Gute-Nacht-Geschichte vom Einhorn – zum Vorlesen und Anhören

- Alter
- 2 bis 6 Jahre
- Dauer
- 3 bis 5 Minuten je Geschichte
Wenn euer Kind vor dem Schlafen noch eine Geschichte hören möchte, ist eine Gute-Nacht-Geschichte vom Einhorn eine ruhige Wahl: leise Bilder, ein klares Ende, nichts, was aufregt. Hier findet ihr fünf eigene Einhorn-Geschichten zum Vorlesen und Anhören für Kinder von etwa 2 bis 6 Jahren. Beim Vorlesen dauert jede Geschichte rund 3 bis 5 Minuten. Ihr könnt sie am Bett vorlesen oder als Hörfassung abspielen, während euer Kind schon liegt. Mehr Auswahl gibt es in unseren Gute-Nacht-Geschichten für Kinder von 2 bis 6 Jahren.
Gute-Nacht-Geschichten vom Einhorn im Überblick
Fünf eigene Einhorn-Geschichten warten auf euch: zwei für Kinder ab 3 Jahren, zwei ab 4 Jahren und eine ab 5 Jahren. Alle enden ruhig, ohne Gefahr und ohne laute Überraschung. Wenn euer Kind Geschichten über Freundschaft besonders mag, werdet ihr auf der Seite Geschichte über Freundschaft fündig.
Einhorn-Gute-Nacht-Geschichte – kurz
Manchmal ist der Abend schon spät und es bleibt nur Zeit für eine kurze Geschichte. Dann passt eine Einhorn-Gute-Nacht-Geschichte, die in wenigen Minuten erzählt ist: ein klares Bild, ein leises Ende, keine offenen Fragen. Die beiden Geschichten für Kinder ab 3 Jahren auf dieser Seite sind genau so aufgebaut, mit kurzen Sätzen und Wiederholungen, die Kinder leicht mitsprechen können. Noch mehr kurze Texte für den Abend findet ihr auf der Seite Kurze Gute-Nacht-Geschichte.
Gute-Nacht-Geschichte von der Prinzessin und dem Einhorn
In der dritten Geschichte trifft Prinzessin Selina nachts im Schlossgarten auf ein Einhorn mit einem silbernen Huf. Die beiden schauen zusammen in den Himmel, hören dem Brunnen zu und verabreden sich für die nächste Nacht. Die Geschichte ist für Kinder ab 5 Jahren gedacht und kommt ohne Streit und ohne laute Szenen aus. Wer Prinzessinnen und Einhörner mag, bekommt hier beides in einer ruhigen Geschichte.
Einhorn Elara und der Mondteich
Elara wohnte auf einer weichen Wiese am Rand des alten Waldes. Jeden Abend, wenn die Sonne hinter den Hügeln verschwand, lief sie zum Mondteich. Sie mochte es, wie das Wasser dann still wurde und der Mond darin zu schwimmen schien.
An diesem Abend war der Teich dunkel. Kein Schimmer, kein Silberstreifen, nicht einmal ein kleines Funkeln. Elara stupste mit dem Huf ins Wasser. „Bist du noch da?“, flüsterte sie. Nur die Frösche antworteten, und die klangen schon müde.
Sie setzte sich ins Gras und wartete. Nach einer Weile kam die kleine Maus Mathilde den Weg entlanggetrippelt. „Warum sitzt du hier ganz allein?“, fragte sie. „Der Mond ist verschwunden“, sagte Elara. „Dann warte ich mit dir“, sagte Mathilde und kuschelte sich an Elaras warmen Bauch.
Kurz darauf kam der Igel Bruno durch das hohe Gras gepoltert. „Warum sitzt ihr hier?“, fragte er und gähnte hinter seiner Pfote. „Wir warten auf den Mond“, sagte die Maus. „Dann warte ich mit“, brummte Bruno und rollte sich neben Elaras Huf zusammen.
Zuletzt kam das Reh Runa über die Wiese. Es stellte keine einzige Frage, sondern ließ sich einfach im Gras nieder. So saßen sie zu viert und schauten in den dunklen Himmel.
Über ihnen tanzten ein paar Glühwürmchen. Eines setzte sich auf Elaras Horn und blieb dort sitzen. „Wir bleiben auch“, funkelten sie leise. Da wurde die Wiese voller und stiller zugleich.
