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Frühlingsgedichte – zum Vorlesen und Aufsagen

Frühlingsgedichte zum Kopieren, Vorlesen und Aufsagen gibt es hier in sechs Kategorien: kurz, für die Grundschule, klassisch, modern, christlich und für die Karte. Jeder Text ist fertig formuliert, ihr könnt ihn ohne Änderung in eine Karte, eine Nachricht oder eine Sprachnachricht übernehmen. Kürzen ist jederzeit möglich, und für Anrede, Länge und Gruß gibt es unten eine kurze Anleitung.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 14 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Frühlingsgedichte: blühende Krokusse, Tulpen und ein Vogel auf einer sonnigen Wiese im Garten

Frühlingsgedichte für jede Gelegenheit: zum Vorlesen im Kindergarten, zum Üben in der Schule, zum Aufsagen am Fenster oder für eine Karte, die im März verschickt wird. Unsere Sammlung umfasst sechs Kategorien – kurz, für die Grundschule, klassisch, modern, christlich und für die Karte. Astronomisch beginnt der Frühling mit der Tag-und-Nacht-Gleiche am 20./21. März, meteorologisch schon Anfang März1. Viele Texte passen in die Wochen vom ersten Krokus bis zum letzten Flieder. Mehr Vorlagen findet ihr in unserer Sammlung Gedichte für Kinder.

Die sechs Kategorien lassen sich direkt anspringen – so landet ihr ohne Umweg bei kurzen, klassischen oder christlichen Texten.

Frühlingsgedichte kurz

Zwei bis sechs Zeilen genügen – und wer kurze lustige Frühlingsgedichte sucht, findet hier Mitsprechgedichte, bei denen das Reimwort leicht zu erraten ist und die wie eine Mischung aus Quiz und Gedicht wirken2.

  • Krokus schiebt den Schnee beiseite, schaut sich um und bleibt.

  • Ein Vöglein singt, die Sonne lacht, der Frühling ist in einer Nacht ganz leise über den Zaun gestiegen und lässt die ersten Blüten liegen.

  • Kirschblüten fallen auf die warme Gartenbank – der Winter ist fern.

  • Heute Morgen roch die Luft nach Regen und Sonne gleichzeitig. Genau so riecht der Frühling.

  • Ein Blatt am Strauch, ein Grashalm grün – mehr braucht es nicht, um zu verstehen.

  • Schneeglöckchen läutet leise: Winter, geh jetzt auf die Reise. Nimm den Schnee im Sack nach Haus, wir machen Licht und Wärme daraus.

  • Die Bäume haben Knospen wie kleine Fäuste, die sich langsam öffnen.

  • Wenn der Boden morgens dampft und die Amsel über den Rasen läuft, ist der Frühling nicht mehr zu stoppen.

  • Der Flieder schaut noch nicht hervor, aber er denkt schon daran. Das zählt.

  • Im April wechselt das Wetter alle halbe Stunde. Wer eine Jacke dabei hat, hat schon gewonnen.

  • Zwischen den Pfützen hüpft ein Spatz und badet im ersten warmen Licht.

Frühlingsgedichte für die Grundschule

Für Kindergarten, Vorschule und Grundschule gibt es kurze und lange Frühlingsgedichte4; Frühlingsgedichte für Grundschüler sind oft so kurz, dass sie in eine Pause passen, und im Unterricht werden sie mehrfach gelesen, im Chor oder in Gruppen3.

  • Alle Vögel sind schon da, Alle Vögel, alle! Welch ein Singen, Musicir’n, Pfeifen, Zwitschern, Tirelir’n, Frühling will nun einmarschir’n, Kommt mit Sang und Schalle. Wie sie alle lustig sind, Flink und froh sich regen! Amsel, Droßel, Fink und Staar, Und die ganze Vogelschaar Wünschet uns ein frohes Jahr, Lauter Heil und Segen. Was sie uns verkündet nun, Nehmen wir zu Herzen: Wir auch wollen lustig sein, Lustig wie die Vögelein, Hier und dort, feldaus, feldein Singen, springen, scherzen!

    Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, „Frühlings Ankunft“, Quelle: Kinderlieder. Erste vollständige Ausgabe. S. 20 2. Auflage
  • Wir öffnen morgens das Fenster weit, wir schnuppern Frühling, wir sind bereit.

  • Der Baum im Schulhof hat geübt – jetzt kann er Blätter.

  • Eine Strophe ist ein Haus, viele Wörter ziehn ein und aus.

