Osterhasen-Geschichte – zum Vorlesen und Anhören

- Alter
- 2 bis 6 Jahre
- Dauer
- 3 bis 8 Minuten je Geschichte
Rund um Ostern darf eine gute Geschichte nicht fehlen – am schönsten eine, in der der Osterhase die Hauptrolle spielt. Auf dieser Seite warten fünf Osterhasen-Geschichten auf euch: kurze Texte für die Kleinen, längere mit kleinen Spannungsbögen für Vorschulkinder und eine ruhige Geschichte fürs Zubettgehen. Je nach Länge dauert eine Geschichte etwa drei bis acht Minuten. Lesen könnt ihr sie als Text, oder ihr hört sie euch als Hörfassung an – im Auto, im Kinderzimmer oder abends im Bett. Alle Figuren und Schauplätze sind neu erfunden und gehören nur zu Ostern.
Alle Osterhasen-Geschichten im Überblick
Fünf Geschichten, fünf kleine Hasenwelten – die Übersicht zeigt euch Titel, Alter und Stimmung auf einen Blick.
Osterhasen-Geschichte kurz
Für die ganz Kleinen darf eine Osterhasen-Geschichte kurz sein: ein Ort, zwei Figuren und ein Ablauf, der sich wiederholt. Solche Texte dauern beim Vorlesen oft nur drei bis fünf Minuten und passen gut zwischen Mittagessen und Mittagsschlaf. Am kürzesten ist in unserer Sammlung „Hedi und der große Korb“ – Hedi holt ein Ei nach dem anderen aus ihrem Korb, und genau diese Wiederholung macht das Zuhören leicht. Wenn euer Kind noch nicht lange still sitzen mag, lest einfach eine Szene vor und lasst den Rest weg. Die Geschichte bleibt trotzdem rund.
Osterhasen-Gute-Nacht-Geschichte
Am Abend darf eine Geschichte leise ausklingen. Eine Osterhasen-Gute-Nacht-Geschichte funktioniert am besten mit gedämpftem Licht, langsamer Stimme und einem Ende, das nichts mehr aufregt. Genau so ist „Als der Osterhase müde wurde“ geschrieben: Nilo versteckt seine Eier, wird immer müder und schläft am Ende zufrieden im Moos ein. Wenn ihr abends noch mehr ruhige Texte möchtet, findet ihr bei uns Gute-Nacht-Geschichten für Kinder von 2 bis 6 Jahren.
Woher kommt die Geschichte vom Osterhasen?
Eine bekannte Theorie führt den Osterhasen ins 18. Jahrhundert1. Damals brachten deutsche Einwanderer den eierlegenden Hasen in eine deutschsprachige Region Pennsylvanias in den USA1. Dort hieß er „Osterhase“ oder „Oschter Haws“ und brachte bunte Eier als Geschenk für brave Kinder1. Die Kinder bauten Nester, in die der Hase die Eier legen sollte1. Von dort hat sich der Brauch über ganz Nordamerika verbreitet1. Ganz sicher ist die Herkunft allerdings nicht: Der Ursprung des Osterhasen ist nicht an einer Stelle dokumentiert1. Geschichten über den Osterhasen wurden also über viele Generationen weitergegeben, und jede Zeit hat ihre eigene daraus gemacht.
Pippa und die Farben der Wiese
Pippa war eine kleine Osterhäsin. Sie hatte lange Ohren, ein weiches, braunes Fell und eine große Freude am Malen. Jeden Morgen hoppelte sie in die Osterhasenwerkstatt, setzte sich auf ihren Schemel und schaute auf die vielen weißen Eier in der Kiste. „Heute male ich sie alle bunt“, sagte sie.
Doch an diesem Morgen war etwas anders. Pippa tauchte ihren Pinsel in den roten Farbtopf – und der Pinsel blieb weiß. Der Topf war leer. Sie probierte den gelben Topf. Auch leer. Und der blaue? Leer. Pippa schaute auf ihre Pfoten. „Ohne Farben sehen alle Eier gleich aus“, flüsterte sie.