„Vielleicht schläft der Mond“, sagte Mathilde. „Vielleicht hat er sich versteckt“, sagte Bruno. „Vielleicht wartet er, bis es ganz still ist“, sagte Runa. Elara sah in das dunkle Wasser und flüsterte: „Dann sind wir jetzt ganz still.“
Also schwiegen sie. Sie hörten den Wind in den Gräsern, das Rascheln der Blätter und ein feines Plätschern am Ufer. Elara atmete langsam ein und langsam aus. Neben ihr wurde Mathildes Atem immer ruhiger.
Da bewegte sich etwas im Wasser. Ganz langsam schob sich ein silberner Rand über die dunkle Fläche, dann eine runde Scheibe. Der Mond war wieder da. Er stand still im Mondteich, als wäre er nie fort gewesen.
„Er war gar nicht weg“, flüsterte Elara. „Er braucht nur manchmal ein bisschen Stille.“ Bruno schnarchte bereits leise, und Runa hatte die Augen geschlossen. Nur Mathilde blinzelte noch zu ihr hinauf.
„Bleibst du hier?“, fragte die Maus. „Ja“, sagte Elara. „Ich bleibe, bis ihr schläft.“ Sie legte sich ins weiche Gras und drehte den Kopf zum Wasser. Der Mond lag still auf dem Teich und leuchtete ganz sacht.
Nach und nach wurden die Atemzüge um sie herum lang und tief. Die Frösche sangen ihr letztes Lied für diese Nacht. Elara schloss die Augen. Über der Wiese lag Ruhe, und der Mond wachte.

Einhorn Elara und der Mondteich
Alter: ab 4 Jahren
Elara wartet mit ihren Freunden am Teich, bis der Mond wieder zu sehen ist – eine ruhige Geschichte über Stille und Zusammensein.
Einhorn Pico und das verlorene Glitzern
Pico war ein Einhorn mit einem Fell wie frisch gefallener Schnee. Jeden Abend, wenn das letzte Licht durch die Bäume fiel, begann es zu glitzern. Tausend kleine Punkte tanzten dann über Picos Rücken, und alle Tiere der Lichtung blieben stehen und schauten zu.
An diesem Abend glitzerte nichts. Pico stand am Bach und drehte sich hin und her. Sein Fell war weiß, ganz weiß, ohne einen einzigen Funken. „Wo bist du hin?“, fragte Pico leise. Der Bach antwortete nur mit einem Plätschern.
Pico versuchte alles. Es rollte sich im feuchten Gras, damit der Tau es zum Leuchten brachte. Es stellte sich mitten auf die Wiese und wartete auf den Wind. Es hielt sogar die Luft an. Nichts geschah.
Traurig setzte sich Pico unter eine alte Buche. Da kam der Maulwurf Karl aus seinem Hügel gekrochen. „Du siehst traurig aus“, sagte Karl und putzte seine Brille an einem Blatt ab. „Mein Glitzern ist weg“, sagte Pico. „Und ohne Glitzern bin ich nur ein weißes Pferd.“
Karl dachte nach. Maulwürfe denken langsam, aber gründlich. „Weißt du“, sagte er schließlich, „ich sehe auch nichts von der Welt. Ich fühle sie. Und ich habe noch nie gehört, dass Glitzern das Wichtigste an einem Einhorn ist.“
„Was ist dann das Wichtigste?“, fragte Pico. Karl stupste mit der Nase gegen Picos Bein. „Dass du da bist“, sagte er. „Dass du zuhörst. Dass du mit mir redest, obwohl ich kaum etwas sehen kann.“
Pico schwieg. Dann fragte es: „Willst du mit mir zum Bach gehen? Ich beschreibe dir, was ich sehe.“ „Sehr gern“, sagte Karl und hakte sich mit einer Kralle an Picos Mähne.
Sie liefen langsam über die Wiese. Pico erzählte vom Abendrot über den Hügeln, von den Schwalben, die hoch am Himmel ihre Runden drehten, und von den Glühwürmchen, die eben erst erwachten. Karl horchte nach jedem Satz und nickte.
„Und jetzt?“, fragte Pico am Bach. „Jetzt beschreibst du das Wasser“, sagte Karl. Pico schaute hinein, lachte plötzlich und rief: „Ich sehe mich! Ganz hell, mitten im Wasser!“ Da glitzerte etwas, klein und zart, wie ein einzelner Funke am Abendhimmel.
