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Max und Moritz – kindgerecht nacherzählt

Max und Moritz ist eine Bildergeschichte von Wilhelm Busch aus dem Jahr 1865: Zwei Lausbuben treiben in ihrem Dorf sieben Streiche, bis sie am Ende in einer Mühle landen. Wir haben die gereimte Geschichte als kindgerechten Vorlesetext nacherzählt – mit kurzer Zusammenfassung, Figurenübersicht und Fragen zum Gespräch. Dazu gibt es die Hörfassung zum Anhören, etwa beim Einschlafen.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 17 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Zwei Jungen mit Mützen und kurzen Hosen schauen hinter einem Holzzaun hervor – Titelbild zur kindgerechten Nacherzählung von Max und Moritz
Jahr
1865
Alter ab
5
Autor/Herkunft
Wilhelm Busch – Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen (Erstausgabe 1865)

Neu erzählt nach Wilhelm Busch (1865)

Wilhelm Buschs Bildergeschichte von 1865 gibt es hier als ruhige Vorlese- und Hörgeschichte, in der die beiden Lausbuben Streich für Streich durch ihr Dorf ziehen.

Max und Moritz – die Geschichte zum Vorlesen

Hörfassung · 9 Min.
Max und Moritz – Hörfassung der Nacherzählung
0:009:28
MP3 herunterladen (5,4 MB)

In einem Dorf am Bach leben zwei Jungen, die sich besser benehmen sollten: Max und Moritz. Sie sitzen nicht gern in der Kirche, lernen nicht gern in der Schule und finden fast alles langweilig, was brav ist. Dafür fällt ihnen immer wieder etwas ein, womit sie Mensch und Tier ärgern können – ein Streich nach dem anderen. Der Dichter, der ihre Geschichte aufgeschrieben hat, warnt gleich am Anfang: Wer so viel Unfug treibt, für den geht es selten gut aus. Und tatsächlich endet hier alles anders, als die beiden es sich vorgestellt haben.

Erster Streich

Witwe Bolte wohnt in einem Haus mit einem Hof und einem großen Apfelbaum. Zu ihr gehören drei Hühner und ein stolzer Hahn, und sie hält die Tiere in Ehren: Sie legen Eier, und ab und zu gibt es sonntags einen Braten. Max und Moritz schneiden Brot in vier Stücke, jedes so dick wie ein kleiner Finger, und binden jedes Stück an einen langen Faden. Die Fäden legen sie kreuz und quer in den Hof der Witwe. Der Hahn entdeckt die Brocken zuerst und ruft laut „Kikeriki!“. Sofort kommen die Hühner gelaufen und schlucken ein Stück nach dem anderen. Doch die Fäden hängen noch aneinander. Die Tiere flattern auf, ziehen hin und her und verheddern sich immer mehr. Am Ende bleiben sie an einem dürren Ast des Apfelbaums hängen. Witwe Bolte hört in ihrer Kammer den Jammer, läuft hinaus und steht fassungslos vor ihrem Baum. Weinend klagt sie, dass an diesem Apfelbaum ihr ganzer Stolz gehangen habe, holt die toten Tiere herunter und trägt sie ins Haus zurück. „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.“

Zweiter Streich

Witwe Bolte will den Verlust nicht wegwerfen. Nach langem Hin und Her entscheidet sie sich, die Hühner zu rupfen, in die Pfanne zu legen und zu braten. Während sie weint, steht ihr Spitz neben ihr und schaut zu. Nur kurz muss die Witwe in den Keller, um Sauerkohl zu holen – und genau diese Pause nutzen die beiden Buben. Sie riechen den Braten bis auf die Straße, klettern aufs Dach und lassen eine Angel durch den Schornstein hinunter. Ein gebratenes Huhn nach dem anderen verschwindet aus der Pfanne: „Schnupdiwup!“ Der Spitz sieht alles und bellt aufgeregt, aber niemand hört auf ihn. Als die Witwe mit dem Teller zurückkommt, ist die Pfanne leer. Sie schimpft auf den Hund und jagt ihn mit dem schweren Kochlöffel durch den Hof, obwohl er nichts getan hat. Die beiden Buben sitzen inzwischen hinter der Hecke und schmausen in aller Ruhe. Am Ende guckt nur noch ein Hühnerbein aus ihrem Versteck hervor.

