Übergangsobjekt – Bedeutung und Erklärung
Was bedeutet Übergangsobjekt?
Ein Übergangsobjekt ist ein Gegenstand, den sich ein Kind selbst aussucht und der ihm Halt gibt, wenn die vertraute Bezugsperson gerade nicht da ist. Typisch sind Kuscheltier, Schmusedecke oder Schmusetuch1. Bedeutsam wird es meist zwischen dem vierten und zwölften Lebensmonat1, 2. Der Begriff geht auf den Psychoanalytiker Donald Winnicott zurück2.
Einordnung
Winnicott rechnet das Übergangsobjekt zu den Übergangsphänomenen: Verhaltensweisen und Dingen, die zwischen Innen- und Außenwelt vermitteln2. Das Kind erlebt die Mutter zunehmend als eigenständige Person, während das Objekt im Gegensatz zu ihr immer verfügbar bleibt3. Es gehört dem Kind und unterliegt ganz seiner Macht: Es darf es liebkosen, aber auch traktieren2. Mit der Zeit verliert das Objekt an Bedeutung, wird aber häufig bis ins Erwachsenenalter aufbewahrt3.
Im Alltag
Im Alltag hilft das Übergangsobjekt bei täglichen Übergängen – vom Wachsein zum Schlafen oder von der Familie in die Kita3. Beim Einschlafen erleichtern Kuscheltiere und Schnuffeltücher die abendliche Trennung von den Eltern4. Verändert das Objekt möglichst nicht und nehmt es nie zur Strafe weg; bei der Wäsche bezieht ihr euer Kind am besten ein3. Ein zweites, möglichst gleiches Exemplar kann helfen, falls das Original verloren geht3.
Weiterlesen
Wie ihr euer Kind entspannt ins Bett bringt und welche Rolle Kuscheltiere dabei spielen, lest ihr im Ratgeber Baby schlafen legen: Was Eltern wissen sollten.
Quellen
- Übergangsobjekt · abgerufen am 11.10.2026
- Übergangsphänomen, Übergangsobjekt · Stand 03.11.2021
- Kinderarche-Knigge · Kinderarche · abgerufen am 11.10.2026
- Schlafvoraussetzungen für das Kind · Stand 21.03.2026
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