Schnullerfee: Was Eltern wissen sollten

Die Schnullerfee bringt Zauber in den Abschied vom Schnuller und hilft Kindern, ihren Schnulli freiwillig abzugeben1. Der Schritt ist groß, und mit dem richtigen Zeitpunkt und etwas Vorbereitung fällt er euch und eurem Kind leichter. Auf dieser Seite findet ihr alles Wichtige: wie ihr den Besuch vorbereitet und ankündigt, wann der richtige Moment gekommen ist und was ihr auf die Fragen eures Kindes antwortet. Dazu kommen alle Unterthemen – Vorlagen für einen Brief, Bilderbücher, Bilder zum Ausmalen und eine persönliche Geschichte mit dem Namen eures Kindes.

Alle Themen im Überblick
Alle vier Unterseiten zum Thema auf einen Blick, gruppiert nach Vorlagen sowie Geschichten und Büchern.
Vorlagen und Bilder zum Ausdrucken
- Brief von der SchnullerfeeBrief von der Schnullerfee: kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken als PDF – mit Mustertexten, Ideen zur Verwendung und Antworten auf häufige Fragen.
- Bilder der SchnullerfeeBilder der Schnullerfee: 10 kostenlose Motive zum Ausdrucken als PDF – leicht bis schwer, für Kita- und Schulkinder. Dazu euer Wunschmotiv mit Namen.
Geschichten und Bücher
- Geschenk der SchnullerfeeGeschenk der Schnullerfee: eine Hörgeschichte, in der euer Kind die Hauptrolle spielt – als MP3 oder im Plüschtier. Hörprobe anhören & gestalten!
- Schnullerfee-BuchSchnullerfee-Buch gesucht? Worauf es bei einer Schnullerfee-Geschichte ankommt, wie sie ins Abschiedsritual passt – und die Geschichte mit eurem Kind.
Wie die Schnullerfee den Abschied begleitet
Der Ablauf ist schnell erklärt: Euer Kind packt abends alle Schnuller in eine Schachtel und stellt sie vor die Tür oder auf die Fensterbank. Am nächsten Morgen ist die Schachtel leer, und an ihrer Stelle wartet ein kleines Geschenk – manchmal zusammen mit einem Brief1. Den Platz für die Schachtel sucht ihr am besten gemeinsam aus.

Für viele Familien ist der Besuch ein festes Ritual, auf das sich das Kind schon vorher freuen kann1. Manche Kinder vermissen ihren Schnuller anschließend kaum, für andere ist der Abschied eine große Sache1. Wichtig ist, dass ihr bei eurer Entscheidung bleibt: Es ist normal, wenn euer Kind in den ersten Nächten noch nach dem Schnuller fragt; nach einigen Tagen ist die alte Gewohnheit in vielen Fällen überwunden1.
Kinder- und Jugendärzte nennen kleine Rituale wie den Besuch der Schnullerfee oder das gemeinsame Wegwerfen des Schnullers als bewährte Unterstützung, wenn das Nuckeln hartnäckig ist2. Wie die kleine Schnullerfee aussieht, ist nirgends festgeschrieben – euer Kind darf sich seine eigene Version vorstellen.
Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist
In den ersten zwei Lebensjahren vermitteln Saugen und Nuckeln Sicherheit und Geborgenheit und gehören zur natürlichen Entwicklung; ein durch den Schnuller verformter Kiefer kann sich in dieser Zeit noch von selbst zurückbilden3.
Mit den ersten Milchzähnen kann der Schnuller dagegen zu bleibenden Gebissschäden und Zahnfehlstellungen führen3. Für Säuglinge, die nicht gestillt werden, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, spätestens mit sieben Monaten Schluss mit dem Schnuller zu machen; Frühgeborene mit besonders hohem Saugbedürfnis dürfen bis zum ersten Geburtstag nuckeln, bis dahin können sich bereits eingetretene Schäden noch von allein zurückbilden2. Fehlstellungen, die nach dem ersten Lebensjahr durch Nuckeln entstehen, müssen später meist kieferorthopädisch behandelt werden2.

Spätestens wenn der Zahnarzt erste Anzeichen eines offenen Lutschgebisses sieht, sollte der Schnuller so schnell wie möglich abgewöhnt werden1. Nehmt ihn aber nicht einfach heimlich weg: Viele Kinder lutschen dann am Daumen weiter, und der Finger ist für das Gebiss noch schädlicher3. Unterstützung dabei findet ihr unter Daumenlutschen abgewöhnen.
So bereitet ihr den Besuch vor
Kündigt den Besuch einige Wochen im Voraus an und macht ihn immer wieder zum Gesprächsthema, damit euer Kind die Veränderung verstehen und annehmen kann1. Erzählt die Geschichte von der Schnullerfee oder lest gemeinsam ein Bilderbuch dazu; das hilft eurem Kind, den Sinn zu verstehen und das Gefühl zu bekommen, selbst zu entscheiden1. So wird der Besuch für euer Kind planbar und überrascht es nicht.
Überlegt euch vorher eure Antworten, denn Kinder fragen gern nach: Wo wohnt die Fee? Was macht sie mit meinen Schnullern? Welche Haarfarbe hat sie?1
Beginnt den Abschied langsam: Tagsüber fällt der Verzicht zunächst leichter als nachts3. Zuwendung und Beschäftigung erleichtern diese Zeit zusätzlich2. Verlangt euer Kind zwischendurch nach dem Schnuller, steckt oft etwas anderes dahinter: Müdigkeit, Kummer oder Unzufriedenheit3. Viele weitere Tricks – vom Loch im Nuckel bis zum Lutschkalender – findet ihr unter Schnuller abgewöhnen2, 3.
Ausmalbild zum Ausdruckeneiner freundlichen Schnullerfee mit Flügeln und Zauberstab zum Ausmalen
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Häufige Fragen
Was bringt die Schnullerfee?
Was macht die Schnullerfee?
Wann ist die beste Zeit für die Schnullerfee?
Quellen
- Schnullerfee: So klappt der Abschied vom Schnuller · abgerufen am 11.10.2026
- Nuckeln macht Zähne und Kiefer krank: Kinderaerzte-im-Netz · abgerufen am 11.10.2026
- Schnullerentwöhnung: Kinderaerzte-im-Netz · abgerufen am 11.10.2026
Begriffe aus dem Baby-Lexikon: Schnullerfee (Lexikon)
