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Ostergeschichte für Kinder: Geschichten zum Vorlesen und Anhören

Auf dieser Seite findet ihr fünf neue Ostergeschichten für Kinder, jede auch als Hörfassung zum Anhören. Die Geschichten spielen in der Osterzeit und handeln vom Helfen, vom Staunen und vom Warten auf den Ostermorgen. Eine ruhige Geschichte am Abend kann das Einschlafen leichter machen4.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 17 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Ostergeschichte für Kinder: Häsin Wippel sitzt neben einem weißen Ei in einem Moosnest auf der Abendwiese
Alter
2 bis 6 Jahre
Dauer
etwa 4 bis 7 Minuten je Geschichte

Hier findet ihr fünf neue Ostergeschichten für Kinder – jede zum Vorlesen und Anhören. Sie spielen auf der Abendwiese, am Teich, im Osterhasengarten und in einem Kinderzimmer in der Nacht vor Ostern. Die Texte sind für Kinder von etwa zwei bis sechs Jahren gedacht, ruhig erzählt und ohne gruselige Stellen. Je nach Geschichte dauert das Vorlesen vier bis sieben Minuten. Alle fünf enden leise und warm, damit nach der Geschichte noch Zeit zum Kuscheln bleibt.

Alle Geschichten im Überblick

Hier seht ihr alle fünf Geschichten mit Titel, empfohlenem Alter, Thema und Lesezeit auf einen Blick.

Ostergeschichte für Kinder ab 2 Jahren

Für die Kleinsten passt „Häsin Wippel und das rollende Ei“: kurze Sätze, viele Wiederholungen, ein sehr ruhiges Ende. Auch „Ella Ente und der Regen vor Ostern“ lässt sich mit zwei Jahren schon vorlesen, wenn ihr langsam sprecht und die Regentropfen mit den Fingern auf die Bettdecke tippt. Wenn euer Kind nach wenigen Minuten müde wird, ist eine kurze Ostergeschichte für Kinder oft die bessere Wahl – mehr davon gibt es unter Kurze Gute-Nacht-Geschichte.

Ostergeschichte für Kinder ab 3 Jahren

Ab drei Jahren darf eine Geschichte eine kleine Wendung haben: Bei „Käfer Klexi und die bunten Tupfen“ ist Klexi zu klein zum Tragen, bis sie merkt, dass ihre Füße die schönsten Punkte machen. „Willa Wiesel und das weiße Ei“ lebt vom Staunen und passt für Kinder, die schon länger zuhören. Für lange Abende gibt es Lange Gute-Nacht-Geschichte, ruhige Texte über das Miteinander sammelt Geschichte über Freundschaft.

Ostergeschichte für Kinder als PDF

Eine fertige PDF-Datei zum Herunterladen gibt es hier nicht. Alle Ostergeschichten für Kinder stehen auf dieser Seite mit Bildern und lassen sich mit der Druckfunktion eures Browsers aufs Papier bringen – praktisch für die Osterferien bei den Großeltern. Zum Malen danach passen die Ausmalbilder Ostern zum Ausdrucken.

Häsin Wippel und das rollende Ei

Hörfassung · 4 Min.
Häsin Wippel und das rollende Ei
0:004:17
MP3 herunterladen (2,5 MB)

Es ist Abend. Die Sonne geht schlafen. Häsin Wippel wacht auf. Sie streckt die Ohren. Erst das linke Ohr. Dann das rechte Ohr.

Dann hoppelt sie aus ihrem Bau. Draußen ist die Wiese still. Nur der Wind raschelt im Gras. Neben dem Holunderbusch liegt etwas Rundes. Etwas Weißes.

„Ein Ei“, flüstert Wippel. „Ein Ei im Gras.“ Sie stupst es mit der Nase an. Da rollt das Ei los.

Wippel hoppelt hinterher. Das Ei rollt. Wippel hoppelt. Das Ei rollt und rollt. Über den Klee. An der alten Bank vorbei. Am Teich entlang.

Dann bleibt es liegen. Mitten im weichen Moos. Wippel schnauft. „Du bist aber schnell“, sagt sie. Das Ei sagt nichts. Es liegt ganz still.

