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Vorname Benjamin: Bedeutung und Herkunft

Benjamins Bedeutung wird meist mit „Sohn der rechten Hand“ oder „Sohn von rechts“, also „Sohn des Südens“, angegeben; auch „Glückssohn“ und „Glücklicher“ sind als Übertragungen verbreitet1. Der Name stammt aus dem Hebräischen und wurde über die Bibel übernommen1. In Deutschland kam er während des 16. Jahrhunderts bei den Protestanten auf und zählt seit den 1970er-Jahren zu den beliebtesten Vornamen1.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 6 Min. LesezeitRedaktionell geprüft
Vorname Benjamin – der Name in Schmuckschrift auf gemaltem Hintergrund
Silben
3
Herkunft
hebräisch, aus der Bibel übernommen1, 2
Namenstag
19. Dezember (nach Benjamin, dem Stammvater Israels)4
Aussprache
BEN-ja-min
Geschlecht
männlich
Bedeutung
Benjamin bedeutet „Sohn der rechten Hand“ oder „Sohn des Südens“, außerdem wird der Name mit „Glückssohn“ und „Glücklicher“ übersetzt1.

Benjamin ist ein männlicher Vorname, der aus der Bibel übernommen wurde und auf einen hebräischen Namen zurückgeht1.

Benjamin: Bedeutung und Herkunft

Aus dem Hebräischen übersetzt wird Benjamin meist mit „Sohn der rechten Hand“ oder „Sohn von rechts (= Sohn des Südens)“; auch „Glückssohn“ und „Glücklicher“ gelten als gebräuchliche Übertragungen1. Der Name setzt sich aus den Elementen ben („Sohn“) und jamin („rechts“) zusammen: Kulturhistorisch liegt beim Blick nach Osten der Süden rechterhand, und jamin kann auch „Glück“ bedeuten7.

Ursprünglich war Benjamin der Name des Stammes, der sich rechts, also südlich des einflussreichen Stammes Efraim ansiedelte; erst später wurde der Name auf den Ahn dieses Stammes übertragen1. In der Bibel findet sich dazu eine volksetymologische Umdeutung: Der jüngste Sohn Jakobs soll von seiner Mutter Rahel Benoni, „Sohn des Schmerzes“, genannt worden sein, was der Vater in Benjamin, „Sohn des Glücks“, änderte1.

Über die genaue Bedeutung von Benjamin wird bis heute diskutiert. Übersetzungen wie „Sohn des Glücks“ oder „Glückskind“ gelten in der Namensforschung als nicht angemessen; der Personenname ist dort als Ehrenname „Sohn der rechten Seite“ im Sinne von „geliebter Sohn“ zu verstehen2. Ein sprachlicher Vorläufer des Namens wird bereits in Briefen unter König Sin-Kašid von Uruk (1801–1771 v. Chr.) erwähnt2. In Deutschland kam Benjamin während des 16. Jahrhunderts bei den Protestanten auf1.

Wie beliebt ist Benjamin?

In Deutschland kam Benjamin während des 16. Jahrhunderts bei den Protestanten auf1. Seit den 1970er-Jahren wurde er wieder häufiger vergeben: Die Gesellschaft für deutsche Sprache ordnet ihn für diese Jahre unter den Top 50 der beliebtesten Vornamen für Jungen ein, nachdem er hierzulande vor allem im 17. und 18. Jahrhundert verbreitet war6. Aktuell verzeichnet der Name einen leichten Abwärtstrend6. In der Rückschau gehört Benjamin damit zu den biblischen Namen, die seit den 1970er-Jahren zu den beliebtesten Vornamen zählen1.

Varianten und Kurzformen

Die geläufigste Kurzform von Benjamin ist Ben5, 10. Inzwischen wird Ben um einiges häufiger vergeben als die Langform: In den 2010er-Jahren stand er regelmäßig in den Top 10 der beliebtesten Vornamen für Jungen5. Aktuell führt Ben die Liste der beliebtesten Erstnamen an8.

In älteren Quellen begegnet euch außerdem die Schreibweise Beniamin10. Über die Grenzen des Deutschen hinaus ist der Name in vielen Sprachen in ähnlicher Form gebräuchlich: Im Hebräischen lautet er בִּנְיָמִין (binejāmīn)1, im Englischen Benjamin, im Arabischen und Persischen بنيامين11.

Name und Bedeutung von Benjamin

Der Name Benjamin steht wörtlich für einen „Sohn der rechten Seite“, also für den geliebten, bevorzugten Sohn2. Im Deutschen hat sich daraus eine zweite, übertragene Bedeutung entwickelt: Wer „der Benjamin“ einer Gruppe ist, ist ihr jüngstes Mitglied1.

Als Gattungswort wird Benjamin gebeugt: der Benjamin, die Benjamine. Umgangssprachlich ist auch die Pluralform Benjamins zu hören9.

Geschwisternamen zu Benjamin

Benjamin klingt weich und bringt drei Silben mit. Dazu passen Geschwisternamen, die ähnlich ruhig klingen oder mit zwei Silben einen Gegenakzent setzen.

Für einen Bruder zum Beispiel:

Zwei Geschwisterkinder spielen friedlich mit Holzbausteinen – Geschwister- und Zweitnamen für Benjamin.
  • Emil – kurz und weich im Klang.
  • Noah – zweisilbig und ähnlich ruhig.
  • Levi – knapp und modern.
  • Jonas – vertraut und mit weichem Klang.
  • Samuel – klassisch und klangvoll.

