Weihnachtsgeschichte für Kinder: Geschichten zum Vorlesen und Anhören

- Alter
- 2 bis 6 Jahre
- Dauer
- 4 bis 8 Minuten je Geschichte
Eine Weihnachtsgeschichte für Kinder passt in den Advent wie Plätzchenduft und Kerzenlicht. Inmitten der oft hektischen Vorbereitungen schafft das gemeinsame Vorlesen eine ruhige, besinnliche Zeit1 – als Gute-Nacht-Geschichte für Weihnachten umso mehr. Die fünf Geschichten hier sind für Kinder von 2 bis 6 Jahren geschrieben, dauern je etwa 4 bis 8 Minuten und lassen sich vorlesen oder als Hörfassung anhören. Sie spielen im Schnee, in einer warmen Küche und im Winterwald und enden jedes Mal ruhig und warm.
Alle Weihnachtsgeschichten für Kinder im Überblick
Von der Plätzchenküche bis zum verschneiten Winterwald: Jede Geschichte ist eine Weihnachtsgeschichte für Kinder zum Vorlesen – und jede gibt es zusätzlich als Hörfassung. Die Auswahl ist nach Alter und Lesezeit sortiert, damit ihr abends schnell die passende findet.
Noch mehr Geschichten für jeden Abend findet ihr unter Gute-Nacht-Geschichten für Kinder von 2 bis 6 Jahren.
Weihnachtsgeschichte für Kinder als PDF
Ein festes PDF zum Herunterladen gibt es hier nicht: Die Geschichten stehen direkt auf der Seite und lassen sich jederzeit online lesen oder anhören. Wer eine Papierfassung möchte, öffnet die Seite am Rechner und wählt im Browser die Druckfunktion – gedruckt wird dann genau die Geschichte, die gerade aufgerufen ist.
Für Kita und Morgenkreis reicht meist ein Exemplar für die ganze Vorleserunde.
Die Weihnachtsgeschichte für Kinder zum Ausdrucken
Damit sich die Geschichten gut lesen lassen, hilft eine größere, klare Schrift, sodass Kinder beim Mitlesen die Wörter erkennen können. Ein Hefter oder eine Mappe hält die Blätter zusammen und schützt sie vor Knicken.
Wer mag, malt zu jeder Geschichte ein eigenes Bild auf die Rückseite. So wird aus dem Vorlesen eine Weihnachtsgeschichte zum Mitmachen für Kinder, bei der alle malen, raten und erzählen dürfen.
Die Weihnachtsgeschichte für Kinder kurz
Für jüngere Kinder sind kurze Geschichten ideal: Sie dauern meist 5 bis 10 Minuten, haben überschaubare Handlungen und wiederholen gern einzelne Sätze1. Eine Weihnachtsgeschichte für Kinder ab 2 Jahren sollte deshalb lieber knapp sein als ausführlich, damit die Aufmerksamkeit bis zum Schluss bleibt.
Noch kürzere Geschichten für zwischendurch findet ihr unter Kurze Gute-Nacht-Geschichte. Für die Allerkleinsten gibt es außerdem Gute-Nacht-Geschichte für Babys.
Theo und der Schneemann mit den kalten Füßen
Theo steht am Küchenfenster und schaut in den Garten. Seit dem Mittag steht dort sein Schneemann: mit Möhrennase, zwei schwarzen Knöpfen als Augen und Papas altem Gartentopf als Hut. Papa hat gelacht und gesagt, das sei der schönste Schneemann der ganzen Straße.
Jetzt wird es dunkel, und der Schnee glitzert wie Zucker. „Gute Nacht, Herr Schneemann“, flüstert Theo gegen die Scheibe. Der Schneemann sagt nichts. Schneemänner sagen nie etwas, wenn jemand hinschaut.
In dieser Nacht wacht Theo auf, weil es an der Terrassentür klopft. Tipp. Tapp. Tipp-tapp. Er steigt aus dem Bett, schiebt den Vorhang zur Seite und reibt sich die Augen, weil er nicht sicher ist, ob er noch träumt.
Draußen steht sein Schneemann und winkt. „Entschuldige, dass ich so spät komme“, brummt er mit einer Stimme wie frisch gefallener Schnee. „Aber mir sind die Füße so kalt. Alle haben Stiefel, Socken und Schals. Nur ich stehe hier barfuß im Garten.“
Theo denkt nach. Einem Schneemann mit kalten Füßen hat er noch nie geholfen. „Warte hier“, sagt er. Er läuft ins Bad zum Wäscheständer, auf dem die Wäsche über der Heizung trocknet, und sucht.