Wippel schaut sich um. Das Moos ist weich. Weicher als ihr Bau. Weicher als der Klee. Hier soll das Ei bleiben.

Sie gräbt mit den Pfoten. Sie sammelt trockenes Gras. Sie schiebt Moos zusammen. Rundherum wird es kuschelig.

Eine Schnecke kriecht vorbei. „Was baust du?“, fragt sie langsam. „Ein Nest“, sagt Wippel. „Für das Ei.“

„Ein Nest?“, murmelt die Schnecke. „Ein Nest für ein Ei. Das ist schön.“ Dann kriecht sie weiter.

Ein Glühwürmchen fliegt vorbei. „Was baust du?“, fragt es leise. „Ein Nest“, sagt Wippel. „Für das Ei.“

„Ein Nest?“, glitzert das Glühwürmchen. „Ein Nest für ein Ei. Das ist schön.“ Dann fliegt es weiter.

Eine Maus huscht vorbei. „Was baust du?“, fragt sie schnell. „Ein Nest“, sagt Wippel. „Für das Ei.“

„Ein Nest?“, piepst die Maus. „Ein Nest für ein Ei. Das ist schön.“ Dann huscht sie weiter.

Wippel holt noch ein Blatt. Ein großes Blatt vom Holunder. Sie legt es über das Ei. „Damit dir warm ist“, sagt sie.

Dann legt sie das Ei in die Mitte. Sie stupst es noch einmal an. Ganz vorsichtig. Das Ei rollt nicht mehr.

Der Mond kommt hoch. Er leuchtet auf die Wiese. Er leuchtet auf das Moos. Er leuchtet auf das Blatt.

Wippel setzt sich neben das Nest. Sie ist müde. Ihre Ohren werden schwer. Erst das linke Ohr. Dann das rechte Ohr.

„Gute Nacht, Moos“, flüstert sie. „Gute Nacht, Wiese. Gute Nacht, Ei.“

Morgen ist Ostern. Morgen suchen die Kinder die bunten Eier. Aber dieses Ei bleibt hier. Bei Wippel. Im weichen Moos.

Das Gras raschelt leise. Der Wind streicht über die Wiese. Und Wippel schläft ein. Neben dem Ei. Mitten im weichen Moos.

  • Ein weißes Ei rollt über die Kleewiese, Häsin Wippel hoppelt hinterher – Illustration zur Ostergeschichte ab 2 Jahren

    Häsin Wippel und das rollende Ei

    Alter: ab 2 Jahren

    Kurze Sätze und viele Wiederholungen: Häsin Wippel findet am Abend ein Ei und baut ihm ein weiches Nest.
Diese Geschichte mit dem Namen eures KindesDie Gute-Nacht-Geschichte, in der euer Kind selbst die Hauptrolle spielt – mit ruhigem Tempo und leiser Musik.Jetzt Geschichte gestalten

Ella Ente und der Regen vor Ostern

Hörfassung · 4 Min.
Ella Ente und der Regen vor Ostern
0:004:02
MP3 herunterladen (2,3 MB)

Es regnet. Leise tropft das Wasser von den Blättern. Ella Ente sitzt im Schilf und schaut zu. Sie mag Regen. Regen macht den Teich rund und weich.

Heute ist aber der Tag vor Ostern. Morgen früh suchen die Kinder ihre Eier. Die Ostereier liegen schon in den Nestern.

Ella schaut über den Teich. Am Ufer steht ein Nest aus Moos. Darin liegen fünf bunte Eier. Der Regen fällt darauf.

„Ohje“, sagt Ella. „Die Farben werden ganz nass.“ Sie paddelt zum Ufer.

Dort sitzt Frosch Frerk. Er hat einen Regentropfen auf der Nase. „Was ist los, Ella?“, fragt er.

„Die Eier werden nass“, sagt Ella. „Wir brauchen ein Dach.“ – „Ein Dach? Aus was?“, fragt Frerk.

Ella hat eine Idee. Sie holt ein großes Blatt. Es ist so groß wie ein Regenschirm.

Frerk holt Grashalme. Die Libelle Lotte holt einen Zweig. Gemeinsam tragen sie alles zum Nest.

Ella legt das Blatt über das Nest. Frerk bindet das Blatt mit Grashalmen fest. Lotte hält den Zweig gerade.