Dritter Streich

Im Dorf lebt auch der Schneider Böck. Er näht für alle die Kleidung, die sie brauchen – Röcke für den Alltag und für den Sonntag, lange Hosen, spitze Fräcke, Westen mit bequemen Taschen, warme Mäntel und Gamaschen. Wenn irgendwo ein Knopf fehlt oder etwas geflickt werden muss, geht man zu ihm. Deshalb mögen alle den Schneidermeister. Vor seinem Haus führt ein schmaler Steg über den Bach, und genau dort lauern die beiden Buben. Sie sägen heimlich eine Lücke in das Holz, verstecken sich und rufen dann von der anderen Seite herüber: „Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“ So etwas kann Böck nicht auf sich sitzen lassen. Er greift seine Elle und läuft über den Steg – kracks! Das Holz bricht, und der Schneider fällt ins Wasser. Zwei Gänse, die vorbeischwimmen, ziehen ihn ans Ufer. Zu Hause legt ihm Frau Böck ein heißes Bügeleisen auf den Bauch, und bald heißt es im Dorf wieder, Böck sei munter. Die Buben aber sind längst über alle Berge.

Vierter Streich

Eigentlich sollte jedes Kind etwas lernen – lesen, schreiben, rechnen. Doch wer böse Streiche im Kopf hat, hört dem Lehrer nicht zu. So geht es auch den beiden, und deshalb mögen sie Lehrer Lämpel nicht. Dabei ist Lämpel ein freundlicher, frommer Mann: Er spielt in der Kirche die Orgel und raucht nach Feierabend gern eine Pfeife. Eines Sonntags, als der Lehrer im Gottesdienst sitzt, schleichen sich Max und Moritz in sein Haus. Max nimmt die Meerschaumpfeife vom Tisch, Moritz zieht die Pulverflasche aus der Tasche und schüttet Schießpulver in den Pfeifenkopf. Nichts davon ahnt der Lehrer. Am Nachmittag setzt er sich zufrieden hin, zündet die Pfeife an und sagt, die größte Freude sei doch die Zufriedenheit. Dann gibt es einen lauten Knall. Kaffeetopf, Wasserglas, Tabaksdose, Tintenfass, Ofen und Tisch fliegen durch die Stube, und der Lehrer liegt auf dem Rücken. Zum Glück lebt er noch, aber Gesicht, Hände und Ohren sind rußschwarz, und sein letztes Haar ist versengt. Nur die Pfeife ist für immer kaputt.

Fünfter Streich

Onkel Fritz wohnt ebenfalls im Dorf. Eigentlich sollte man zu einem Onkel höflich sein, ihm die Zeitung bringen, ihm die Stiefel ausziehen und freundlich „Guten Morgen“ sagen. Max und Moritz finden das langweilig. Im Sommer, wenn die Maikäfer durch die Bäume krabbeln, schütteln sie eine ganze Ladung der Tiere vom Baum, sperren sie in eine Papiertüte und schütten sie heimlich unter die Bettdecke des Onkels. Der ahnt nichts, zieht sich die Zipfelmütze über die Ohren und schläft ein. Kurz darauf krabbelt und kratzt es unter der Decke. Ein Käfer nach dem anderen kommt hervor, einer setzt sich direkt auf die Nase. „Bau!“ ruft der Onkel, springt aus dem Bett und trampelt und schlägt in der Stube herum, bis kein Käfer mehr übrig ist. Danach hüllt er sich wieder in die Decke und schläft weiter – von den beiden Buben ahnt er nichts.

Sechster Streich

In der Osterzeit backt der Bäcker im Dorf viele süße Zuckersachen. Max und Moritz hätten gern etwas davon, aber das Backhaus ist abgeschlossen. So bleibt nur der Schornstein: Schwarz wie Raben rutschen die beiden hinunter und landen in der Kiste mit dem Mehl. Von oben bis unten sind sie nun weiß wie Kreide. Schon sehen sie die Brezeln liegen, doch dann bricht der Stuhl unter ihnen durch, und beide landen im Kuchenteig. Der Bäcker kommt herein und entdeckt die Zuckerlecker. Kurz entschlossen formt er aus ihnen zwei Brote und schiebt sie in den glühenden Ofen. Als er sie herauszieht, sind sie braun und knusprig, und jeder im Dorf denkt, jetzt sei es um die beiden geschehen. Aber nein! Knusper, knasper fressen sie sich durch die Kruste und laufen dem verdutzten Bäcker davon.

Letzter Streich

Nun fehlt nur noch ein Streich – und der wird den beiden zum Verhängnis. Bauer Mecke trägt einen schweren Sack Korn zur Mühle. Vorher haben die beiden kleine Löcher in den Sack geschnitten, und nun rinnt das Korn auf den Weg. Der Bauer wundert sich, dass seine Last immer leichter wird, dreht sich um und entdeckt die Buben im Getreidehaufen. Ohne lange zu zögern, schaufelt er sie in seinen leeren Sack und trägt sie zur Mühle. „Meister Müller, heran!“, ruft er, „mahl das, so schnell du kannst!“ Der Müller schüttet die Bösewichter in den Trichter. „Rickeracke, rickeracke“ geht die Mühle mit Geknacke, und am Ende bleibt von den beiden nichts als feines Schrot. Das picken die Hühner und Enten des Müllers auf.