„Da war es!“, rief Karl. „Dein Glitzern kommt, wenn du lachst.“ Pico sah in den Bach und lächelte noch einmal. Wieder blitzte ein kleiner Funke über sein Fell. Nur einen Augenblick. Aber er war da.
„Dann lache ich morgen wieder“, sagte Pico. „Und ich höre zu“, sagte Karl. Gemeinsam gingen sie zurück zur Lichtung, wo Karls Hügel im Abenddämmer lag. Pico legte sich neben den Eingang und schloss die Augen.
Über ihm wurde der Himmel dunkel und voller Sterne. Karl verschwand in seinem Hügel und raschelte noch ein wenig. Pico fühlte das weiche Gras, hörte Karls Atem und war froh. Sein Glitzern war klein geworden, aber es gehörte ihm. So schlief es ein, still und warm.

Einhorn Pico und das verlorene Glitzern
Alter: ab 4 Jahren
Pico verliert sein Glitzern und merkt, dass es auf sein Leuchten gar nicht ankommt.
Prinzessin Selina und das Einhorn mit dem Silberhuf
Prinzessin Selina konnte an diesem Abend nicht schlafen. Der Mond stand hoch über dem Schloss, und im ganzen Haus war es still. Sie zog ihre Hausschuhe an und schlich leise in den Schlossgarten hinunter.
Der Garten war voller Schatten und Düfte. Die Rosen hingen schwer über den Weg, und der Springbrunnen plätscherte vor sich hin. Selina setzte sich auf die Steinbank und schaute ins Wasser. Da hörte sie ein Geräusch, kein Rascheln, sondern ein ganz leises Tippen.
Es kam von einem Einhorn. Es stand am Brunnen und trank. Sein Fell war hell wie Kerzenlicht, und sein rechtes Vorderbein war silbern. Ganz langsam hob es den Kopf und schaute Selina an. Selina schaute zurück und vergaß vor Staunen zu atmen.
„Du brauchst keine Angst zu haben“, sagte das Einhorn. „Ich komme jede Nacht aus dem Wald, wenn alle schlafen. Nur in diesem Garten schmeckt das Wasser so kühl.“ „Ich habe auch keine Angst“, sagte Selina, obwohl ihr Herz schnell klopfte. „Darf ich dich begleiten?“
Das Einhorn nickte. Gemeinsam gingen sie den Kiesweg entlang. Der Silberhuf glänzte bei jedem Schritt, als hätte jemand kleine Sterne auf den Boden gelegt. Sie kamen an den alten Lindenbaum, wo die Zweige tief herunterhingen wie ein grünes Dach.
„Hier schlafe ich manchmal“, sagte das Einhorn und legte sich ins weiche Gras. „Dann decken die Blätter mich zu.“ Selina setzte sich daneben und zeigte hinauf zum Himmel. „Und dort oben sind die Sterne. Siehst du den hellen? Der kommt jede Nacht als erster.“
So lagen sie eine Weile und schauten. Das Einhorn erzählte vom Wald: von den Rehen, die am Morgen trinken, von der Eiche, die schon tausend Jahre steht, und von einem Fuchs, der immer zu spät kommt. Selina musste so sehr lachen, dass sie die Hand vor den Mund nahm.
„Jetzt wird es Zeit“, sagte das Einhorn irgendwann. Es stand auf, streckte die Beine und sah zum Schlosstor. „Kommst du wieder?“, fragte Selina. „Jede Nacht, wenn die Rosen riechen“, sagte das Einhorn. Dann ging es über den Kies und war zwischen den Bäumen verschwunden.
Selina schlich zurück in ihr Zimmer. Ihre Hausschuhe waren ein wenig nass, und auf dem Saum ihres Nachthemds lag ein einzelnes Lindenblatt. Sie legte es auf den Tisch neben ihr Bett. Dann kuschelte sie sich in die Decke.
Bevor sie einschlief, fiel ihr noch etwas ein. Sie hatte das Einhorn nicht nach seinem Namen gefragt. Aber das machte nichts. Sie würde es in der nächsten Nacht fragen, denn dann rochen die Rosen wieder.