Der Wind kommt. Er zupft am Blatt. „Halt!“, ruft Ella. Da setzt sich Frerk auf das Blatt. Er ist schwer wie ein kleiner Stein.

Der Regen tropft auf das Blatt. Tropf. Tropf. Tropf. Unter dem Blatt bleibt es trocken. Die Eier glänzen.

„Die roten Punkte sind noch da“, freut sich Ella. „Und die blauen Streifen auch“, freut sich Frerk.

Lotte fliegt einen Kreis. „Es hört auf!“, ruft sie. „Der Regen hört auf!“

Und wirklich: Der Himmel wird hell. Die Wolken ziehen weiter. Die Sonne kommt hinter dem Teich hervor.

Ella schüttelt das Wasser aus den Federn. Frerk hüpft ins Gras. Lotte putzt ihre Flügel.

Das Blatt bleibt über dem Nest. Wie ein kleines Dach aus Grün. Darunter liegen fünf trockene, bunte Eier.

Am Nachmittag hoppelt der Osterhase über die Wiese. Er bleibt vor dem Nest stehen. „Ein Dach?“, staunt er. „So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen.“

Ella wird ein bisschen verlegen. Frerk quakt leise. Lotte fliegt eine Schleife durch die Luft.

„Danke, ihr drei“, sagt der Osterhase. „Morgen früh werden die Kinder staunen.“ Dann hoppelt er weiter in den Wald.

Am Abend ist Ella müde. Sie schwimmt langsam zum Schilf. Sie schaut noch einmal zum Nest. Alles ist ruhig. Alles ist trocken.

„Gute Nacht, Eier“, flüstert sie. „Gute Nacht, Teich.“ Dann steckt sie den Kopf unter den Flügel und schläft ein.

  • Ente Ella und Frosch Frerk bauen aus einem großen Blatt ein Dach über ein Osternest am Teich

    Ella Ente und der Regen vor Ostern

    Alter: ab 3 Jahren

    Ein Regentag vor Ostern: Ella Ente und ihre Freunde bauen den Ostereiern ein Dach aus Blättern.

Käfer Klexi und die bunten Tupfen

Hörfassung · 4 Min.
Käfer Klexi und die bunten Tupfen
0:004:18
MP3 herunterladen (2,5 MB)

Auf der Osterwiese ist viel zu tun. Der Osterhase trägt Eier. Die Henne Alma legt neue Eier. Der Igel räumt Zweige weg. Alle haben eine Aufgabe. Nur Käfer Klexi nicht.

Klexi ist winzig. So groß wie ein Krümel. Sie sitzt bei den Farbtöpfen und schaut zu.

„Kann ich helfen?“, fragt Klexi. „Aber sicher“, sagt der Osterhase. „Trag bitte ein Ei zum Trocknen.“

Klexi schiebt. Klexi drückt. Klexi stemmt. Das Ei bleibt stehen. Es ist viel zu schwer.

„Dann male ich“, sagt Klexi. Sie klettert auf ein Ei. Aber sie hat keine Hände und keinen Pinsel.

Der Osterhase lacht. „Kein Pinsel?“, fragt er. „Klexi, du bist doch selbst einer.“

Klexi schaut auf ihre Füße. Sie sind rund und klein. Und sie stehen in einer Pfütze mit grüner Farbe.

Klexi läuft über das Ei. Tipp, tipp, tipp. Wo sie hintritt, bleibt ein grüner Punkt.

Sie läuft weiter. Tipp, tipp, tipp. Jetzt hat das Ei lauter grüne Punkte.

„Das sieht schön aus!“, ruft Henne Alma. „Mach noch mehr!“, ruft der Igel.

Klexi taucht ihre Füße in rote Farbe. Dann in gelbe. Dann in blaue.

Plötzlich rutscht sie aus. Sie plumpst in den gelben Topf. Als sie herauskrabbelt, ist sie von oben bis unten gelb.

Der Osterhase lacht so sehr, dass ihm die Ohren wackeln. Klexi lacht mit. Dann läuft sie los.

Tipp, tipp, tipp. Das Ei bekommt rote Punkte. Tipp, tipp, tipp. Jetzt gelbe Punkte. Tipp, tipp, tipp. Zum Schluss blaue.

