen am 13.10.2026
- FAQ Einzelansicht · abgerufen am 10.10.2026
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