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Gute-Nacht-Geschichte von der Katze – zum Vorlesen und Anhören

Für Kinder von etwa zwei bis sechs Jahren passt eine Gute-Nacht-Geschichte von der Katze gut: Katzen sind Nachtjäger und sehen auch im Dunkeln spitze1. Auf dieser Seite findet ihr fünf eigene Katzengeschichten zum Vorlesen und Anhören, jede mit Altersangabe und Lesezeit. Drei davon sind besonders kurz und dauern nur drei bis vier Minuten.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 18 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Gute-Nacht-Geschichte von der Katze: eine getigerte Katze schläft zusammengerollt auf einem weichen Kissen im Mondlicht
Alter
2 bis 6 Jahre
Dauer
3 bis 7 Minuten je Geschichte

Bei einer Gute-Nacht-Geschichte von der Katze wird es im Zimmer schnell ruhig. Katzen sind Nachtjäger und sehen auch im Dunkeln spitze1. Ihre Pupillen können sich dreimal so stark ausdehnen wie beim Menschen, so fällt mehr Licht auf die Netzhaut1.

Unten warten fünf eigene Katzengeschichten für Kinder von etwa zwei bis sechs Jahren, jede zwischen drei und sieben Minuten lang. Alle Geschichten gibt es zum Vorlesen und als Hörfassung. Die Stimmung ist ruhig: kein Streit, keine Gefahr, und am Ende schlafen alle Katzen ein.

Gute-Nacht-Geschichten von der Katze im Überblick

Diese fünf Katzengeschichten könnt ihr direkt auswählen: Titel, empfohlenes Alter und Thema stehen in der Liste, die Lesezeit berechnet die Seite aus der Textlänge.

Wenn ihr weitere Geschichten für den Abend sucht, werdet ihr in Gute-Nacht-Geschichten für Kinder von 2 bis 6 Jahren fündig.

Gute-Nacht-Geschichte mit der Katze – kurz

Manche Abende sind kurz. Wenn euer Kind schon sehr müde ist oder ihr nur wenige Minuten habt, reichen drei bis vier Minuten Vorlesezeit.

Drei Geschichten auf dieser Seite sind deshalb bewusst kurz gehalten: Kater Kuno sucht sein Kissen, Kater Timmi zählt Sterne und Kater Mats und das Schnurrkonzert. Sie arbeiten mit einfachen Sätzen und Wiederholungen, damit auch Zweijährige gut folgen können.

Bei einer kurzen Katzengeschichte lohnt es sich, langsam zu lesen und die letzten Sätze leiser werden zu lassen. Noch mehr kurze Texte mit anderen Tieren und Themen findet ihr unter Kurze Gute-Nacht-Geschichte.

Kater Kuno sucht sein Kissen

Hörfassung · 5 Min.
Kater Kuno sucht sein Kissen
0:004:47
MP3 herunterladen (2,7 MB)

Kater Kuno ist müde. Er gähnt einmal. Er gähnt noch einmal. Er streckt die Vorderpfoten ganz lang. Dann setzt er sich hin und schaut in die Küche.

„Jetzt gehe ich schlafen“, sagt Kater Kuno. „Aber wo ist mein Kissen?“

Kuno schaut unter das Sofa. Da liegt nur ein Wollknäuel. Kein Kissen. Kuno schaut hinter den Vorhang. Da steht nur die Gießkanne. Kein Kissen. Kuno schaut in den Schuhschrank. Da liegen ein kleiner Schuh, ein großer Schuh und ein Gummistiefel. Kein Kissen.

„Miau“, sagt Kater Kuno. „Mein Kissen ist weg.“ Kuno schaut in jeden Winkel. Kuno schaut in jede Ecke.

Kuno geht in die Waschküche. In der Waschmaschine dreht sich ein Handtuch. Kein Kissen. Kuno geht ins Badezimmer. Im Waschbecken tropft ein Wasserhahn. Kein Kissen. Kuno geht in den Garten. Im Gras raschelt der Wind. Kein Kissen.

