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Schnuller auskochen: Was Eltern wissen sollten

Schnuller auskochen gehört in den ersten Lebensmonaten zur täglichen Routine: Einmal pro Tag sollte der Beruhigungssauger ausgekocht oder anderweitig sterilisiert werden1. Andere Empfehlungen nennen die tägliche Reinigung bis zu einem Alter von sechs Monaten2. Sobald euer Baby mobiler wird, reicht weniger: Ab dem fünften Lebensmonat genügen zwei Auskochgänge pro Woche1. Fällt der Schnuller unterwegs in den Schmutz, kocht ihn zu Hause aus – unabhängig vom Alter eures Kindes1.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 10 Min. LesezeitRedaktionell geprüft

Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.

Schnuller auskochen: Schnuller und Sauger liegen in einem Topf mit sprudelndem Wasser, daneben liegt ein sauberes Geschirrtuch

Warum Schnuller auskochen in den ersten Monaten wichtig ist

Ein Baby muss sich erst an die vielen Viren, Bakterien und Keime gewöhnen, die es umgeben – sein Immunsystem wird dabei trainiert1. Deshalb raten Kinderärzte und Hebammen dazu, Schnuller und Sauger in den ersten Lebenswochen regelmäßig auszukochen und damit zu sterilisieren1. Besonders wichtig ist das bei Frühchen und bei Babys mit einem schwachen Immunsystem1.

Übertriebene Hygiene schadet oft mehr, als sie nutzt; grundsätzliche Hygienemaßnahmen sind bei der Ernährung eines Babys aber unerlässlich3. Gegenstände wie Flaschensauger oder Beißringe können eine Infektion auslösen, wenn sie nicht sorgfältig gereinigt und sterilisiert werden5. Zum Schutz vor Mundsoor empfehlen Kinderärzte deshalb, Schnuller und Fläschchensauger täglich auszukochen5.

Was im Alltag gilt, hängt vom Alter ab: Wenn euer Baby in die orale Phase kommt und alles in den Mund nimmt, sind Keimfreiheit und strenges Sterilisieren nicht mehr nötig1. Einen Überblick rund um das Thema bietet die Seite Schnuller.

Schnuller auskochen: Wie oft?

Wie häufig ihr den Sauger reinigen solltet, hängt vom Alter eures Kindes ab1. In den ersten vier Lebensmonaten sollte ein Beruhigungssauger einmal täglich ausgekocht oder anderweitig sterilisiert werden1. Eine andere Empfehlung nennt die tägliche Sterilisation bis zu einem Alter von sechs Monaten2.

Danach dürft ihr den Aufwand senken. Ab dem fünften Lebensmonat genügt es, den Schnuller zweimal wöchentlich auszukochen; für die tägliche Reinigung reichen heißes Wasser und eine kleine Menge Spülmittel1. Wird euer Baby mobiler und nimmt alles in den Mund, lässt sich die Reinigung weiter reduzieren2. Während und nach einer Krankheit ist wieder regelmäßiges Sterilisieren sinnvoll, um Krankheitskeime abzutöten2.

Zwei Sonderfälle bleiben: Fällt der Schnuller unterwegs in den Schmutz, solltet ihr ihn daheim auf jeden Fall auskochen – egal wie alt euer Kind ist1. Und ein neu gekaufter Schnuller wird vor dem ersten Benutzen gründlich ausgekocht2.

Übersicht, wie oft Schnuller je nach Lebensalter, bei Krankheit oder nach Verschmutzung ausgekocht werden sollten.
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Wie lange Schnuller auskochen?

Schnuller abkochen funktioniert ohne zusätzliche Anschaffung2. Im Topf sollte der Schnuller mindestens fünf Minuten in sprudelndem Wasser kochen, besser sind zehn Minuten1. Beim Auskochen sind mindestens 100 Grad gefragt2.

So geht ihr vor: Zuerst den Schnuller unter fließendem Wasser abspülen1. Dann die Luft aus dem Sauger drücken – bleibt sie drin, treibt der Schnuller an der Wasseroberfläche und wird nicht von allen Seiten gereinigt1. Am besten nutzt ihr einen eigenen kleinen, sauberen Topf, in dem nur Schnuller und Sauger ausgekocht werden1. Der Schnuller sollte gut mit Wasser bedeckt sein; deckt den Topf ab und erhitzt das Wasser1.

Achtet darauf, dass reichlich Wasser im Topf ist, sodass der Schnuller frei schwimmt und den Topfboden nicht berührt – sonst könnte er schmelzen2. Kocht in diesem Topf währenddessen nichts anderes, damit der Schnuller nicht mit Keimen vom Essen in Berührung kommt2. Nach dem Auskochen lasst ihr ihn auf einem sauberen Geschirrtuch abkühlen1. Wird der Schnuller milchig, liegt das am Kalk im Wasser; für euer Baby ist die Verfärbung unbedenklich2.