„Ein Tupfen-Ei!“, ruft der Osterhase. „So eins hatten wir noch nie.“

Klexi ist stolz. Sie läuft den ganzen Nachmittag über die Eier. Sie macht viele, viele Punkte. Zehn Eier werden bunt. Zwanzig. Klexi zählt nicht mehr.

Die Eier liegen in einer Reihe und glitzern in der Sonne. Jedes hat eine andere Farbe. Jedes hat andere Tupfen.

Am Abend sitzt sie auf einem Grashalm. Ihre Füße sind grün, rot, gelb und blau. „Ich bin der kleinste Maler der Wiese“, sagt sie.

Der Osterhase stellt einen kleinen Napf mit Wasser neben sie. „Für deine Füße“, sagt er.

Klexi plantscht. Das Wasser wird grün, rot, gelb und blau. Dann klettert sie in eine Mohnblume. Die Blume ist rot und weich. Sie ist Klexis Bett.

„Weißt du was?“, sagt der Osterhase. „Die schönsten Eier machen wir nächstes Jahr wieder zusammen.“ Klexi nickt. Das gefällt ihr.

„Gute Nacht, Farben“, flüstert Klexi. „Gute Nacht, Wiese.“ Draußen wird es still. Und Klexi schläft ein.

  • Käfer Klexi läuft mit bunten Füßen über ein Osterei und hinterlässt grüne, rote und gelbe Tupfen

    Käfer Klexi und die bunten Tupfen

    Alter: ab 3 Jahren

    Käfer Klexi ist zu klein zum Tragen, aber ihre Füße machen die schönsten Tupfen auf die Ostereier.

Willa Wiesel und das weiße Ei

Hörfassung · 4 Min.
Willa Wiesel und das weiße Ei
0:004:10
MP3 herunterladen (2,4 MB)

Willa Wiesel wohnt in einer alten Steinmauer. Hinter der Mauer liegt der Osterhasengarten. Dort ist es immer still und immer ein bisschen grün.

Am Abend vor Ostern sitzt Willa auf der Mauer. Sie schaut auf die Wiese. Der Osterhase hat die Eier schon versteckt. Bunte Punkte, grüne Streifen, gelbe Wellen.

Da sieht Willa etwas. Neben dem Stein liegt ein Ei. Es ist weiß. Kein Punkt. Kein Streifen. Keine Welle.

„Ohje“, sagt Willa. „Das Ei wurde vergessen.“ Sie nimmt es in die Pfoten. Es ist warm.

Willa kennt die Farbtöpfe. Sie weiß, wo die roten Beeren wachsen. Sie könnte das Ei anmalen.

Sie holt eine Beere. Sie setzt sich hin. Da hört sie etwas. Tick. Tick. Es kommt aus dem Ei.

Willa hält still. Tick. Tick. Ganz leise. So leise wie ein Krümel, der auf ein Blatt fällt.

Plötzlich ist Willa klar: Dieses Ei ist nicht vergessen. In diesem Ei schläft jemand.

Der Osterhase hoppelt vorbei. Willa zeigt ihm das Ei. Der Osterhase lächelt. „Dieses Ei wirst du nicht im Gras finden“, sagt er. „Dieses Ei möchte noch ein bisschen schlafen.“

„Aber ich wollte es doch anmalen“, murmelt Willa. Sie schaut auf die rote Beere in ihrer Pfote.

„Und was wird aus Ostern?“, fragt sie. „Ostern kommt trotzdem“, sagt der Osterhase. „Jedes Jahr. Dieses Ei bekommt kein Muster. Es bekommt eine Freundin.“

Willa nickt. Das versteht sie gut. Sie ist auch oft müde.

Sie trägt das Ei in die Steinmauer. Dort ist es warm. Dort ist es trocken. Dort pfeift der Wind nicht.

Willa sucht trockenes Gras. Sie sucht weiches Moos. Sie baut ein kleines Lager. Rundherum wird es kuschelig.

Das Ei liegt in der Mitte. Tick. Tick. Tick. Willa liegt daneben.

