MAM-Schnuller: Was Eltern wissen sollten
Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung.

MAM-Schnuller: Was die Marke ausmacht
MAM lässt seine Schnuller nach eigenen Angaben in enger Zusammenarbeit mit Designern und Zahnärzten entwickeln1. Das Sortiment umfasst mehrere Größen für unterschiedliche Babyalter; Farben und Motive sind auf das Alter abgestimmt1. Sauger gibt es in einer Silikon- und in einer Latexausführung1.
Zum Aufbau gehören abgerundete Schildränder, große Luftlöcher und ein hautschonender Sitz1. Die Silikonvariante heißt SkinSoft und soll sich sanft anfühlen und rutschfest im Mund liegen1. Einige Modelle leuchten im Dunkeln, was das Suchen im Bettchen erleichtert1. MAMs Schnuller sollen maximalen Komfort für jedes Babyalter bieten1.
Nach Herstellerangaben sind die Sauger anatomisch richtig für die Kieferentwicklung geformt1. Was beim Saugen im Mund passiert und warum das Lutschbedürfnis so stark ist, erklärt der Überblick Schnuller: Was Eltern wissen sollten.
MAM-Schnuller für 0 bis 2 Monate
Die kleinsten MAM Schnuller sind für Babys bis zwei Monate gedacht und besonders klein und leicht1.
Saugen ist ein angeborener Reflex: Es ermöglicht dem Baby, Milch aufzunehmen, und formt zugleich den Kiefer, weshalb es in einer frühen Phase für die Gebissentwicklung wichtig ist3. Haben Babys über das Stillen hinaus ein Lutschbedürfnis, ist ein Schnuller besser geeignet als der Daumen. Ein dauerhaft gelutschter Daumen drückt den Oberkiefer nach vorn und den Unterkiefer nach hinten und kann so einen lutschoffenen Biss begünstigen3.
Zugleich kann ein Schnuller eine Saugverwirrung auslösen und die Stillbeziehung gefährden; auch die Milchmenge kann sinken, wenn die Brust seltener durch das Saugen des Babys stimuliert wird3. Wenn ihr stillt, stimmt ihr den Zeitpunkt für den ersten Sauger am besten mit eurer Hebamme ab.
MAM-Schnuller für 0 bis 6 Monate
In den ersten sechs Lebensmonaten ist das Saugbedürfnis besonders ausgeprägt. Ein gut sitzender Schnuller kann Babys helfen, sich zu beruhigen und besser einzuschlafen2. Nicht jedes Baby akzeptiert jedoch jeden Schnuller – oft braucht es mehrere Versuche, bis das passende Modell gefunden ist2.

Für diese Altersgruppe gibt es bei MAM mehrere Reihen; Original und Perfect sind für Babys von 0 bis 6 Monaten erhältlich2. Welche Form ankommt, ist von Kind zu Kind verschieden: Manche Babys mögen einen festeren Sauger, andere einen besonders weichen2.
Um dem Wachstum der Mundhöhle gerecht zu werden, bieten die meisten Hersteller ihre Mundteile in verschiedenen Größen an3. Startet deshalb mit einem einzelnen Modell in der passenden Größe und legt erst nach, wenn euer Baby den Schnuller gut annimmt.
MAM Perfect Schnuller: Was ihn ausmacht
Der MAM Perfect richtet sich an Eltern, die eine besonders flache Form wünschen. Sein Saugerhals ist dünn und kiefergerecht geformt, die Luftlöcher im Schild sind extra groß2. Nach Herstellerangabe ist sein Saugerhals im Durchschnitt zwischen 32 und 83 Prozent dünner und 1,1- bis 19,5-mal flexibler als bei normalen Silikonschnullern1.
Die Reihe wurde nach Herstellerangaben entwickelt, um das Risiko von Zahnfehlstellungen zu reduzieren, und wird von Zahnärzten und Kieferorthopäden empfohlen1.
Für die Nacht gibt es den MAM Perfect Night, der im Dunkeln leuchtet, sodass ihr ihn im Bettchen schneller findet1, 2. Tagsüber wirkt der Leuchtknopf etwas größer als bei den klassischen Designs2.
Praktisch ist es, den Schnuller gezielt zum Beruhigen und Einschlafen anzubieten, statt ihn dauerhaft im Mund zu lassen. So bleibt der Sauger ein Helfer für bestimmte Situationen.
MAM Original und MAM Supreme: Die Unterschiede
Zum Einstieg gibt es den MAM Original und den MAM Perfect Start; der Original ist der Klassiker mit symmetrischem Sauger und in vielen Farben erhältlich2. Ein festerer Sauger wird manchmal von Stillkindern abgelehnt2.
Der MAM Supreme Schnuller ist die besonders leichte Variante: Sein Schild ist ultraleicht, der Sauger noch dünner und weicher als beim Perfect2. Damit ist er eine Option für Babys mit empfindlicher Haut und für Kinder, die einen sehr weichen Sauger mögen2. Die Night-Variante ist nach Angaben des Vergleichsberichts 60 Prozent leichter als Standardschnuller2. Für kräftig saugende Babys kann ein sehr weicher Sauger allerdings zu weich sein2.
Wenn ihr zusätzlich eine andere Marke ansehen möchtet: Der Ratgeber BIBS-Schnuller beschäftigt sich mit einer weiteren Marke.
Silikon oder Latex: Was besser zu eurem Baby passt
Silikon ist das pflegeleichtere Material: Es hält länger als Latex-Varianten und lässt sich leicht reinigen2.
