Nabelschnur – Bedeutung und Erklärung
Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.
Was bedeutet Nabelschnur?
Einordnung
Bei einem Reifgeborenen ist die Nabelschnur etwa 50 bis 60 Zentimeter lang und 1,5 bis 2 Zentimeter dick, meist spiralig gewunden1, 2. In ihr verlaufen zwei Nabelarterien und eine Nabelvene, eingebettet in die Wharton-Sulze, ein gallertiges Bindegewebe, das die Gefäße flexibel hält und vor Abknicken schützt1, 2. Nach der Geburt wird sie abgeklemmt und durchtrennt; diesen Schritt nennt man Abnabeln1. Aus dem restlichen Nabelschnurblut lassen sich Stammzellen gewinnen1.
Im Alltag
In den ersten Tagen dreht sich bei euch viel um den Nabelschnurrest: Er trocknet ein, verfärbt sich dunkel und fällt im Durchschnitt bis zu zehn Tage nach der Geburt ab; darunter entsteht der Bauchnabel2. Zur Pflege reicht es, den Rest einmal am Tag mit handwarmem, abgekochtem Wasser zu reinigen und mit einem Mulltuch abzutupfen – mit sauberen Händen und ohne daran zu zupfen2. Wann abgenabelt wird, handhaben Kliniken unterschiedlich: Die S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin empfiehlt, die Nabelschnur nicht früher als eine Minute nach der Geburt abzuklemmen und sie vor Ablauf von fünf Minuten zu durchtrennen3.
Weiterlesen
Wie die Geburt abläuft und was ihr direkt danach beachten könnt, lest ihr unter Rund um die Geburt: Was Eltern wissen sollten.
Quellen
- Nabelschnur · abgerufen am 11.10.2026
- Nabelschnur · abgerufen am 11.10.2026
- Abnabeln – das Durchtrennen der Nabelschnur · Stand 10.08.2022
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