Kuno geht zum Kratzbaum. Auf dem Kratzbaum hängt eine Spielmaus. Kein Kissen. Kuno geht zum Futternapf. Im Napf liegt ein Krümel. Kein Kissen. Kuno geht zur Haustür. Neben der Tür steht ein Paar Schuhe. Kein Kissen.

Draußen wird es dunkel. Drinnen wird es still. Kuno setzt sich mitten in den Flur und schaut nach oben. Kuno maunzt. Er maunzt noch einmal. Er maunzt ganz laut.

Da kommt Lotta. Lotta wohnt mit Kuno im Haus, und Lotta ist drei Jahre alt. Lotta hat rote Gummistiefel an. Sie schaut Kuno an und lacht. „Suchst du dein Kissen?“, fragt Lotta.

„Miau“, sagt Kater Kuno. Das heißt: Ja, bitte. Lotta nimmt Kuno auf den Arm. Kuno ist schwer, aber Lotta trägt ihn trotzdem. Sie trägt ihn ins Kinderzimmer.

Auf dem Bett liegt ein weiches Kissen. Auf dem Kissen liegt eine kuschelige Decke. Neben dem Bett brennt ein kleines Licht. „Hier ist es gemütlich“, sagt Lotta. Sie legt Kuno auf das Kissen.

Kuno dreht sich dreimal im Kreis. Dann rollt er sich zusammen. Lotta streichelt ihn zwischen den Ohren. Kuno schnurrt. Er schnurrt leise und gleichmäßig: brrrr, brrrr, brrrr. Lotta zieht die Decke bis zu Kunos Ohren.

Kuno macht die Augen zu. Er hört Lotta atmen. Er hört die Uhr im Flur ticken. Er hört den Regen ans Fenster klopfen. Kuno denkt an die Sonne auf der Fensterbank. Kuno denkt an die warme Milch. Kuno denkt an Lottas Hand.

Dann denkt Kuno gar nichts mehr. Er schläft. Und sein Kissen? Das Kissen liegt genau da, wo Kuno liegt: unter seinem Bauch, unter seinen Pfoten, unter seinem Schnurrbart. Kuno hat sein Kissen gefunden.

Gute Nacht, Kater Kuno. Schlaf gut bis morgen.

  • Kater Kuno sucht sein Kissen und schaut unter das Sofa

    Kater Kuno sucht sein Kissen

    Alter: ab 2 Jahren

    Kater Kuno sucht sein Kissen und findet bei Lotta einen warmen Schlafplatz.
Diese Geschichte mit dem Namen eures KindesDie Gute-Nacht-Geschichte, in der euer Kind selbst die Hauptrolle spielt – mit ruhigem Tempo und leiser Musik.Jetzt Geschichte erstellen

Mia und die Maus im Mondlicht – Gute-Nacht-Geschichte von der Katze und der Maus

Hörfassung · 4 Min.
Mia und die Maus im Mondlicht
0:004:24
MP3 herunterladen (2,5 MB)

Mia kann nicht schlafen. Sie liegt in ihrem Körbchen, aber ihre Augen bleiben offen. Also geht Mia in den Garten und setzt sich auf die Mauer.

Der Mond ist da. Er ist rund und hell. Im Garten ist es ganz still. Nur der Wind bewegt das Gras. Nur ein Käfer krabbelt über den Weg.

Mia sieht eine kleine Maus im Gemüsebeet. Die Maus heißt Pippa und sammelt Sonnenblumenkerne. Mia schleicht näher. Pippa zittert. „Bitte tu mir nichts“, piepst sie.

Mia setzt sich hin und legt den Schwanz um die Pfoten. „Ich möchte nur schauen“, sagt Mia. „Ich kann heute nicht schlafen.“ Pippa traut sich aus dem Beet. „Ich auch nicht“, sagt sie. „Ich muss noch Kerne für den Winter sammeln.“

Pippa trägt einen Kern nach dem anderen in ihr Loch unter der Hecke. Pippa zählt: eins, zwei, drei, vier. Mia zählt mit. „Vier Kerne sind ein gutes Abendessen“, sagt Pippa. „Für mich sind vier Kerne sehr viel.“ Mia staunt. Eine Maus isst also ganz anders als eine Katze.