Ganz unten in der Wanne liegen zwei dicke Wollsocken, rot mit weißen Streifen. „Die sind von Oma“, flüstert Theo. „Die wärmen besonders gut, sagt Mama immer.“ Er nimmt sie mit und schiebt die Terrassentür einen Spalt auf.
„Du musst mir die Füße hinhalten“, sagt Theo. Der Schneemann setzt sich in den Schnee und streckt ihm die beiden runden Schneebälle entgegen. Theo zieht ihm die Socken an, erst über den einen, dann über den anderen. Es dauert eine ganze Weile, denn Socken anziehen bei einem sehr, sehr kalten Freund ist gar nicht so einfach. Zweimal rutscht ihm die Socke wieder ab, beim dritten Mal klappt es.
„Oh“, sagt der Schneemann und seufzt zufrieden. „Das tut richtig gut.“ Dann steht er auf und stapft langsam zu seinem Platz zurück, Schritt für Schritt, damit er nicht ausrutscht. Vor der Hecke dreht er sich noch einmal um und nickt Theo zu.
Am nächsten Morgen schaut Theo gleich nach dem Aufwachen aus dem Fenster. Der Schneemann steht auf der Wiese, und an seinen Füßen leuchten die roten Socken. Der Wind hat eine dünne Schicht Schnee darüber gepustet, als hätte jemand Puderzucker darüber gestreut.
„Gern geschehen“, sagt Theo leise. Dann zieht er Mütze, Schal und Jacke an und läuft hinaus, um einen zweiten Schneemann zu bauen – einen mit Stiefeln. Wenn ihr heute Abend aus dem Fenster schaut, tragen eure Schneemänner vielleicht auch schon Socken.

Theo und der Schneemann mit den kalten Füßen
Alter: ab 4 Jahren
Theo schenkt seinem Schneemann Wollsocken, damit er warme Füße hat.
Mia und das Plätzchen auf dem Fensterbrett
Mia backt mit Mama Plätzchen. Der Teig riecht nach Butter und Zimt, und auf dem Blech liegen schon viele kleine Sterne. Mia darf ausstechen und die Sterne vorsichtig auf das Blech legen, einen nach dem anderen. Ihre Schürze ist ganz weiß vom Mehl.
Als alle Plätzchen gebacken und abgekühlt sind, nimmt Mia drei davon und legt sie in eine kleine blaue Schale. „Die sind für das Fensterbrett“, sagt sie. Mama nickt. „Dann bekommt sie bestimmt jemand.“
Am Abend stellt Mia die Schale auf das Fensterbrett in ihrem Zimmer, genau zwischen das kleine Tannenbäumchen und das Windlicht. „Guten Appetit“, flüstert sie. Dann putzt sie die Zähne, kuschelt sich unter die Decke und schläft ein.
Am nächsten Morgen ist die Schale leer. Kein Krümel ist mehr da! Dafür liegt ein kleiner Tannenzapfen auf dem Fensterbrett, braun und glänzend, als hätte ihn jemand vorsichtig hingelegt.
„Oho“, sagt Mia. Sie weiß nicht, wer nachts kommt. Vielleicht eine Maus? Vielleicht ein Wichtel? Sie legt wieder drei Plätzchen in die blaue Schale, flüstert „Guten Appetit“ und schläft ein.
Am nächsten Morgen ist die Schale wieder leer. Dafür liegt eine rote Beere da, rund wie eine kleine Kugel. Mia lacht, hält sie ins Licht und sagt: „Danke.“
Beim Frühstück erzählt Mia Papa von dem Zapfen und der Beere. Papa hört gut zu und sagt: „Dann hast du ja einen guten Gast.“ Mia nickt. „Einen sehr höflichen“, sagt sie.
So geht es jeden Abend im Advent. Mia legt Plätzchen hin, und am Morgen liegt etwas Kleines, Feines auf dem Fensterbrett: ein trockenes Blatt, eine weiche Feder, ein Stück Rinde, ein glatter Kieselstein. Mia sammelt alles in einer alten Keksdose.
Einmal nimmt Mia sich vor, wach zu bleiben. Sie kuschelt sich in die Kissen, lässt die Augen nur einen Spalt offen und lauscht in die dunkle Wohnung. Sie hört den Kühlschrank brummen, ein Auto draußen und irgendwann nur noch ihren eigenen Atem. Als sie am Morgen die Augen aufschlägt, ist es hell, und in der Schale liegt statt der Plätzchen diesmal eine halbe Walnussschale. Mia lacht und legt sie zu den anderen Fundstücken in die Keksdose.