Pippa lief hinaus auf die Wiese. Sie setzte sich ins Gras und seufzte. Über ihr flogen zwei Schmetterlinge, und irgendwo summte eine Biene. Da kitzelte etwas ihre Nase. Eine Löwenzahnblüte stand direkt vor ihr, so gelb wie ein kleiner Sonnenstrahl. Pippa musste lächeln. „Blumen haben Farben“, dachte sie. „Vielleicht haben sie genug für mich.“
Sie beugte sich hinunter und strich mit dem Pinsel über einen Tautropfen auf der Blüte. Der Tropfen färbte den Pinsel gelb! Pippa staunte so sehr, dass ihre Ohren wackelten. „Der Tau nimmt die Farbe der Blumen an“, flüsterte sie. Schnell hoppelte sie weiter über die Wiese.
Beim Klatschmohn wurde ihr Pinsel rot wie ein kleiner Sonnenuntergang. Bei den Vergissmeinnicht wurde er blau wie der Himmel am Morgen. Und als sie durch das hohe Gras strich, wurde er grün wie der Wald nach dem Regen. Ein bisschen Tau lief über ihre Pfote, aber das machte nichts.
Zurück in der Werkstatt setzte sich Pippa wieder auf ihren Schemel. Sie tauchte den Pinsel ein und malte Ringel, Punkte und kleine Blumen auf die Eier. Die Eier glänzten in Gelb, Rot, Blau und Grün. „Wo hast du nur diese Farben her?“, fragte die alte Oma Rosalie und schaute über ihre Brille.
„Die Wiese hat sie mir geliehen“, sagte Pippa. Da holten die anderen Hasenkinder ihre Pinsel und liefen mit ihr hinaus. Sie sammelten Tropfen beim Klatschmohn, bei den Vergissmeinnicht und im Gras. Bald standen zwanzig bunte Eier auf dem Tisch, jedes ein bisschen anders. Keines sah aus wie das andere.
Am Abend saß Pippa noch einmal draußen. Die Wiese duftete, der Wind strich über das Gras, und die Blüten nickten im letzten Licht. Pippa lehnte sich an einen warmen Stein und schloss die Augen. „Morgen sammle ich wieder Tau“, dachte sie. Und sie träumte von Eiern, die aussahen wie eine ganze Wiese.

Pippa und die Farben der Wiese
Alter: ab 3 Jahren
Pippa findet in der Wiese neue Farben für ihre Ostereier.
Oskar sucht das beste Versteck
Oskar war der jüngste Osterhase in der Werkstatt. Er hatte erst in diesem Jahr gelernt, wie man Eier bemalt, und übte nun das Verstecken. Jeden Nachmittag lief er über die Wiese und suchte nach Plätzen, an denen ein Ei gut versteckt liegen konnte.
Zuerst steckte Oskar ein Ei in die Gießkanne im Garten. Es passte genau hinein. „Das beste Versteck der Welt“, sagte er. Am nächsten Tag fragte er die Kinder vom Bauernhof. „Habt ihr ein Ei gefunden?“ „Nein“, sagten die Kinder. „Wir haben nur eine Gießkanne gesehen, aber da war kein Wasser drin, also haben wir nicht hineingeschaut.“ Oskar kratzte sich am Ohr.
Danach versteckte Oskar ein Ei hinter dem großen Tor. Das Tor war alt und knarrte. „Da findet es niemand“, dachte Oskar. Aber das Tor knarrte so laut, dass alle Kinder davonliefen. Keiner schaute hinter das Tor.
Oskar wurde traurig. Er setzte sich auf einen Stein und ließ die Ohren hängen. Da kam Opa Bruno vorbei. Opa Bruno war schon sehr lange Osterhase und wusste fast alles.
„Was ist los, Oskar?“, fragte er. Oskar erzählte von der Gießkanne und dem Tor. Opa Bruno lachte leise. „Ein Versteck muss nicht unauffindbar sein“, sagte er. „Es muss ein bisschen versteckt sein und ein bisschen zu finden. Suchen macht Freude, Finden macht Freude – beides zusammen ist Ostern.“
Oskar dachte lange nach. Am nächsten Morgen versteckte er die Eier an ganz anderen Stellen. Ein Ei lag halb unter einem Löwenzahnblatt. Ein Ei kuschelte sich in eine Astgabel, wo man es sehen konnte, wenn man nach oben schaute. Ein Ei lehnte an der alten Holzbank, und ein Ei lag neben einem Stein, der genauso rund war.