„Du bist mutig“, sagt Mia. „Du läufst im Dunkeln herum.“ Pippa lacht. „Du doch auch“, sagt sie. „Du bist größer als ich. Aber im Garten sind wir beide kleine Tiere.“

Mia seufzt. „Mein Körbchen ist zu dunkel. Dort sehe ich den Mond nicht.“ Pippa denkt nach. Ihre Barthaare zucken. „Ich kenne einen Platz“, sagt sie. „Komm mit.“

Pippa läuft zur alten Bank am Zaun. Neben der Bank steht ein großer flacher Stein. Über der Bank hängt ein Zweig vom Kirschbaum. Auf dem Stein scheint der Mond genau hin. Mia klettert hinauf.

Der Stein ist kühl und glatt. Mia legt die Ohren zurück und schaut nach oben. Zwischen den Blättern funkeln Sterne. „Oh“, sagt Mia. „So viele.“ Sie hat die Sterne noch nie gezählt, weil sie sie noch nie gesehen hat.

Auf dem Stein ist es warm. Mia rollt sich zusammen. Pippa setzt sich neben ihre Pfote. „Hier siehst du den Mond“, sagt Pippa. „Und ich sehe ihn auch.“ Sie schauen zusammen in den Himmel. Der Mond wandert langsam über den Kirschbaum.

Pippa holt ein trockenes Blatt und schiebt es Mia unter die Pfote. „Damit du es warm hast“, piepst sie. Mia gähnt. „Danke, Pippa“, sagt sie. „Willst du morgen wiederkommen?“ „Ja“, sagt Pippa. „Dann bringe ich dir einen Kern mit.“

Mias Augen fallen zu. Sie schnurrt ganz leise. Pippa sitzt noch ein Weilchen neben ihr. Dann läuft sie zu ihrem Loch unter der Hecke. Sie ist müde und zufrieden.

Mia schläft auf dem Stein, im Mondlicht, mit einem Lächeln im Gesicht. Gute Nacht, Mia. Gute Nacht, Pippa.

  • Katze Mia und die Maus Pippa sitzen im Mondlicht auf einem flachen Stein

    Mia und die Maus im Mondlicht

    Alter: ab 4 Jahren

    Katze Mia und die Maus Pippa teilen einen ruhigen Platz im Mondlicht.

Kater Timmi zählt Sterne

Hörfassung · 5 Min.
Kater Timmi zählt Sterne
0:004:37
MP3 herunterladen (2,6 MB)

Kater Timmi liegt auf dem Fensterbrett. Er hat die Pfoten unter den Bauch geschoben. Eigentlich ist er müde. Aber seine Augen bleiben offen.

Morgen bekommt Timmi eine neue Kiste. Die Kiste steht schon im Flur. Sie ist groß und riecht nach Karton. In der Kiste liegt ein weiches Kissen. Morgen darf Timmi hinein.

Die Kiste hat ein Loch in der Seite. Durch das Loch kann Timmi hineinschauen. Er hat es gestern schon probiert. Er hat es heute Morgen noch einmal probiert.

„Ich kann nicht schlafen“, sagt Timmi. „Ich denke an morgen.“ Mama Katze liegt neben ihm. Sie leckt ihm über das Ohr. „Dann zähl die Sterne“, sagt sie. „Immer weiter. Dann kommt der Schlaf von allein.“

Timmi schaut aus dem Fenster. Der Himmel ist dunkelblau. Er zählt: „Eins, zwei, drei, vier, fünf.“

Er sucht den nächsten Stern. Da ist einer über dem Kirschbaum. Da ist einer über dem Schornstein. Da ist einer ganz klein neben dem Mond.