Kurz vor Weihnachten backt Mia noch einmal, diesmal mit Mama und Oma zusammen. Es duftet im ganzen Haus nach Vanille, und Mia darf die Sterne mit Zuckerguss bepinseln. Oma schaut sich dabei die Keksdose an und lacht. „So eine höfliche Gesellschaft“, sagt sie. „Bei uns zu Hause hat sich früher auch immer jemand über die Plätzchen gefreut.“ Zwei besonders schöne Sterne legt Mia abends in die blaue Schale: einen großen und einen kleinen.
Am Morgen ist die Schale leer. Dafür liegt ein winziger goldener Stern darin, so klein wie Mias Fingernagel. Wenn Mia ihn ins Licht hält, glitzert er wie frischer Schnee.
Mia hängt den Stern an die Fensterscheibe, neben ihre gesammelten Schätze. Dann schaut sie hinaus in die dunkle Winternacht und lächelt. „Danke“, sagt sie leise. „Bis nächstes Jahr.“

Mia und das Plätzchen auf dem Fensterbrett
Alter: ab 3 Jahren
Mia legt jeden Abend Plätzchen aufs Fensterbrett und bekommt kleine Geschenke zurück.
Der Wichtel, der nicht schlafen konnte
Hinter dem warmen Ofenrohr im Dachgeschoss wohnt Wichtel Pelle. Tagsüber schläft er in einem alten Wollhandschuh, und nachts, wenn alle im Haus schlafen, schleicht er durch die Zimmer.
In der Adventszeit aber kann Pelle nicht schlafen. Überall duftet es nach Plätzchen, im Wohnzimmer brennt ein Licht nach dem anderen, und Juna übt jeden Abend ein neues Weihnachtslied auf der Flöte. Pelle liegt in seinem Handschuh und ist einfach zu aufgeregt.
„Dann suche ich mir eben einen anderen Platz“, brummt er. Er klettert aus dem Handschuh und wandert los.
Zuerst probiert er es im Wäschekorb. Die Handtücher duften nach Seife, aber sie sind zu fest gestapelt, und Pelle passt nicht zwischen die Lagen. „Zu eng“, sagt er und klettert wieder heraus.
Dann schaut er unter dem Sofa nach. Dort ist es dunkel und kühl, doch als er sich ausstreckt, kitzelt ihn ein Staubkorn an der Nase. Hatschi! Schnell steckt er den Kopf unter der Sofakante hervor.
Im Flur steht ein großer Winterstiefel. Der sieht gemütlich aus, findet Pelle. Er kriecht hinein, und weil er so klein ist, passt er fast bis unten. Aber der Stiefel riecht streng, und ein Kissen fehlt auch. Also macht er sich weiter auf die Suche.
Aus der Küche zieht noch der Geruch von Zimt und warmem Teig herüber. Pelle läuft an der Heizung entlang, wo es mollig warm ist, und bleibt an einem Stapel Zeitungen stehen. Der Stapel ist weich und raschelt bei jeder Bewegung. „Auch nichts“, brummt Pelle, als ihm eine Ecke ins Ohr piekst, und geht weiter.
Auf dem Küchenregal stehen die Tassen. Pelle legt sich zwischen zwei Untertassen. Doch kaum hat er die Augen zu, klappert eine Tasse, dann noch eine, und dann klingt es, als würde das ganze Regal leise singen. „Zu laut“, murmelt Pelle.
Im Kinderzimmer bleibt Pelle vor dem Regal stehen. Dort steht Junas Puppenbett mit einem winzigen Kissen und einer Decke, die nach Waschmittel riecht. Pelle probiert es aus und legt sich hinein. Das Kissen ist weich, doch die Bettdecke ist so glatt, dass er immer wieder zur Seite rutscht. Beim dritten Mal landet er mit dem Kopf auf dem Teppich. „Nein, danke“, murmelt er und schüttelt sich. Puppenbetten sind eindeutig für Puppen gemacht.
Im Wohnzimmer hängt der Adventskranz, und daneben steht der Korb mit den Wollresten. Ganz unten liegt ein gestrickter Fäustling, den Juna vor Wochen verloren hat. Der Fäustling ist grau, weich und genau richtig groß für einen müden Wichtel.
Pelle zieht den Fäustling in die Ecke neben den Korb, rollt sich zusammen und schiebt sich die Zipfelmütze übers Ohr. Draußen fällt leise der Schnee, und im Haus wird es still. Kein Lied, kein Klappern, nur Pelles ruhiger Atem.
„Hier bleibe ich“, murmelt er. Und dann schläft er endlich ein, tief und fest, bis es draußen hell wird.