Am Nachmittag kamen die Kinder mit ihren Körben. Sie suchten und fanden: unter dem Löwenzahn, oben in der Astgabel, an der Bank und neben dem runden Stein. Bei jedem Fund riefen sie: „Hier ist eines!“ Oskar saß hinter der Hecke und wackelte mit den Ohren vor Freude.
Beim letzten Ei mussten die Kinder lange suchen. Es lag in einem Weidenkörbchen unter dem Holunderbusch, und darüber lagen zwei Blätter. Als Lene es fand, lachte sie so laut, dass die Hühner gackerten. Oskar kicherte in sich hinein.
Am Abend saß Oskar mit Opa Bruno auf der Wiese. „Und?“, fragte Opa. „Alle gefunden“, sagte Oskar stolz. „Dann war es ein gutes Versteck“, sagte Opa Bruno. Oskar lehnte sich an ihn und schaute in den Himmel. „Morgen übe ich wieder“, murmelte er, und schon fielen ihm die Augen zu.

Oskar sucht das beste Versteck
Alter: ab 4 Jahren
Ein junger Osterhase lernt, was ein gutes Versteck ausmacht.
Als der Osterhase müde wurde
Es war Abend. Die Sonne war schon hinter den Hügeln verschwunden, und der Himmel wurde langsam dunkel. Der Osterhase hieß Nilo und stand mit einem Korb voller bunter Eier auf der Wiese. Heute Nacht musste er alle Eier verstecken, denn morgen war Ostern.
Im Korb lagen die Eier dicht an dicht. Eines war rot wie der Klatschmohn am Wegrand, eines gelb wie eine Butterblume, und zwei leuchteten blau wie der Himmel kurz vor der Nacht. Nilo strich mit der Pfote über die runden Schalen. „Morgen findet sie jemand“, flüsterte er. Dann nahm er den Korb auf und ging los.
Nilo begann bei der alten Eiche. Er legte ein Ei in eine Astgabel und schaute nach oben. Über ihm funkelten die ersten Sterne. „Ihr seid früher da als ich“, sagte Nilo. Die Sterne sagten nichts, aber sie funkelten gleich ein bisschen heller.
Weiter ging es am Bach. Nilo versteckte ein Ei zwischen den runden Kieseln. Seine Pfoten wurden schwer. Beim dritten Ei musste er eine Pause machen. Er setzte sich ins weiche Gras und atmete tief durch. Die Wiese roch nach Klee und nach kühler Nachtluft.
Da raschelte es neben der Wurzel. Zwei Mäuse kamen aus ihrem Loch und schauten ihn an. „Brauchst du Hilfe, Nilo?“, fragten sie. Nilo nickte müde. „Nur beim Tragen“, sagte er. „Das Verstecken mache ich allein.“
Die Mäuse trugen den Korb ein Stück weiter, dann noch ein Stück, und Nilo setzte die Eier in die Verstecke. Am Waldrand legte er ein Ei unter einen Farn. Beim Bauernhof wurde er so müde, dass er sich auf einen Strohballen setzte und kaum noch die Augen offen halten konnte.
Seine Ohren wurden schwer, und die Lider fielen ihm zu. Nilo blinzelte noch einmal hinauf zu den Sternen und lächelte müde. „Nur noch ein paar Eier“, murmelte er. Dann setzte er sich wieder auf und nahm den Korb.
Vor ihm lag noch ein Ei. Nilo schaute es an. „Eins noch“, murmelte er. Aber seine Beine wollten nicht mehr. Die Mäuse nahmen ihm das Ei aus der Pfote und trugen es zum letzten Versteck unter der Bank am Weg.
„Wir machen den Rest“, sagten sie leise. Sie trugen den Korb zu den letzten drei Verstecken und kicherten dabei. Nilo hörte noch, wie sie flüsterten, dann wurde alles ganz ruhig. Der Bach plätscherte, und der Wind strich über das Gras.
Nilo kuschelte sich in das weiche Moos unter der Hecke. Die Sterne funkelten über ihm, und die Wiese atmete. „Morgen finden sie die Eier“, dachte er. „Morgen ist Ostern.“ Dann schlief er ein, ganz warm und ganz zufrieden.
Als die Sonne aufging, hoppelte er zu seinem Bau zurück. Die Kinder kamen mit ihren Körben über die Wiese, und bald hörte Nilo ihr Lachen. Er streckte die Pfoten, gähnte einmal tief und schlief noch ein bisschen weiter. Ostern war da.

