Münchener Modell – Bedeutung und Erklärung
Was bedeutet Münchener Modell?
Einordnung
Das Modell geht auf ein wissenschaftliches Projekt unter der Leitung von Kuno Beller zurück, das von 1987 bis 1991 in Münchener Kinderkrippen lief1, 5. Vorbild war das Berliner Modell der Kleinkindpädagogik, geprägt wurde es auch von der Reggiopädagogik1. Die Eingewöhnung ist in fünf Phasen gegliedert: Vorbereitung, Kennenlernen, Sicherheit, Vertrauen sowie Auswertung und Reflexion1, 2. Die Kennenlernphase dauert etwa eine Woche; ein erster Trennungsversuch ist meist erst nach zwei Wochen vorgesehen2. Als Gesamtdauer nennt die Fachliteratur meist drei bis vier Wochen1, 3, andere Stellen planen vier bis fünf Wochen ein2, 5. Der Unterschied zum Berliner Modell liegt in der Rolle des Kindes: Dort wird das Kind eher eingewöhnt, hier gewöhnt es sich selbst ein2, 4.
Im Alltag
Für euch heißt das vor allem: Zeit einplanen. In der Kennenlernphase begleitet eine vertraute Bezugsperson das Kind eine Woche lang mehrere Stunden täglich in die Kita, eine Trennung findet noch nicht statt2. Erst wenn euer Kind sicher wirkt, wird der Abschied kurz geübt und die Zeit ohne euch schrittweise verlängert2, 6. Ein kurzes Abschiedsritual gibt Verlässlichkeit7. Achtet auf die Signale eures Kindes – das Tempo gibt es vor – und fragt in der Einrichtung nach, wie die Phasen dort umgesetzt werden6, 7.
Weiterlesen
Wie ihr euer Kind in den ersten Wochen in der Kita begleiten könnt, beschreibt der Ratgeber Eingewöhnung in der Kita: Was Eltern wissen sollten.
Quellen
- KiTaFT winner 2015 · abgerufen am 13.10.2026
- Münchener Eingewöhnungsmodell: Guter Kita-Start in 5 Schritten · Stand 12.08.2026
- Das Münchener Eingewöhnungsmodell · Stand 21.02.2026
- Eingewöhnung in der Kita · abgerufen am 10.10.2026
- VKMK- Der Berliner Kitaverband · abgerufen am 11.10.2026
- Die richtige Betreuung für Ihr Kind · Stand 27.06.2023
- Spatzennest Infoschreiben Eingewöhnung · abgerufen am 13.10.2026
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