Seitdem sucht Pelle in der Adventszeit nicht mehr lange. Er kriecht jeden Abend in den grauen Fäustling, kuschelt sich hinein und schläft, während in der Küche noch leise die Tassen klirren.

Der Wichtel, der nicht schlafen konnte
Alter: ab 5 Jahren
Wichtel Pelle sucht im ganzen Haus nach einem ruhigen Schlafplatz.
Tilda Maus und der Stern ganz oben
Tilda Maus wohnt hinter der Fußleiste im Wohnzimmer. Jeden Abend, wenn die Familie schlafen geht, klettert sie hervor und schaut sich die Weihnachtsdeko an. In diesem Jahr steht ein besonders großer Baum im Zimmer.
Ganz oben am Baum hängt ein Stern aus Goldpapier. Er glänzt so hell, dass Tilda ihn sogar aus ihrem Versteck sehen kann. „Den möchte ich mir aus der Nähe ansehen“, sagt sie.
Also stellt sie sich auf die Zehenspitzen. Sie hüpft. Sie reckt die Pfoten so hoch sie kann. Aber der Stern hängt viel zu hoch für eine kleine Maus.
„Ich könnte auf das Sofa klettern“, überlegt Tilda. Das Sofa ist hoch, aber Tilda ist flink. Sie schafft es bis auf die Armlehne. Von dort sieht sie den Stern schon besser, doch immer noch lange nicht gut genug.
Dann versucht sie es mit einem Stapel Bücher. Eins, zwei, drei Bücher übereinander – und plötzlich rutscht der Stapel weg. Tilda purzelt in die Kissen und lacht, weil es gar nicht wehgetan hat.
Sie versucht es noch einmal, diesmal mit dem Poef. Sie klettert hinauf, streckt sich, wackelt – und rutscht wieder hinunter. Der Stern bleibt oben. Tilda seufzt.
Tilda setzt sich auf den Boden und überlegt lange. Der Baum ist hoch, sie ist klein, und ihre Pfoten sind müde vom Klettern. Fast hätte sie aufgegeben. Da raschelt es hinter ihr.
Da kommt Papa Maus dazu. „Was machst du denn da?“ – „Ich will den Stern sehen“, sagt Tilda. „Aber ich bin zu klein.“ Papa Maus lächelt. „Dann helfen wir uns eben.“
Er stellt sich neben sie, und Tilda klettert auf seinen Rücken und dann auf seine Schultern. Ganz langsam, Schritt für Schritt, trägt er sie durch das Zimmer bis zum Baum.
Und da ist der Stern. Aus der Nähe ist er noch schöner: lauter goldene Zacken, ein bisschen schief geklebt, mit einem kleinen Fingerabdruck am Rand. Tilda streckt die Nase vor und schnuppert. Er riecht nach Papier und nach Weihnachten.
„Danke“, flüstert sie. Als Papa Maus sich umdreht, schaut sie am Fenster vorbei – und entdeckt draußen einen zweiten Stern. Der ist viel größer als der am Baum und steht ganz still über den Dächern.
„Den habe ich noch nie gesehen“, sagt Tilda. „Doch“, sagt Papa Maus. „Du musstest nur hoch genug schauen.“ Dann gehen die beiden zurück in ihre Ecke hinter der Fußleiste, kuscheln sich ins weiche Nest und schlafen ein.

Tilda Maus und der Stern ganz oben
Alter: ab 4 Jahren
Tilda möchte den Stern am Weihnachtsbaum sehen und entdeckt einen noch größeren.
Frida Fuchs und das Rotkehlchen im Schnee
Seit dem Morgen schneit es. Frida Fuchs hat ihre Höhle schon vor Tagen mit trockenem Moos und weichen Blättern ausgepolstert. Jetzt kriecht sie hinein, dreht sich dreimal im Kreis und legt die Nase auf die Pfoten.
Draußen pfeift der Wind um die Bäume. Frida mag dieses Geräusch. Sie schließt die Augen und lauscht. In ihrer Höhle ist es so warm, dass sie bald tief und ruhig atmet.
So liegt sie eine Weile und lässt den Schnee draußen tanzen. Die Moospolster federn unter ihr, und der Wind macht aus dem Bau eine kleine, runde Höhle. Frida könnte hier tagelang bleiben.
Da hört sie ein anderes Geräusch. Ein leises Tippeln unten am Eingang. Dann ein Piepen, klein und dünn.
Frida hebt den Kopf. Vor ihrem Bau steht ein Rotkehlchen, die Federn voller Schnee. „Entschuldige“, piept es. „Mein Nest ist im Sturm heruntergefallen, und ich finde keinen warmen Platz.“
Frida zögert. Ihre Höhle ist klein. Wenn zwei darin liegen, wird es eng, und Frida mag es eigentlich gern ruhig und allein. „Hier ist wirklich wenig Platz“, brummt sie.