Als der Osterhase müde wurde
Alter: ab 3 Jahren
Ruhige Gute-Nacht-Geschichte: Freunde helfen beim Verstecken.
Hedi und der große Korb
Hedi Hase hat einen Korb. Der Korb ist groß und grün. Er ist voller bunter Eier. Hedi Hase zählt sie: eins, zwei, drei, vier, fünf. Fünf Eier für fünf Freunde.
Heute ist Ostern. Hedi Hase hoppelt los. Hopp, hopp, hopp. Sie hoppelt über die Wiese. Die Wiese ist weich und weit. Das Gras ist noch nass vom Morgen. Die Sonne scheint warm auf ihren Rücken. Hedi Hase freut sich.
Am Baum sitzt ein Vogel. Hedi Hase sagt: „Guten Morgen, Vogel. Hier ist ein Ei für dein Nest.“ Sie legt ein Ei ins Nest. „Danke“, zwitschert der Vogel. Hedi Hase hoppelt weiter. Hopp, hopp, hopp.
Neben der Hecke wohnt ein Igel. Hedi Hase sagt: „Guten Morgen, Igel. Hier ist ein Ei für dich.“ Sie legt ein Ei in das Blätterhaus. „Danke“, brummelt der Igel. Hedi Hase hoppelt weiter. Hopp, hopp, hopp.
Unter der Bank sitzt eine Maus. Hedi Hase sagt: „Guten Morgen, Maus. Hier ist ein Ei für dich.“ Sie legt ein Ei unter die Bank. „Danke“, piepst die Maus. Hedi Hase hoppelt weiter. Hopp, hopp, hopp.
Auf dem Stein sitzt eine Schnecke. Hedi Hase sagt: „Guten Morgen, Schnecke. Hier ist ein Ei für dich.“ Sie legt ein Ei neben den Stein. „Danke“, sagt die Schnecke ganz langsam. Hedi Hase hoppelt weiter. Hopp, hopp, hopp.
Im Gras hüpft ein Frosch. Hedi Hase sagt: „Guten Morgen, Frosch. Hier ist ein Ei für dich.“ Sie legt ein Ei ins feuchte Gras. „Danke“, quakt der Frosch. Hedi Hase hoppelt weiter. Hopp, hopp, hopp.
Der Korb wird leicht. Eins, zwei, drei, vier, fünf – alle Eier sind weg. Hedi Hase schaut in den Korb. Der Korb ist leer. „Alle Eier sind verteilt“, sagt sie. „Und ich habe gar keins bekommen.“
Da kommt der Vogel. Er hat ein weiches Blatt im Schnabel. Da kommt der Igel. Er trägt einen Haufen Moos. Da kommt die Maus mit drei Kleeblättern. Die Schnecke bringt einen runden Kiesel, und der Frosch eine kleine Blüte. „Für dich“, sagen alle.
Hedi Hase lacht. Sie baut aus Moos und Blatt ein weiches Nest. Der Kiesel wird ihr Kissen, die Blüte ihre Decke. „So viele Geschenke“, sagt sie. „Heute bin ich das Ostergeschenk.“
Die Sonne scheint warm. Die Vögel singen leise. Hedi Hase schließt die Augen. Hopp, hopp – jetzt ist Pause. Ganz ruhig ist es in der Wiese. Und Hedi Hase ist glücklich.

Hedi und der große Korb
Alter: ab 2 Jahren
Kurze Geschichte mit Wiederholungen über Teilen und Danken.
Das Küken Pieps will helfen
Auf dem Hof hinter der Osterhasenwerkstatt lebte ein kleines Küken. Es hieß Pieps, weil es immer piepste: nach dem Futter, nach der Wärme und nach etwas zu tun. „Ich will auch helfen“, piepste Pieps jeden Morgen. „Ich will auch mal ein Ei verstecken.“
Der Osterhase schaute auf das Küken hinunter. „Danke, Pieps“, sagte er. „Aber du bist noch zu klein zum Tragen. Die Eier sind fast so groß wie du.“ Pieps piepste empört und lief trotzdem hinter ihm her, die ganze Wiese hinunter.