„Ich bleibe bei dir“, flüstert sie. „Ich bin da, wenn du aufwachst.“

Später kommt die Maus Milla vorbei. „Was machst du da?“, fragt sie. „Ich passe auf“, sagt Willa. „Auf ein Ei.“ Milla schaut lange auf das weiße Ei. Dann nickt sie und huscht weiter.

Die rote Beere legt Willa neben das Lager. Als kleines Geschenk.

Draußen wird die Wiese still. Der Mond kommt über die Steinmauer. Er leuchtet auf Willas Schwanzspitze.

Willa denkt an den Morgen. Dann scheint die Sonne in die Mauer. Dann wackelt das Ei vielleicht. Dann ist Willa die Erste, die es sieht. Bei dem Gedanken wird ihr warm.

Willa hört noch ein letztes Tick. Dann wird ihr Atem langsam. Tick. Dann schläft sie ein.

  • Wiesel Willa liegt neben einem weißen Ei in einer warmen Steinmauer im Mondlicht

    Willa Wiesel und das weiße Ei

    Alter: ab 4 Jahren

    Wiesel Willa will ein weißes Ei anmalen – bis sie hört, dass darin jemand schläft.

Luis und das Hoppeln in der Nacht

Hörfassung · 4 Min.
Luis und das Hoppeln in der Nacht
0:004:06
MP3 herunterladen (2,4 MB)

Luis liegt in seinem Bett. Es ist dunkel im Zimmer. Nur ein Streifen Mondlicht liegt auf seiner Decke.

Luis kann nicht schlafen. Morgen ist Ostern. Morgen werden die Eier gesucht. Morgen ist der schönste Tag im Frühling.

Er dreht sich nach links. Er dreht sich nach rechts. Er zählt bis zwanzig. Er ist noch wach.

Da hört er etwas. Draußen im Garten. Ein leises Geräusch. Hippel, hoppel. Hippel, hoppel.

Luis setzt sich auf. Er schiebt die Gardine ein winziges Stück zur Seite. Ganz langsam.

Draußen im Garten ist etwas unterwegs. Etwas Rundes. Etwas Weiches. Es hat zwei lange Ohren.

Luis hält den Atem an. Sein Herz klopft. Aber nicht vor Angst. Vor Staunen.

Er möchte rufen: „Papa, komm schnell!“ Aber er ruft nicht. Er will den Osterhasen nicht erschrecken.

Der Mond steht über dem Apfelbaum. Die Blüten leuchten weiß. Der Wind ist kaum zu hören.

Da ist er. Der Osterhase. Er hoppelt über die Wiese. Er trägt einen Korb. Im Korb klappern bunte Eier.

Der Osterhase bleibt unter dem Apfelbaum stehen. Er schaut nach links. Er schaut nach rechts. Dann legt er ein Ei ins Gras.

Dann noch eins. Dann noch eins. Luis zählt mit. Eins, zwei, drei, vier, fünf.

Manche Eier liegen im Gras. Manche unter dem Busch. Manche in einem Nest aus Moos, das Luis noch nie gesehen hat.

Sein Korb ist voll. Er hoppelt zum letzten Nest. Dort bleibt er stehen und wackelt mit der Nase.

„Fertig“, scheint er zu sagen. „Fertig für morgen.“

Plötzlich knarrt das Fenster. Ganz leise. Aber der Osterhase hat feine Ohren. Er dreht sich um.

Luis sitzt ganz still. Er bewegt sich nicht. Er atmet langsam. Der Osterhase schaut zum Fenster. Luis schaut zurück.

Dann nickt der Osterhase. Ein kleines Nicken. Als wollte er sagen: „Schlaf weiter, ich bin gleich fertig.“

Luis lässt die Gardine zurückfallen. Er legt sich hin. Er zieht die Decke bis zum Kinn.

Draußen hoppelt der Osterhase weiter. Hippel, hoppel. Hippel, hoppel. Es wird immer leiser. Es klingt wie ein Lied.

Luis schließt die Augen. Er denkt an morgen. Er denkt an bunte Eier. Er denkt an den Osterhasen, der genickt hat.

Am Morgen wird die Sonne ins Zimmer scheinen. Auf dem Fensterbrett wird ein Ei liegen. Ein blaues mit weißen Punkten.