Plötzlich blinzelt Timmi. Neben dem Mond bewegt sich ein kleiner Punkt. Es ist kein Stern. Es ist eine Fledermaus, die vorbeifliegt.

Timmi schaut der Fledermaus nach. Sie fliegt einen Bogen über den Garten und verschwindet hinter dem Haus. „Gute Nacht, Fledermaus“, flüstert Timmi.

„Sechs, sieben, acht“, zählt Timmi. Er gähnt. „Neun, zehn.“ Sein Schwanz wird ganz schwer. Seine Pfoten werden warm.

„Mama, schläfst du schon?“, fragt Timmi. „Noch nicht“, sagt Mama Katze. „Ich zähle auch.“ „Was zählst du?“ „Ich zähle, wie oft du gähnen musst.“ Timmi gähnt. Mama Katze lacht leise.

„Wie viele Sterne gibt es?“, fragt Timmi. „Mehr, als du zählen kannst“, sagt Mama Katze. „Aber du musst nicht alle zählen. Zehn reichen für heute.“ Im Haus ist alles ruhig. Nur die Treppe knackt einmal leise.

Timmi zählt noch einmal von vorn. „Eins, zwei, drei.“ Bei vier fallen ihm die Augen zu. Er sieht die Sterne trotzdem: kleine runde Lichter hinter seinen Lidern.

Mama Katze schnurrt neben ihm: brrr, brrr. Timmi hört den Wind im Garten. Er hört ein Auto weit weg auf der Straße. Er hört seinen eigenen Atem. Er hört Mama Katze atmen. Ihre Atemzüge sind langsamer als seine.

Am Morgen wird Timmi in die Kiste klettern. Er wird darin sitzen und schnurren. Aber das ist morgen. Jetzt ist Nacht. Draußen zieht eine kleine Wolke am Mond vorbei. Die Sterne leuchten weiter.

Timmi macht die Augen noch einmal auf. Die Sterne sind immer noch da. Sie bleiben die ganze Nacht. Dann schläft Timmi ein. Auf dem Fensterbrett, neben Mama Katze, unter all den Sternen. Gute Nacht, Timmi.

  • Kater Timmi liegt auf dem Fensterbrett und schaut zu den Sternen

    Kater Timmi zählt Sterne

    Alter: ab 3 Jahren

    Kater Timmi zählt Sterne und schläft neben Mama Katze ein.

Frieda und das Glühwürmchen

Hörfassung · 4 Min.
Frieda und das Glühwürmchen
0:004:23
MP3 herunterladen (2,5 MB)

Frieda ist eine kleine Katze mit weißen Pfoten. Am Abend sitzt sie auf der Wiese hinter dem Haus. Sie wartet auf etwas Schönes.

Da blinkt es im Gras. Ein kleines Licht. Es blinkt einmal, dann ist es weg. Frieda schleicht näher.

Das Licht ist winzig und grün. Frieda hat noch nie ein Glühwürmchen gesehen. Sie bleibt ganz ruhig stehen.

Im Gras sitzt ein Glühwürmchen. Es heißt Lumi und ist sehr traurig. „Mein Licht ist müde“, sagt Lumi. „Es leuchtet nur noch ganz kurz.“ Lumi reibt die Flügel aneinander. Es versucht es noch einmal. Es blinkt. Dann ist es wieder dunkel.

„Warum ist dein Licht müde?“, fragt Frieda. „Ich habe zu viel geflimmert“, sagt Lumi. „Jetzt ist mein Licht ganz dünn.“ Lumi ist kleiner als ein Blatt. Es sitzt auf einem Halm und lässt die Flügel hängen.

Frieda überlegt lange, so lange, dass eine Schnecke vorbeikriecht. Dann weiß sie es. „Komm“, sagt sie. „Wir suchen einen ruhigen Platz.“

„Ich habe eine Idee“, sagt Frieda. „Ich trage dich.“ Lumi krabbelt auf Friedas Rücken, zwischen die Schulterblätter. Frieda geht langsam, damit Lumi nicht rutscht.