Für eine Schwester passen zum Beispiel:

  • Nala – kurz, weich und ein schöner Kontrast zu drei Silben.
  • Mia – knapp und vertraut.
  • Emma – rund und zeitlos im Klang.
  • Lina – leicht und klar.
  • Marie – weich und klassisch.

Alle Namen von A bis Z findet ihr im Lexikon Namensbedeutung – Vornamen von A bis Z; weitere Mädchennamen sammelt die Übersicht Mädchennamen – die Liste mit Bedeutungen.

Zweitnamen zu Benjamin

Als zweiter Vorname funktioniert Benjamin gut, weil er mit drei Silben ruhig klingt. Wer ihn nach vorn stellt, kann mit einem kurzen zweiten Namen ausgleichen:

  • Benjamin Elias – weich und ähnlich vertraut.
  • Benjamin Jonathan – länger und klangvoll.
  • Benjamin Lukas – kurz und klar.
  • Benjamin Valentin – betont den weichen Klang des Erstnamens.
  • Benjamin Oskar – setzt mit dem runden O einen eigenen Akzent.
  • Benjamin Milan – kurz und modern.

Bekannte Namensträger

Mehrere bekannte Persönlichkeiten tragen Benjamin als Vornamen:

  • Benjamin Franklin (1706–1790), nordamerikanischer Verleger, Politiker, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Erfinder3
  • Benjamin Britten (1913–1976), britischer Komponist3
  • Benjamin von Stuckrad-Barre (* 1975), deutscher Schriftsteller und Journalist3
  • Benjamin Raich (* 1978), österreichischer Skirennläufer3
  • Benjamin Netanjahu (* 1949), israelischer Politiker3
  • Benjamin Lebert, deutscher Schriftsteller5
  • Benjamin Franklin – nordamerikanischer Verleger, Politiker, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Erfinder (1706–1790)
  • Benjamin Britten – britischer Komponist (1913–1976)
  • Benjamin von Stuckrad-Barre – deutscher Schriftsteller und Journalist (* 1975)
  • Benjamin Raich – österreichischer Skirennläufer (* 1978)
  • Benjamin Netanjahu – israelischer Politiker (* 1949)
  • Benjamin Lebert – deutscher Schriftsteller

So klingt Benjamin in einer Geschichte

In einer personalisierten Hörgeschichte wird Benjamin selbst zur Hauptfigur. So könnte es klingen:

Ein Junge hört im Kinderzimmer unter Lichterketten eine Geschichte – Hörgeschichte mit dem Namen Benjamin
Benjamin hört am Abend ein leises Klopfen. Vor dem Fenster steht ein kleines Schaf und fragt ihn nach dem Weg zu den Sternen.

Der Player in diesem Abschnitt spielt die rund 30 Sekunden lange Hörprobe ab und zeigt, wie der Name in einer fertigen Geschichte klingt.

Hörprobe · 47 Sek.
Hörprobe mit dem Namen Benjamin
0:000:46
MP3 herunterladen (457 KB)

Text der Hörprobe

Im gemütlichen Zimmer leuchtet ein warmes Nachtlicht. Mama deckt Benjamin sanft zu und gibt ihm einen Kuss auf die Stirn. Benjamin hört am Abend ein leises Klopfen. Vor dem Fenster steht ein kleines Schaf und fragt ihn nach dem Weg zu den Sternen. Leise lächelt das weiche Schaf und kuschelt sich an Benjamin. Gemeinsam schlafen die beiden ein und reisen im Traum geborgen zu den Sternen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet der Name Benjamin?
Benjamin geht auf das Hebräische zurück und bedeutet wörtlich „Sohn der rechten Hand“ beziehungsweise „Sohn des Südens“1. Die Bestandteile sind ben für „Sohn“ und jamin für „rechts“; dieses Element kann auch „Glück“ meinen, weshalb daneben die Übertragung „Glückssohn“ gebräuchlich ist1, 7. Aus Sicht der Namensforschung ist der Name als Ehrenname „Sohn der rechten Seite“ im Sinne von „geliebter Sohn“ zu verstehen2.
Rufname oder Zweitname?
Eine feste Statistik dazu gibt es nicht: Benjamin lässt sich als Rufname und als Zweitname gleichermaßen vergeben. Für den Rufnamen spricht, dass der Name kurz genug für den Alltag ist und sich leicht abkürzen lässt. Als Zweitname passt er gut hinter einen kurzen Erstnamen, weil er selbst drei Silben mitbringt. Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie oft ihr den vollen Namen im Alltag rufen möchtet.

Quellen

  1. Benjamin (Wiktionary) · abgerufen 10.10.2026
  2. Benjamin (Wikipedia) · abgerufen 11.10.2026
  3. Namensträger Benjamin (Wikipedia) · abgerufen 11.10.2026
  4. Vorname der Woche: Ben · abgerufen 10.10.2026
  5. Vorname der Woche: Benjamin · abgerufen 10.10.2026
  6. Vorname der Woche: Benjamin · abgerufen 10.10.2026
  7. Vorname der Woche: Benjamin · abgerufen 10.10.2026
  8. Vorname der Woche: Ben · abgerufen 10.10.2026
  9. Benjamin · abgerufen am 11.10.2026
  10. Vorname Ben: Bedeutung, Herkunft und Historie :: Ahnenforschung.net · abgerufen am 11.10.2026
  11. Benjamin · abgerufen am 11.10.2026
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