Aber jetzt ist es Nacht. Die Wiese ist still. Und Luis schläft endlich ein.

  • Blick aus dem Kinderzimmerfenster: Der Osterhase hoppelt mit einem Korb voller bunter Eier über die Wiese

    Luis und das Hoppeln in der Nacht

    Alter: ab 5 Jahren

    Der Abend vor Ostern: Luis kann nicht schlafen und sieht dem Osterhasen im Garten zu.

Vorlese-Tipps

  • Langsam lesen: Eine Spur langsamer als sonst und nach jedem Absatz eine kleine Pause – so kommt die Abendstimmung an.
  • Stimmen geben: Der Osterhase darf ruhig hoppelig klingen, die Vögel fröhlich zwitschern6.
  • Mitfragen: Fragt zwischendurch, wo das Ei wohl versteckt sein könnte6 – so bleibt euer Kind bei der Geschichte.
  • Als Ritual: Vorlesen am Abend kann ein fester Teil eurer Osterzeit werden, auf den sich Kinder jedes Jahr freuen5.
  • Vor der Eiersuche: Viele Familien lesen die Geschichte vorher als Einstimmung aufs Suchen6.
  • Behutsam erzählen: Wer die biblische Ostergeschichte für Kinder erzählt, bleibt am besten bei einer altersgerechten Kinderbibel und erzählt immer mit dem Ausblick auf Ostern; realistische Kreuzigungsbilder können Kinder erschrecken1.
  • Weiterlesen: Mehr für jeden Abend gibt es in der Sammlung Gute-Nacht-Geschichten für Kinder von 2 bis 6 Jahren; Ideen für die Feiertage sammelt Osterhase mit Kindern feiern.
Diese Geschichte mit dem Namen eures KindesDie Gute-Nacht-Geschichte, in der euer Kind selbst die Hauptrolle spielt – mit ruhigem Tempo und leiser Musik.Jetzt Geschichte gestalten

Häufige Fragen

Wo steht die Ostergeschichte?
Die biblischen Erzählungen von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu stehen in den Evangelien, und fast alle Kinderbibeln enthalten sie1. Auf dieser Seite findet ihr unsere fünf Ostergeschichten in der Übersicht weiter oben. Wer die biblische Geschichte mit Kindern lesen möchte, greift am besten zu einer altersgerechten Kinderbibel1.
Wie geht die Ostergeschichte?
Die biblischen Erzählungen berichten, dass Gott Jesus auferweckt hat: Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern das neue Leben1. Am Ostermorgen kommen die Frauen ans Grab, um den Leichnam Jesu nach damaligem Brauch mit Duftöl zu salben1. Beim Osterfest wird die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gefeiert3.
Wie ist die Ostergeschichte?
Für Kinder ist die Ostergeschichte kein einfacher Stoff: Sie erzählt von ungerechtem Leiden, aber auch davon, dass Gott Jesus auferweckt hat1. Erzählt sie deshalb ruhig und immer mit dem Ausblick auf Ostern – Karfreitag ist nicht das Ende1. Realistische Kreuzigungsdarstellungen können Kinder erschrecken; sanfte Bilder in einer altersgerechten Kinderbibel passen besser1.
Was ist Ostern?
Beim Osterfest wird die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gefeiert, der Sinn des Festes liegt in der christlichen Tradition3. Für Kinder machen die Bräuche das Fest besonders spannend: Eier bemalen, verstecken und suchen gehören dazu, und Ostern wird auch in Familien gefeiert, die nicht christlich sind2. Ostergeschichten helfen Kindern, die Bedeutung des Festes zu verstehen5.

Quellen

  1. Farbenspiel: Die Passions- und Ostergeschichte mit Gegenständen erzählen · abgerufen am 11.10.2026
  2. Frühling und Ostern mit Kindern · Stand 25.03.2026
  3. Ostern Unterrichtsmaterial 2027: Arbeitsblätter zu Ostern für Grundschule & Sekundarstufe · Stand 06.10.2026
  4. Ostergeschichten für Kinder · Stand 11.03.2026
  5. Ostergeschichten für Kinder zum Vorlesen · Stand 13.08.2026
  6. Ostergeschichten für Kinder · abgerufen am 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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