Wiegenlied – Bedeutung und Erklärung
Was bedeutet Wiegenlied?
Einordnung
Die ältesten schriftlichen Belege für Wiegenlieder in deutscher Sprache stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, waren inhaltlich aber noch wenig kindgerecht1. Eine erste Blütezeit erlebten sie im 15. und 16. Jahrhundert; die meisten heute bekannten Lieder gehen jedoch auf das 18. und 19. Jahrhundert zurück1. Bekanntestes Beispiel ist das Wiegenlied von Johannes Brahms, das er im Juli 1868 komponierte und dessen Text Guten Abend, gut’ Nacht seit Beginn des 19. Jahrhunderts überliefert ist2. Eine Sonderform stellt das geistliche Wiegenlied dar, ein Weihnachtslied, das auf den mittelalterlichen Brauch des Kindleinwiegens zurückgeht1.
Im Alltag
Im Alltag gehört das Wiegenlied meist zur Abendroutine: Das Kind liegt im Bett, das Licht ist gedämpft, ein Elternteil singt leise. Wiederholungen wirken besänftigend – dass fast alle Wiegenlieder wiederkehrende Teile haben, ist kein Zufall3. Auch der Rhythmus beruhigt, denn beim Singen verbinden sich Wörter, Melodie und Takt3. Nähe gibt dem Kind Geborgenheit3. Geeignet sind Lieder mit ruhiger Melodie, die langsam gesungen werden1.
Weiterlesen
Wenn ihr gemeinsam singen möchtet, findet ihr bei uns Kinderlieder zum Mitsingen – die schönsten Lieder mit Text.
Quellen
- Wiegenlied · abgerufen am 11.10.2026
- Guten Abend, gut’ Nacht · abgerufen am 11.10.2026
- News-Archiv · abgerufen am 11.10.2026
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