  • Grün am Fenster ein Blatt beginnt zu zählen eins, zwei, drei Blätter mehr Frühling

  • Hörst du den Kuckuck rufen? Bald wird es warm, bald wird es grün.

  • Gänseblümchen, klein und weiß, trotzt dem Regen, trotzt dem Eis.

  • Auf dem Schulhof, zwischen Pfützen, blüht ein Löwenzahn. Er weiß nichts von Hausaufgaben.

  • Der Krokus steckt den Kopf heraus, bald zieht der Winter aus dem ... Haus. Die Amsel singt ihr Morgenlied, und alles grünt im Frühlings ... Lied.

  • Die erste Biene brummt im Beet, der erste Falter trocknet seine Flügel. Die ganze Welt probiert den Sommer schon mal an.

  • Die Pfütze spiegelt den Himmel, und der Himmel ist heute ganz groß.

Persönliche HörgeschichteIhr wisst nicht, welches Thema passt? Verschenkt einen Gutschein – die Eltern füllen die Fragen selbst aus.Zum Gutschein

Klassische Frühlingsgedichte

Wer bekannte Frühlingsgedichte sucht, findet hier Mörike, Fontane und Heine in der Originalschreibweise ihrer Ausgaben1; zum klassischen Repertoire gehören außerdem Eichendorff und Wilhelm Müller5.

  • Frühling läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen. – Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist’s! Dich hab’ ich vernommen!

    Text: Eduard Mörike, „Er ist’s“, Quelle: Maler Nolten. Novelle in zwei Teilen. 2. Teil, S. 330
  • Nun ist er endlich kommen doch In grünem Knospenschuh; „Er kam, er kam ja immer noch“ Die Bäume nicken sich’s zu. Sie konnten ihn all erwarten kaum, Nun treiben sie Schuß auf Schuß; Im Garten der alte Apfelbaum Er sträubt sich, aber er muß. Wohl zögert auch das alte Herz Und athmet noch nicht frei, Es bangt und sorgt: „es ist erst März Und März ist noch nicht Mai.“ O schüttle ab den schweren Traum Und die lange Winterruh, Es wagt es der alte Apfelbaum, Herze, wag’s auch Du.

    Text: Theodor Fontane, „Frühling“, Quelle: Gedichte, Seite 14 10. Auflage
  • Die Wellen blinken und fließen dahin – Es liebt sich so lieblich im Lenze! Am Flusse sitzt die Schäferin Und windet die zärtlichsten Kränze. Das knospet und quillt, mit duftender Lust – Es liebt sich so lieblich im Lenze! Die Schäferin seufzt aus tiefer Brust: Wem geb’ ich meine Kränze? Ein Reuter reutet den Fluß entlang, Er grüßt so blühenden Muthes! Die Schäferin schaut ihm nach so bang, Fern flattert die Feder des Huthes. Sie weint und wirft in den gleitenden Fluß Die schönen Blumenkränze. Die Nachtigall singt von Lieb’ und Kuß – Es liebt sich so lieblich im Lenze!

    Text: Heinrich Heine, „Frühling“, Quelle: Neue Gedichte. Seite 191 f. 1. Auflage
  • Die Bäume im Ofen lodern. Die Vögel locken am Grill. Die Sonnenschirme vermodern. Im übrigen ist es still. Es stecken die Spargel aus Dosen Die zarten Köpfchen hervor. Bunt ranken sich künstliche Rosen In Faschingsgirlanden empor. Ein Etwas, wie Glockenklingen, Den Oberkellner bewegt, Mir tausend Eier zu bringen, Von Osterstören gelegt. Ein süßer Duft von Havanna Verweht in ringelnder Spur. Ich fühle an meiner Susanna Erwachende neue Natur. Es lohnt sich manchmal, zu lieben, Was kommt, nicht ist oder war. Ein Frühlingsgedicht, geschrieben Im kältesten Februar.

    Text: Joachim Ringelnatz, „Frühling“, Quelle: Flugzeuggedanken 1. Auflage
  • Im März geht ein Atem durch Feld und Hain, die Nebel heben sich sacht. Was vor vier Wochen erfroren schien, hat endlich wieder Kraft.

  • Die Lerchen steigen über dem Rain, die Wiesen atmen Grün. Es war ein langer Winter, doch nun will alles blühn.