Das Rotkehlchen nickt und macht sich schon wieder auf den Weg. Da seufzt Frida, schiebt ein Stück Moos zur Seite und sagt: „Na gut. Aber ganz still, ja?“
Das Rotkehlchen huscht hinein, schüttelt den Schnee aus den Federn und setzt sich in die weiche Ecke. Frida rollt sich drumherum und deckt es mit ihrem buschigen Schwanz zu.
Eine Weile liegen sie so da. Draußen heult der Wind, drinnen ist es warm. „Danke“, sagt das Rotkehlchen. „Erzählst du mir etwas?“ Also erzählt Frida von ihrem Sommer im Wald, von den Beeren und vom Bach, der im Sonnenlicht glitzert.
„Wie sieht es denn bei dir aus, im Sommer?“ fragt Frida. Das Rotkehlchen überlegt. „Dann sitze ich auf dem Zaun und singe“, piept es. „Morgens, wenn die Sonne aufgeht, singe ich am lautesten. Die Menschen auf der Straße bleiben stehen und schauen nach oben.“ Frida brummt zufrieden. „Das klingt nach einem guten Sommer.“ Dann schweigen beide, und nur der Schnee fällt leise gegen die Höhlenwand.
Das Rotkehlchen hört zu, bis seine Augen zufallen.
Am Morgen ist der Himmel still. Der Sturm ist weitergezogen, und alles liegt weiß und glatt. Frida steckt die Nase aus der Höhle und blinzelt in die Helligkeit.
Das Rotkehlchen hüpft auf einen Ast und singt drei Töne, so hell, dass Frida ganz warm ums Herz wird. Dann fliegt es davon. Frida schaut dem Vogel nach, bis er zwischen den Zweigen verschwunden ist. Die Höhle riecht jetzt ein bisschen nach Rotkehlchen und ein bisschen nach frischem Schnee. Das ist ein gutes Gefühl, findet Frida. Sie streckt die Pfoten aus und gähnt einmal lang, so wie Füchse gähnen: erst mit der einen Seite des Mauls, dann mit der anderen. Frida aber schläft noch ein bisschen, auf dem Moos, das nach Sommer riecht.

Frida Fuchs und das Rotkehlchen im Schnee
Alter: ab 6 Jahren
Frida teilt ihre warme Höhle mit einem Rotkehlchen, das im Schneesturm keinen Platz hat.
Vorlese-Tipps
- Länge passend wählen: Für Kinder von 2 bis 5 Jahren sind kurze Geschichten ideal, sie dauern meist nur 5 bis 10 Minuten1. Ab etwa sechs Jahren darf eine Geschichte 10 bis 20 Minuten lang sein1.
- Gemütlich machen: Deckenlicht aus, Kerzen an, Kissen und Decken bereitlegen – und vielleicht einen Duft nach Tanne, Orange oder Lebkuchen5.
- Störungen vermeiden: Handy weg, den Haushalt kurz ruhen lassen und die Vorlesezeit als festen Termin behandeln5.
- Hörzeit einplanen: Wer lieber hört als liest, plant die Hörfassung bewusst ein und lässt danach Zeit zum Reden2.
- Fragen stellen: Was hätte der Figur geholfen? Wann warst du schon einmal mutig? Solche Fragen verlängern den Moment und stärken die Fantasie6.
- Sprache einfach halten: Eine verständliche Sprache und Geschichten mit Bezug zum eigenen Alltag bleiben besser in Erinnerung7.
Häufige Fragen
Wo steht die Weihnachtsgeschichte in der Bibel?
Wie beginnt die Weihnachtsgeschichte?
Wann spielt die Weihnachtsgeschichte?
Was ist die Weihnachtsgeschichte?
Warum gehört das Erzählen von Geschichten zur Weihnachtszeit?
Quellen
- Weihnachtsgeschichten: Schöne Wintergeschichten für Kinder · Stand 13.08.2026
- Einzelansicht Nachrichten · abgerufen am 11.10.2026
- Der Weihnachtsgeschichte lauschen · abgerufen am 11.10.2026
- Weihnachten mahnt zu Frieden im Kleinen und im Großen · abgerufen am 11.10.2026
- Vorlesen in der Weihnachtszeit · abgerufen am 11.10.2026
- Weihnachtsgeschichten für Kinder: 6 kostenlose Geschichten · Stand 22.07.2026
- Kurze Weihnachtsgeschichten mit Herz · Stand 30.09.2026
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