Draußen strich der Wind durch den Garten. Selina hörte noch den Brunnen plätschern und dachte an den Silberhuf, der kleine Sterne auf den Weg legte. Ihre Augen wurden schwer. Kurz darauf schlief sie tief und fest, und das Lindenblatt wartete neben ihr auf den Morgen.

Prinzessin Selina und das Einhorn mit dem Silberhuf
Alter: ab 5 Jahren
Prinzessin Selina trifft nachts im Schlossgarten ein Einhorn mit silbernem Huf und verabredet sich mit ihm.
Einhorn Wölkchen und die kleine Maus
Auf der weichen Wiese am Waldrand wohnt das Einhorn Wölkchen. Die Wiese ist weich wie eine Wolke. Abends wird es dort leise. Die Blumen schließen sich, die Vögel schlafen.
In der Nacht hört Wölkchen ein kleines Geräusch. Es hört: tick, tick, tick. Das ist keine Grille. Das ist eine kleine Maus. Die Maus heißt Mia. Mia läuft hin und her. Mia findet ihr Zuhause nicht.
„Komm mit, komm mit“, sagt Wölkchen. „Ich leuchte dir den Weg.“ Mia schaut hoch. Wölkchen hat ein Horn. Das Horn leuchtet. Es leuchtet wie ein kleines Lämpchen.
„Wie weit ist es noch?“, fragt Mia. „Nicht mehr weit“, sagt Wölkchen. „Erst über den Bach, dann über den Stein, dann sind wir da.“ Mia nickt. Sie merkt sich die drei Dinge: Bach, Stein, Loch.
Wölkchen geht voraus. Mia läuft hinterher. Ein Schritt, noch ein Schritt. Der Weg ist dunkel. Aber das Horn leuchtet. Und Mia hat keine Angst mehr.
Am Bach wartet eine Schnecke. Sie heißt Lulu. Lulu schläft schon fast. „Geht ihr nach Hause?“, fragt sie. „Ja“, sagt Wölkchen. „Wir gehen nach Hause.“ „Dann gute Nacht“, sagt Lulu und bleibt sitzen.
Nach dem Bach wird der Weg breiter. Mia läuft schneller. „Langsam, langsam“, sagt Wölkchen. „Wir haben Zeit.“ Also laufen beide ganz langsam. Ein Schritt. Noch ein Schritt. Dann ist das Loch da.
Unter einer alten Wurzel ist ein Loch. Im Loch ist Moos. Im Moos liegen drei kleine Mäuse. Sie schlafen schon. Das ist Mias Zuhause.
„Da bist du ja“, sagt Mia. „Danke, Wölkchen.“ Wölkchen lächelt. „Komm gut rein“, sagt es. Mia kriecht ins Moos. Sie kuschelt sich zu ihren Geschwistern. Sie ist warm. Sie ist müde.
Aber Mia kann noch nicht schlafen. „Bleibst du da?“, fragt sie leise. „Ich bleibe da“, sagt Wölkchen. Es legt sich neben die Wurzel. Sein Horn leuchtet noch ein kleines bisschen. Ganz sacht. Wie ein Nachtlicht.
„Morgen spielen wir wieder“, sagt Mia. „Ja“, sagt Wölkchen. „Morgen spielen wir wieder.“ Mia gähnt. Ihre Augen werden klein. Der Wind geht über die Wiese. Er klingt wie ein leises Lied.
Wölkchen trottet zurück über die Wiese. Über ihm stehen die Sterne, klein und still. Es denkt an Mia unter der Wurzel, und das ist ein gutes Gefühl. Dann legt es sich ins Gras und schläft ein. Gute Nacht, Wölkchen. Gute Nacht, Mia.
Einhorn Wölkchen und die kleine Maus
Alter: ab 3 Jahren
Wölkchen leuchtet der kleinen Maus Mia nach Hause – mit kurzen Sätzen und Wiederholungen zum Mitsprechen.
Einhorn Nira und die Sternschnuppe
Nira ist ein Einhorn und schläft nie vor Mitternacht. Erst schaut es in den Himmel. Es wartet auf eine Sternschnuppe. Eine Sternschnuppe ist ein Stern, der kurz über den Himmel läuft.
„Kommst du heute?“, fragt Nira den Himmel. Der Himmel sagt nichts. Die Sterne stehen still. Nira wartet. Es wartet lange. Es zählt die Sterne: eins, zwei, drei.