Latex wird aus Naturkautschuk gewonnen. Nach Herstellerangaben wird die Latexmilch unter ökologischen Bedingungen angebaut und geerntet und frisch vor Ort verarbeitet1. Viele Babys mögen die weiche, natürliche Haptik, weil sich der Sauger flexibel an den Gaumen anpasst2. Allerdings hat Naturkautschuk einen leicht süßlichen Eigengeruch, verfärbt sich schneller und nimmt Gerüche an; in seltenen Fällen kann Latex außerdem Allergien auslösen2.
Für empfindliche Haut ist ein besonders weicher Sauger angenehmer2. Saugt euer Baby sehr kräftig, passt eine festere Silikonvariante oft besser. Am Ende entscheidet euer Kind: Viele Babys bevorzugen die Weichheit von Latex, für andere ist der typische Geruch nichts2.
Hygiene: Reinigen und Sterilisieren
Vor dem ersten Gebrauch sterilisiert ihr den Schnuller fünf Minuten in kochendem Wasser. Viele Modelle haben eine integrierte Sterilisierbox: Box mit Wasser füllen und drei Minuten bei 750 bis 1000 Watt in die Mikrowelle stellen2. Im Alltag reicht es, den Sauger täglich mit heißem Wasser und etwas Spülmittel zu reinigen2.
Nicht ablutschen: Über den Speichel können kariesauslösende Mundbakterien auf das Baby übertragen werden2, 3. Taucht den Schnuller außerdem nicht in Honig oder Zucker. Süße Substanzen programmieren die Lust auf Süßes und können die Milchzähne früh schädigen; Honig kann im ersten Lebensjahr lebensbedrohliche Infektionen mit Clostridien auslösen3.
Silikon- und Latexsauger altern unterschiedlich schnell: Naturkautschuk wird schneller porös und klebrig, deshalb tauscht ihr Latexmodelle häufiger aus2. Prüft vor jedem Gebrauch, ob der Sauger Risse, klebrige Stellen oder Verfärbungen zeigt – dann ersetzt ihr ihn sofort2.
Zum Thema Schadstoffe: In Deutschland wurde Bisphenol A zum 1. März 2011 im Zusammenhang mit Babyflaschen verboten. In Österreich ist die Produktion von Schnullern mit diesem Stoff seit einer Verordnung vom 6. Oktober 2011 verboten; seither gibt es Schnuller ohne Bisphenol A3.
Schnuller und Zähne: Was Eltern wissen sollten
Ganz ohne Einfluss bleibt ein Schnuller nicht. Auch gut geformte Sauger können die natürliche Gebissentwicklung stören: Die durchbrechenden Zähne drücken den Sauger zusammen, der sich mit seinem luftgefüllten Ballon wieder Platz verschafft und die Zähnchen zurückdrückt, sodass ein Überbiss entstehen kann. Auch der Kiefer selbst kann dadurch in eine falsche Position gedrückt werden3.
Zu langes Schnullertragen kann die Kiefergeometrie verformen und Fehlstellungen des Gebisses, Zungenfehlstellungen und daraus folgende Sprachfehler begünstigen. Die fortdauernde Mundatmung erhöht zusätzlich das Risiko für Karies und Erkältungskrankheiten3.
Der Saugreflex sollte nicht über die von der Natur vorgesehene Zeit hinaus verlängert werden. Wenn die ersten Milchzähne durchbrechen, löst der Kaureflex ihn ab; mit der Umstellung auf festere Nahrung ist ein guter Zeitpunkt gekommen, den Schnuller schrittweise abzugewöhnen – ungefähr um den ersten Geburtstag herum. Als Ersatz kann ein Beißring dienen, der auch das Zahnen erleichtert3.
Empfohlen wird, das Kind möglichst nach dem ersten Lebensjahr, spätestens nach Vollendung des zweiten Lebensjahres über einen Zeitraum von etwa drei Wochen zu entwöhnen3. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen gehören dazu2.
Praxis-Tipps: MAM-Schnuller im Familienalltag
- Testet zuerst ein einzelnes Modell in der passenden Größe. Erst wenn euer Baby den Sauger annimmt, lohnt sich ein größerer Vorrat.
- Wählt für die ersten Wochen einen besonders kleinen, leichten Sauger und wechselt später auf ein Modell für 0 bis 6 Monate1, 2.
- Wenn ihr stillt, klärt den Zeitpunkt mit eurer Hebamme und wartet möglichst, bis sich das Stillen eingespielt hat2.
- Für die Nacht sind Modelle mit Leuchtknopf praktisch, weil ihr den Schnuller im Bettchen schneller findet1, 2.
- Bietet den Schnuller gezielt zum Beruhigen und Einschlafen an, statt ihn durchgehend im Mund zu lassen.
- Probiert verschiedene Tageszeiten aus und reicht den Sauger nicht nur beim Weinen2.
- Legt einen Ersatzschnuller in die Wickeltasche und befestigt den Sauger zu Hause an einer Schnullerkette mit Namen, damit er nicht verloren geht.
- Plant die Entwöhnung rechtzeitig: möglichst nach dem ersten Lebensjahr, spätestens nach dem zweiten, mit etwa drei Wochen Vorlauf3.
Häufige Fragen
Welcher MAM Schnuller ist der beste?
Ab wann kann ich meinem Neugeborenen einen MAM Schnuller geben?
Was ist der Unterschied zwischen MAM Perfect, Original und Supreme?
Wie oft muss ich MAM Schnuller wechseln?
Können MAM Schnuller Zahnfehlstellungen verursachen?
Quellen
- Schnuller von MAM Baby: Mit Zahnärzten entwickelt · abgerufen am 11.10.2026
- Die 15 besten Mam Schnuller 0-6 2026 · Stand 11.09.2026
- Schnuller · abgerufen am 11.10.2026
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