Sie gehen zum Teich. Am Teich stehen hohe Gräser. Dort ist es still. Kein Wind, keine Stimmen, nur das leise Plätschern des Wassers. Über dem Wasser hängt ein leichter Nebel. Die Gräser bewegen sich kaum. Hier kann Lumi ausruhen.

Auf dem Weg kommen sie an einem Apfelbaum vorbei. Im Baum schläft ein Vogel. Lumi flüstert: „Pssst.“ Frieda flüstert auch: „Pssst.“

Das Gras ist nass vom Abendtau. Friedas Pfoten werden nass. Das macht nichts. Sie geht weiter, Schritt für Schritt.

Lumi setzt sich auf einen Stein. Frieda legt sich daneben. Sie schnurrt leise: brrr, brrr. „Was machst du da?“, fragt Lumi. „Ich singe ohne Worte“, sagt Frieda. „Das hilft beim Ausruhen.“

Sie sitzen eine Weile. Frieda schnurrt. Lumi atmet ruhig. Dann wird Lumi heller. Erst ein kleines Blinken, dann ein warmes Leuchten.

„Mein Licht ist wieder da“, freut sich Lumi. „Danke, Frieda.“ Lumi fliegt vor Frieda her, im Takt ihrer Schritte. Über das Gras, über den Weg, bis zum Gartentor. Frieda läuft hinterher.

Drinnen wartet die warme Küche. Frieda trinkt einen Schluck Milch und schaut noch einmal aus dem Fenster. Über der Wiese blinkt ein kleines Licht. Frieda gähnt.

„Kommst du morgen wieder?“, fragt Frieda leise. Draußen flimmert das Licht zweimal. Das heißt: Ja. In ihrem Körbchen rollt Frieda sich zusammen. Ihre Pfoten sind kühl und müde. Ihr Herz ist warm. Gute Nacht, Frieda.

  • Katze Frieda und das Glühwürmchen Lumi auf der Wiese am Teich

    Frieda und das Glühwürmchen

    Alter: ab 4 Jahren

    Katze Frieda hilft dem Glühwürmchen Lumi, dessen Licht müde geworden ist.

Kater Mats und das Schnurrkonzert

Hörfassung · 5 Min.
Kater Mats und das Schnurrkonzert
0:005:02
MP3 herunterladen (2,9 MB)

Kater Mats liegt in seinem Körbchen. Er ist müde. Aber im Haus ist es laut.

Die Uhr im Flur tickt. Der Kühlschrank brummt. Im Badezimmer fällt ein Tropfen ins Waschbecken: tropf, tropf. Mats dreht sich auf die andere Seite. Mats dreht sich zurück.

„So kann ich nicht schlafen“, sagt Mats. Er steht auf und geht ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa ist es weich. Aber die Uhr tickt hier noch lauter.

Mats geht in die Küche. Auf dem Küchenstuhl liegt ein Kissen. Aber der Kühlschrank brummt hier noch lauter.

Mats geht ins Badezimmer. Auf dem Handtuch ist es warm. Aber der Tropfen fällt hier noch lauter: tropf, tropf, tropf.

Mats geht in den Flur. Auf dem Schuhschrank steht eine leere Kiste. Kisten sind gemütlich. Mats klettert hinein. Er hört die Uhr, den Kühlschrank und den Tropfen auf einmal.

„Überall ist es laut“, murmelt Mats. Er geht zurück in sein Körbchen. Er legt den Kopf auf die Pfoten.

Mats geht zum Fenster. Draußen ist der Mond. Draußen ist es still. Aber die Fensterbank ist kalt, und Mats ist ein Hauskater. Er bleibt lieber drinnen.

Auf dem Teppich liegt ein Wollknäuel. Mats stupst es mit der Pfote an. Es rollt weg. Das macht Spaß, aber nicht müde.