Babyflaschen und Schnuller auskochen

Flaschen und Sauger solltet ihr direkt nach jedem Gebrauch reinigen – ob mit abgepumpter Muttermilch oder mit Säuglingsnahrung3. Spült sie sofort mit heißem Wasser und Spülmittel aus, damit kein Milchbelag antrocknet; die Flaschenbürste solltet ihr nur für die Babyflaschen verwenden3.

Flaschen und Schnuller auskochen im Topf ist die einfachste Variante – Wasser und ein sauberer Topf genügen2. Zusätzliche Sicherheit bringt ein Auskochen aller verwendeten Utensilien3.

Bei Gummisaugern ist ein gelegentliches Auskochen empfehlenswert: Sie können mit der Zeit porös werden, und in den kleinen Ritzen sammeln sich dann Bakterien. Bei Silikonsaugern ist das Auskochen nicht erforderlich3. Zum Trocknen stellt ihr Flaschen und Sauger mit der Öffnung nach unten auf ein sauberes Tuch und deckt sie am besten mit einem frischen Küchentuch ab3.

Wer Fläschchen, Milchpumpen und Schnuller zugleich sterilisieren möchte, kann einen Vaporisator nutzen: Darin werden die Utensilien in wenigen Minuten im heißen Wasserdampf sterilisiert1, 2.

Schnuller sterilisieren mit Topf, Dampf oder Mikrowelle

Fürs Sterilisieren von Schnuller und Sauger gibt es mehrere Wege. Ein Dampfsterilisator arbeitet mit heißem Wasserdampf und erledigt die Reinigung in wenigen Minuten1. Ein solches Gerät müsst ihr nicht extra anschaffen: Das Auskochen auf dem Herd ist genauso wirkungsvoll1.

Für unterwegs und für den Urlaub eignen sich spezielle Mikrowellen-Beutel1. In der Mikrowelle funktionieren außerdem kleine Behälter, in denen ihr die Schnuller in wenigen Minuten sterilisiert; das Wasser verdampft dabei durch die Mikrowellenstrahlung2.

Vom Geschirrspüler raten die meisten Quellen ab: Die Temperaturen sind oft nicht hoch genug, um alle Bakterien abzutöten, und die Spülmittel können das Material angreifen; auf Silikon kann ein leichter Spülmittelgeschmack zurückbleiben1, 2. Eine kinderärztliche Quelle nennt einen Spülmaschinengang dagegen als Alternative zum Abkochen4 – eine einheitliche Empfehlung gibt es dazu also nicht.

Ein weiterer Weg ist der Thermomix oder ein vergleichbares Küchengerät: 500 ml Wasser einfüllen, den Schnuller in den Garaufsatz legen und 15 bis 20 Minuten auf Stufe 1 garen2. Nach jeder Methode sollte der Schnuller abkühlen, bevor euer Baby ihn bekommt1.

Wann neue Schnuller ausgekocht werden und wann sie ersetzt werden

Ein frisch gekaufter Schnuller kommt vor dem ersten Gebrauch in den Topf: So entfernt ihr Rückstände aus der Produktion und von der Verpackung2. Das gilt auch dann, wenn euer Kind schon älter ist1.

Mit der Zeit wird das Material von Schnullern spröde und rissig1. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt, einen Schnuller etwa alle ein bis zwei Monate zu erneuern – oder früher, wenn er abgenutzt ist, sich verfärbt hat oder beschädigt ist4. Andere Ratgeber nennen zwei bis drei Monate als Abstand1.

Beim Kauf lohnt ein Blick auf die Form: Das Schild sollte größer als der Mund des Kindes sein und mindestens 2,6 cm Durchmesser haben, damit sich das Kind nicht verschluckt; im Schild sitzen zwei oder mehr Löcher für die Luftzirkulation4. Kiefergerechte Schnuller sind direkt hinter dem Schild dünner geformt, zur Zunge hin abgeflacht und zum Gaumen hin gerundet; runde Sauger geben der Zunge zu wenig Spielraum4.

Auch fürs Abgewöhnen gibt es eine Orientierung: Experten empfehlen, den Schnuller spätestens bis zum dritten Lebensjahr abzugewöhnen4. Was Eltern zum Schnuller angewöhnen wissen sollten, lest ihr in unserem Beitrag dazu.

Schnuller reinigen: Was im Alltag reicht – und was nicht

Beim Schnuller reinigen gilt: Sobald euer Baby mobiler wird, dürft ihr den Aufwand reduzieren. Etwa ab dem achten Monat reicht es, den Schnuller mit Spülmittel zu reinigen und ihn gründlich unter fließendem Wasser abzuspülen; achtet darauf, dass keine Seifenreste zurückbleiben2.