Die kleine Eule Elsa fliegt vorbei. „Was machst du da?“, fragt sie. „Ich warte auf eine Sternschnuppe“, sagt Nira. „Dann wünsche ich mir etwas.“ „Ich auch!“, sagt Elsa und setzt sich auf einen Ast.
Der Dachs Timo kommt aus seinem Bau. „Was macht ihr da?“, fragt er. „Wir warten auf eine Sternschnuppe“, sagt Elsa. „Dann wünsche ich mir etwas“, sagt Timo. Er setzt sich neben Nira ins Gras.
Und noch jemand kommt. Es ist das Kaninchen Kiki. „Was macht ihr da?“, fragt es. „Wir warten“, sagt Timo. Kiki setzt sich dazu. Nun sind es vier. Alle schauen nach oben.
„Wie lange dauert es noch?“, fragt Kiki. „Das weiß niemand“, sagt Nira. „Manchmal kommt sie sofort. Manchmal kommt sie gar nicht. Und manchmal kommt sie, wenn man nicht mehr hinschaut.“ Kiki findet das schwierig. Aber es wartet trotzdem.
Die Nacht wird noch stiller. Die Gräser bewegen sich im Wind. Ein Käfer kriecht über Niras Huf. Nira merkt es kaum. Es schaut und schaut.
Und dann! Ein Licht läuft über den Himmel. Es ist ganz schnell. Es ist ganz hell. Es ist eine Sternschnuppe! „Jetzt!“, ruft Elsa. „Schnell!“ Alle schließen die Augen. Alle wünschen sich etwas.
Nira braucht nicht lange. „Ich wünsche mir, dass alle gut schlafen“, denkt es. Elsa wünscht sich einen großen Ast. Timo wünscht sich weiches Moos. Kiki wünscht sich einen Kleeberg.
Die Sternschnuppe ist schon wieder weg. „Hast du es gesehen?“, fragt Kiki. „Ja“, sagt Nira. „Sie war sehr schnell.“ „Sehr hell“, sagt Elsa. „Sehr schön“, sagt Timo. Alle sind ganz zufrieden.
„Jetzt gehe ich schlafen“, sagt Kiki und gähnt. „Ich auch“, sagt Timo. „Ich auch“, sagt Elsa. Zusammen gehen sie den Weg zurück. Nira bleibt noch kurz stehen.
„Danke“, sagt Nira zum Himmel. Dann geht es zu seinem Platz am Birnbaum. Es legt sich ins Gras. Es denkt an das Licht, das ganz schnell gelaufen ist. Es denkt an seine Freunde. Es atmet langsam. Dann schläft es ein. Gute Nacht, Nira.

Einhorn Nira und die Sternschnuppe
Alter: ab 3 Jahren
Nira und ihre Freunde warten auf eine Sternschnuppe und wünschen sich etwas Schönes.
Gute-Nacht-Geschichte vom Einhorn zum Vorlesen – Tipps
Mit ein paar kleinen Handgriffen wird das Vorlesen ruhiger, und der Übergang in den Schlaf fällt leichter.
- Langsam lesen: Nehmt euch Zeit für jede Zeile und lasst nach jedem Absatz eine kurze Pause.
- Leise Stimme: Sprecht tiefer und ruhiger als am Tag. Für jedes Einhorn darf es eine eigene kleine Stimmlage geben.
- Warmes Licht: Eine kleine Lampe reicht. Die Hörfassung stellt ihr so leise, dass ihr euer Kind noch atmen hört.
- Immer gleicher Platz: Bett, Kissen, Kuscheltier – ein fester Ablauf sagt eurem Kind: Jetzt wird es Abend.
- Eine Frage, dann Ruhe: Fragt nach der Geschichte höchstens einmal, zum Beispiel: „Wie ging es Elara?“ Danach bleibt es still.
- Ruhig enden: Hört mit dem letzten Satz der Geschichte auf. Kein neues Thema, kein helles Licht, keine Diskussion mehr.
- Wenn noch Unruhe da ist: Legt eine ruhige Beschäftigung bereit. Bei den Ausmalbildern Einhorn gibt es Motive zum Ausdrucken, die ihr schon vor dem Vorlesen auf den Tisch legt.
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