  • Es war eine Nacht, in der der Wind wärmer wurde. Am Morgen standen die Mandelbäume in Blüte, als hätte jemand über Nacht die Lichter eingeschaltet.

  • Der Gärtner lässt die Harke ruhn und schaut dem Nachbarsjungen zu: Der wirft die Mütze in die Luft, weil drüben eine Amsel ruft.

  • Vor den Fenstern wandern weiße Wolken, unter den Fenstern wandert grüner Wind. Die alte Linde zählt die Knospen, bis sie keine Zahl mehr weiß.

  • Wenn der April noch einmal klopft mit rauer Hand an unsre Tür, wirft ihm der Mai ein grünes Tuch und einen Sonnenstrahl dafür.

  • Die schönste Stunde des Frühlings ist die, in der niemand etwas tut und alles wächst.

Moderne Frühlingsgedichte

Diese Verse klingen nach heute: Balkon, Stadt, Handy und ein Kirschbaum, der einfach weiterblüht.

  • Der Frühling kommt als Nachricht aufs Handy: die Amsel sendet jeden Morgen. Betreff: Es geht los.

  • Wir haben den Balkon umgepflanzt: drei Töpfe Basilikum, zwei Tomaten, eine offene Frage.

  • Zwischen Homeoffice und Klingel blüht der Kirschbaum einfach weiter.

  • Es wird hell um sieben, und ich glaube wieder an das Gute.

  • Sonntag, zehn Grad, Jacke an. Auf der Bank sitzen zwei Krähen und streiten nicht. Das ist der ganze Frühling.

  • Ich habe den Winter nicht besiegt, er ist einfach aufgestanden und gegangen.

  • Die Stadt kauft Blumen. Vor der Bäckerei stehen vierundzwanzig Tulpen und warten auf niemanden.

  • Im Garten wird es laut und bunt, der Nachbar gräbt, die Kaffeemaschine läuft über. Wir nennen das Glück.

  • Kleine Wetter-App: Da geht was. Zwölf Grad, Sonne, Böen. Ich nehme das als Zusage.

  • Heute duftet der Abend nach Gras und Benzin. Kinder tragen wieder kurze Ärmel, als wäre das selbstverständlich.

  • Der späte März hält nichts geheim. Alles redet darüber, dass es losgeht.

Christliche Frühlingsgedichte

Diese Segenswünsche sind in eigenen Worten geschrieben und passen in eine Karte, ein Gemeindeblatt oder eine kurze Nachricht.

  • Der Frühling erzählt jedes Jahr dieselbe Geschichte: Was verschlossen war, wird wieder geöffnet. Dank sei dem, der die Jahreszeiten lenkt.

  • Gott schenkt uns Licht und grünes Land, er öffnet Blüten, Herz und Hand. Sein Segen wächst mit jedem Tag und geht mit dir, wohin du magst.

  • Möge der Frühling wie ein Gebet über eurem Garten liegen: Licht, das bleibt, und Blüten, die niemand zählt.

  • Was der Winter zugedeckt hat, deckt Gott mit Sonne wieder auf. Ein gesegnetes Frühjahr für dich und alle, die du liebst.

  • Ich wünsche dir einen Frühling, wie Gott ihn schenkt: sanft im Anfang, stark im Licht und voller Wärme für alles, was jetzt beginnt.

  • Er segne euch zur Frühlingszeit und alles, was noch blühen darf.

  • Gott gibt dem Frühling keine Uhrzeit. Blüht es nicht heute, blüht es morgen. Sei genauso geduldig mit dir.

  • Lege deine Sorge in den Garten: Was im Januar begraben wurde, wächst im April manchmal noch nach.

  • Ist der Märztag rau und grau, liegt darüber schon das Blau. Was der Winter hart gemacht, blüht durch Gottes Hand und Pracht.

  • Der Frühling ist eine leise Erinnerung daran, dass nach jedem Frost ein Anfang kommt. Behüte Gott dich und deine Lieben.

  • Über eurem Feld steht die Sonne noch nicht – aber sie ist unterwegs. Seid getröstet.

Frühlingsgedichte für die Karte

Diese Texte sind für den Umschlag gedacht: ansprechen, einen persönlichen Satz ergänzen, unterschreiben – fertig.

  • Dir soll der Frühling gehören: Blüten, Sonne, ein Garten voller Gerüche und Zeit, die nicht hetzt. Ich denke an dich, wenn die ersten Blätter aufgehen.