Dann fällt ihm etwas ein. Seine Mama hat immer gesagt: „Wenn du nicht schlafen kannst, dann hör auf dein Schnurren.“ Mats macht die Augen zu. Er atmet tief ein. Er atmet tief aus. Und dann fängt er an zu schnurren.

Brrrr. Brrrr. Brrrr. Mats hört seinem Schnurren zu. Es klingt wie ein leises Lied. Brrrr. Brrrr. Brrrr.

Die Uhr tickt. Der Kühlschrank brummt. Der Tropfen fällt. Aber Mats hört jetzt etwas anderes: das Lied in seiner Brust. Tick, brumm, tropf, brrrr. Tick, brumm, tropf, brrrr. Auf einmal klingt alles zusammen nicht mehr laut. Es klingt wie ein Konzert.

Da kommt die kleine Katze Möhrchen ins Zimmer. Möhrchen ist noch jung und hat weiche Ohren. „Darf ich bei dir schlafen?“, fragt Möhrchen. „Mein Platz ist so still.“

„Komm her“, sagt Mats. Möhrchen rollt sich neben ihm zusammen. Mats schnurrt weiter. Brrrr. Brrrr. Brrrr.

„Möhrchen, hörst du das?“, flüstert Mats. „Das ist mein Schnurrkonzert.“ „Ich höre es“, murmelt Möhrchen. „Es ist schön.“

Möhrchen hört das Lied. Möhrchens Augen werden schwer. Möhrchen gähnt. Möhrchen schläft.

Nach einer Weile wird das Konzert leiser. Nicht weil Mats aufhört. Sondern weil Mats schläft. Das Schnurren läuft weiter, ganz von allein, so wie die Uhr tickt und der Kühlschrank brummt.

Die Uhr tickt. Der Kühlschrank brummt. Der Tropfen fällt. Und die zwei Katzen schlafen in ihrem Körbchen, mitten in ihrem Schnurrkonzert.

Gute Nacht, Mats. Gute Nacht, Möhrchen.

  • Kater Mats und die kleine Katze Möhrchen schlafen zusammen im Körbchen

    Kater Mats und das Schnurrkonzert

    Alter: ab 3 Jahren

    Kater Mats entdeckt sein Schnurren als Einschlafhilfe und teilt es mit Möhrchen.

Vorlese-Tipps

Mit ein paar kleinen Handgriffen wird das Vorlesen zum ruhigen Abschluss des Tages.

  • Tempo: Lest langsamer, als ihr sonst sprecht, und macht nach jedem Absatz eine kurze Pause. Bei den Katzengeschichten passt ein Tempo, bei dem euer Kind den Sätzen gut folgen kann.
  • Stimme: Eine leise, gleichmäßige Stimme beruhigt mehr als viele verschiedene Rollen. Für Katze Kuno reicht ein weiches Schnurren: brrrr, brrrr.
  • Ritual: Gleicher Ort, gleiche Zeit, gleicher Schlusssatz. So weiß euer Kind: Jetzt ist der Tag zu Ende.
  • Licht: Dimmt das Licht, bevor ihr anfangt. Ein kleines Licht reicht zum Lesen, der Rest des Zimmers darf dunkel sein.
  • Fragen: Eine einzige Frage pro Geschichte reicht, zum Beispiel: „Wo hat Kuno sein Kissen gefunden?“ Mehr Fragen halten euer Kind eher wach.
  • Wiederholung: Viele Kinder möchten dieselbe Geschichte mehrere Abende hintereinander hören. Die Wiederholungen im Text geben ihnen Sicherheit.
  • Am nächsten Tag: Wer die Katze noch einmal erleben möchte, kann sie ausmalen: Bei Ausmalbilder Katze gibt es kostenlose Vorlagen zum Ausdrucken.
Diese Geschichte mit dem Namen eures KindesDie Gute-Nacht-Geschichte, in der euer Kind selbst die Hauptrolle spielt – mit ruhigem Tempo und leiser Musik.Jetzt Geschichte erstellen

Quellen

  1. kp0114 · abgerufen am 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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