Beim Malen wollte Pieps den Pinsel halten. Der Pinsel fiel in den Farbtopf. Beim Tragen wollte Pieps ein Ei stützen. Das Ei rollte fast weg. Beim Verstecken lief Pieps dem Osterhasen zwischen die Füße. „Aua, Pieps“, sagte der Osterhase. „Bitte geh ein bisschen zur Seite.“
Pieps setzte sich in eine Ecke. Es fühlte sich ganz klein. „Niemand braucht mich“, piepste es leise. Die alte Henne Gertrud kam vorbei und hörte es. „Kleine Küken können etwas, was große Hasen nicht können“, sagte sie.
„Und was?“, fragte Pieps. „Sie passen überall hinein“, sagte Gertrud. „In jede Lücke, in jede Spalte, unter jede Bank.“ Pieps schaute an sich hinunter. Das stimmte. Es war wirklich sehr schmal.
Am Abend suchte der Osterhase ein ganz bestimmtes Ei. Es war das schönste Ei vom ganzen Tag, bunt mit Punkten und Ringeln, und es war verschwunden. Alle suchten mit: der Osterhase, zwei Mäuse, die Henne Gertrud und Pieps.
Die Mäuse krochen unter das Regal, Gertrud schaute in jedes Blumenbeet und schimpfte leise vor sich hin. Der Osterhase hob den alten Milcheimer hoch und schaute darunter – nichts als Staub. Pieps lief den ganzen Weg noch einmal ab, von der Werkbank bis zur Wiese.
Pieps lief unter die alte Steintreppe. Dort war ein Spalt, nicht breiter als ein Grashalm. Pieps quetschte sich hinein – und da lag es. Das schönste Ei mit Punkten und Ringeln. „Hier ist es!“, piepste Pieps so laut, dass alle es hörten.
Seine kleine Brust klopfte vor Aufregung. Pieps piepste noch einmal, damit alle wussten, wo es steckte.
Der Osterhase hob das Ei vorsichtig heraus. Er strahlte über das ganze Gesicht. „Pieps, du hast das Ei gerettet“, sagte er. „Ohne dich hätten wir es nie gefunden.“ Pieps piepste so glücklich, dass seine kleinen Flügel zitterten.
Seit diesem Abend hat Pieps eine eigene Aufgabe. Es krabbelt in jede Lücke und schaut nach, ob dort noch Platz für ein Versteck ist. Der Osterhase nennt es seinen kleinen Späher. Und wenn Pieps müde ist, sitzt es auf dem Korbrand und piepst ein Schlaflied für die Eier. Die Mäuse hören dann zu, und Gertrud nickt dazu mit dem Kopf.

Das Küken Pieps will helfen
Alter: ab 4 Jahren
Ein kleines Küken entdeckt, womit es wirklich helfen kann.
Vorlese-Tipps
- Tempo: Lest langsamer, als ihr denkt. Zwischen zwei Sätzen darf eine kleine Pause liegen – so kann euer Kind die Bilder im Kopf entstehen lassen.
- Stimme: Der Osterhase darf tiefer sprechen, die Mäuse und Küken höher. Zwei Stimmen reichen völlig, ihr müsst keine Künstler sein.
- Wiederholungen: Wendungen wie „hopp, hopp, hopp“ dürfen euer Kind mitsprechen. In den kurzen Geschichten sind sie ausdrücklich erwünscht.
- Ritual: Immer derselbe Platz, immer dieselbe Zeit. In der Osterzeit kann die Geschichte den Platz des Abendrituals übernehmen.
- Fragen: Fragt zwischendurch kurz nach: „Wo hättest du das Ei versteckt?“ Lasst die Antwort stehen, auch wenn sie länger wird.
- Hören: Wenn euer Kind noch nicht lange zuhören mag oder ihr im Auto unterwegs seid, nehmt die Hörfassung zur Geschichte.
- Übers Jahr: Nach Ostern darf die Geschichte Pause machen. Wenn ihr weiterlesen möchtet, passt außerhalb der Osterzeit unsere Herbstgeschichte.
Häufige Fragen
Warum gibt es einen Osterhasen?
Woher kommt die Geschichte vom Osterhasen?
Warum bringt der Osterhase Schokoeier?
Quellen
- Osterhase Ursprung · abgerufen am 11.10.2026
- Die magische Phase · Stand 26.03.2026
- Wie viel Christkind darf sein?: Kinderaerzte-im-Netz · abgerufen am 11.10.2026