  • Zum Frühlingsanfang ein Wunsch: Mögest du die nächsten Monate munter, gesund und in Ruhe erleben. Die Welt macht es gerade vor – sie wächst ohne Eile.

  • Ich habe dir ein paar Zeilen in die Karte gelegt, weil es heute draußen so riecht, wie es nur im Frühling riecht. Viel Glück für dein neues Gartenjahr.

  • Für dich, bei Sonne, Regen, Wind: Möge dein Jahr so wachsen wie der Frühling selbst – unaufgeregt, grün und voller kleinem Glück.

  • Die ersten Vögel, die ersten Blätter, der erste Kaffee im Freien: Ich wünsche dir, dass du diesmal alles davon mitnimmst. Einen schönen Frühlingsbeginn!

  • Ich wünsche dir einen Frühling, der auf deine Fensterbank zieht: eine Handvoll Licht, viel frische Luft und jeden Tag einen Grund, kurz stehen zu bleiben.

  • Wenn du diese Karte in der Hand hältst, blüht vielleicht gerade der Baum in deiner Straße. Ich drücke die Daumen, dass es ein warmes, helles Jahr für dich wird.

  • Für deinen neuen Anfang: ein paar Krokusse, ein bisschen Mut und ein Wunsch von mir. Möge alles, was du im März beginnst, im Sommer stark sein.

  • Danke, dass du den ganzen kalten Winter für mich da warst. Hier ist eine Karte mit Sonne darauf – mehr passt in einen Umschlag nicht hinein.

  • Ein Frühlingsgruß an dich: Öffne heute mal früher das Fenster, atme einmal richtig ein und glaube zwei Minuten lang daran, dass alles leichter werden darf.

  • Möge dein Frühling aus kleinen Dingen bestehen: aus Kirschblüten auf dem Gehweg, aus dem Geruch nach Regen und aus drei freien Stunden am Stück.

So schreibt ihr die Karte

Eine selbst geschriebene Karte muss nicht dichten. Sie muss zeigen, dass ihr an den Menschen gedacht habt – dafür reichen drei Sätze und ein echter Bezug.

Anrede

Beginnt mit dem Namen des Menschen, dem ihr schreibt: „Liebe Anna“, „Hallo Jonas“, „Grüß dich, liebe Familie“. Ein Vorname wirkt persönlicher als ein allgemeines Hallo. Unsicher bei der Form? Nehmt die Anrede, die ihr auch im Gespräch benutzt.

Länge

Drei bis fünf Zeilen genügen. Wer mehr schreiben möchte, hängt eine kurze Erinnerung an: den Spaziergang im März, das erste Eis des Jahres, die Tomaten auf dem Balkon. Ein Vers oder ein Spruch darf oben stehen, euer eigener Text folgt darunter.

Persönlicher Bezug

Nennt ein Erlebnis, das nur zu euch beiden gehört. „Weißt du noch, wie wir im April im Regen standen?“ wirkt stärker als der schönste allgemeine Wunsch. Danach kommt ein Wunsch für den Empfänger – ein Satz reicht.

Gruß und Unterschrift

Zum Schluss ein Gruß, der zur Karte passt: „Herzliche Grüße“, „Alles Liebe“, „Von Herzen“. Darunter eure Namen. Schreibt eine ganze Familie, dürfen alle kurz unterschreiben oder einen Daumenabdruck setzen.

Beispiel

Liebe Anna,
vor unserem Haus blüht der Mandelbaum, und ich musste sofort an dich denken. Bleib gesund und lass dich von diesem Frühling verwöhnen.
Herzliche Grüße
Mia

Für die Karte dürft ihr gern basteln und malen: Ausmalbilder Frühling lassen sich kostenlos ausdrucken und ausmalen, und Basteln im Frühling begleitet euch Schritt für Schritt.

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Quellen

  1. Frühlingsgedichte · abgerufen am 10.10.2026
  2. Gedichte zum Frühling für die Seniorenbetreuung Seniorenarbeit · abgerufen am 10.10.2026
  3. Ideenreise · abgerufen am 11.10.2026
  4. Frühlingsgedichte für Kinder · abgerufen am 11.10.2026
  5. Frühlingsgedichte · abgerufen am 11.10.2026
  6. Er ist’s · abgerufen am 11.10.2026
  7. Frühling · abgerufen am 11.10.2026
  8. Frühling · abgerufen am 11.10.2026
  9. Frühlings Ankunft · abgerufen am 11.10.2026
  10. Frühling · abgerufen am 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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