Einen Reflex kennen viele Eltern: den heruntergefallenen Schnuller kurz selbst abschlecken und zurückgeben. Davon ist abzuraten, weil sich dabei Kariesbakterien und andere Keime übertragen können1. Fällt der Schnuller auf den Boden, wascht ihn kurz ab, statt ihn abzulutschen5.

Habt ihr mehrere Kinder im Schnulleralter, sollte jedes Kind seinen eigenen Schnuller haben; getauscht werden sollten die Sauger nicht1. Wenn ihr nach einem bestimmten Modell sucht, findet ihr auf den Seiten Dentistar-Schnuller und BIBS-Schnuller die wichtigsten Hinweise für Eltern.

Praxis-Tipps: Schnuller auskochen

  1. Spült den Schnuller vor dem Auskochen unter fließendem Wasser ab1.
  2. Drückt die Luft aus dem Sauger, damit der Schnuller nicht an der Wasseroberfläche treibt und von allen Seiten gereinigt wird1.
  3. Nehmt einen eigenen kleinen Topf, in dem nur Sauger und Flaschen ausgekocht werden, damit keine Speisereste daran haften1.
  4. Lasst den Schnuller mindestens fünf Minuten, besser zehn Minuten, in sprudelndem Wasser kochen1.
  5. Legt ihn nach dem Auskochen auf ein sauberes Geschirrtuch und wartet, bis er abgekühlt ist1.
  6. Kocht neue Schnuller vor dem ersten Gebrauch aus, auch wenn euer Kind schon älter ist1, 2.
  7. Ist der Schnuller unterwegs auf den Boden gefallen, kocht ihn zu Hause aus – unabhängig vom Alter1.
  8. Verzichtet darauf, den Schnuller selbst abzuschlecken, und wascht ihn stattdessen kurz ab1, 5.
  9. Prüft regelmäßig, ob der Sauger spröde, rissig oder verfärbt ist, und tauscht ihn dann aus1, 4.
  10. Achtet darauf, dass jedes Kind im Haus seinen eigenen Schnuller behält – Beschriftungen helfen im Alltag dabei1.
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Häufige Fragen

Wie oft muss ich den Schnuller auskochen?
Als Faustregel gilt: In den ersten vier Lebensmonaten einmal täglich auskochen, danach seltener1. Andere Empfehlungen nennen eine tägliche Sterilisation bis zu einem Alter von sechs Monaten2. Sobald euer Baby alles in den Mund steckt, dürft ihr den Aufwand senken – ab dem fünften Lebensmonat sind zwei Auskochgänge pro Woche genug1. Nach einer Krankheit wird wieder regelmäßig sterilisiert2.
Wie lange muss man Schnuller auskochen?
Mindestens fünf Minuten sollte der Schnuller in sprudelndem Wasser kochen, besser sind zehn Minuten1. Der Schnuller muss vollständig mit Wasser bedeckt sein und frei schwimmen können – berührt er den heißen Topfboden, kann er schmelzen2. Anschließend lasst ihr ihn auf einem sauberen Geschirrtuch abkühlen, bevor euer Baby ihn wiederbekommt1.
Wie kocht man einen Schnuller aus?
Ein sauberer Topf mit Wasser genügt: Spült den Schnuller ab, drückt die Luft aus dem Sauger und kocht ihn zugedeckt mindestens fünf Minuten aus1. Damit die Reinigung von allen Seiten klappt, muss der Schnuller gut mit Wasser bedeckt sein1. Nutzt den Topf in dieser Zeit nicht für Speisen, damit keine Keime vom Essen an den Sauger gelangen2.
Warum muss man Schnuller abkochen?
Schnuller und Flaschensauger kommen täglich in den Mund, und über sie können Krankheitserreger in den Körper gelangen5. In den ersten Monaten ist das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet, deshalb empfehlen Kinderärzte und Hebammen in dieser Zeit eine tägliche Reinigung2. Wer den Schnuller selbst abschleckt, überträgt außerdem Kariesbakterien1.
Schnuller reinigen im Geschirrspüler, geht das?
Meist wird davon abgeraten: Die Temperaturen im Geschirrspüler reichen oft nicht aus, um alle Bakterien abzutöten, und die Reinigungsmittel können das Material des Schnullers angreifen1, 2. Auf Silikon kann ein leichter Spülmittelgeschmack zurückbleiben2. Eine kinderärztliche Quelle nennt einen Spülmaschinengang dagegen als Alternative4, eindeutig ist die Empfehlung also nicht.

Quellen

  1. Schnuller abkochen: So sterilisieren Sie den Babyschnuller schnell und effektiv · Stand 26.08.2026
  2. Schnuller abkochen: Die richtige Hygiene für Babys Liebling · abgerufen am 11.10.2026
  3. Hygiene bei der Flaschenfütterung · Stand 09.12.2025
  4. Schnuller: Schild muss Verschlucken verhindern: Kinderaerzte-im-Netz · Stand 11.10.2026
  5. News-Archiv · Stand 11.10.2026
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