Als die Nachricht davon im Dorf ankommt, ist niemand wirklich traurig. Witwe Bolte, milde geworden, sagt, sie habe es gleich gedacht. Schneider Böck meint, Bosheit sei kein Lebenszweck. Lehrer Lämpel nennt es wieder ein Exempel, und Onkel Fritz findet, das komme von dummen Witzen. Nur Bauer Mecke brummt auf Plattdeutsch, es gehe ihn nichts an. Kurz darauf geht durch das ganze Dorf ein zufriedenes Gebrumm: „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei mit der Übeltäterei!“

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Max und Moritz in Kürze

Zwei Lausbuben treiben in ihrem Dorf einen Streich nach dem anderen. Erst sterben Witwe Boltes Hühner, dann angeln die beiden die gebratenen Hühner aus der Pfanne, dann bricht Schneider Böck durch den angebohrten Steg. Lehrer Lämpel verliert seine Pfeife, Onkel Fritz findet Maikäfer im Bett, und der Bäcker backt die Buben fast zu zwei Broten. Am Ende schneiden sie Löcher in Bauern Meckes Kornsack. Der Bauer fängt sie, bringt sie zur Mühle, und dort endet ihr Weg. Im Dorf atmet man auf – und die Lehre der Geschichte heißt: Bosheit ist kein Lebenszweck.

Die Figuren

  • Max – einer der beiden Lausbuben, der bei fast jedem Streich mit dabei ist.
  • Moritz – der zweite Lausbube; bei Lehrer Lämpel holt er die Pulverflasche aus der Tasche.
  • Witwe Bolte – die Nachbarin mit drei Hühnern und einem Hahn; im ersten und zweiten Streich verliert sie alles.
  • Spitz – der Hund der Witwe; er sieht die Buben auf dem Dach, wird aber für den Diebstahl bestraft.
  • Schneider Böck – der Schneider des Dorfes, der über den angebohrten Steg stürzt und von zwei Gänsen gerettet wird.
  • Lehrer Lämpel – der freundliche Lehrer und Organist, in dessen Pfeife die Buben Schießpulver füllen.
  • Onkel Fritz – der Onkel, der eine Nacht lang Maikäfer im Bett hat.
  • Meister Bäcker – der Bäcker, der in der Osterzeit zwei Brote aus den Buben backt.
  • Bauer Mecke – der Bauer, der sie im Kornsack fängt und zur Mühle bringt.
  • Meister Müller – der Müller, dessen Mühle die beiden erwischt und dessen Federvieh die Reste frisst.

Wer wissen möchte, woher der Name Moritz kommt, findet bei uns Vorname Moritz: Bedeutung und Herkunft.

Was lernen Kinder daraus?

Wer Streiche macht, merkt oft erst hinterher, was er anderen damit antut – genau das zeigt diese Bildergeschichte. Die Opfer sind keine Namen am Rand: Witwe Bolte verliert ihre Hühner, Schneider Böck landet im Bach, Lehrer Lämpel verliert seine Pfeife, Onkel Fritz seine Nachtruhe. Auffällig ist, dass die beiden Buben fast nie mit eigenen Augen sehen, was sie angerichtet haben; das erleben nur die Leserinnen und Leser mit2. Das macht die Geschichte so wertvoll fürs Gespräch: Am Ende steht keine Strafpredigt, sondern die Frage, wie sich die Betroffenen fühlen. Wilhelm Busch hat später gesagt, das meiste sei nur ausgedacht, aber dass böse Streiche kein gutes Ende nehmen, daran sei schon etwas dran2. Genau diesen Gedanken können Kinder behalten.

Herkunft und Entstehung

Wilhelm Busch, der 1908 starb, war ein deutscher humoristischer Dichter und Zeichner. Seine Bildergeschichte „Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“ wurde Ende Oktober 1865 erstveröffentlicht und zählt damit zu seinem Frühwerk2. Schon seit 1865 hat sie Millionen von kleinen und großen Lesern begeistert und gehört zu den bekanntesten Werken von Wilhelm Busch1.

Angefangen hat alles im November 1863: Bis zum 12. Dezember desselben Jahres lagen rund 100 Zeichnungen vor, die Busch im Oktober 1864 seinem Verleger Heinrich Richter anbot2. Richter lehnte das Manuskript Anfang 1865 ab – auch sein Vater Ludwig Richter hielt nichts davon. Danach ging die Geschichte an Kaspar Braun, in dessen Umfeld auch die Fliegenden Blätter erschienen2. Zwischen Buschs Brief an Braun im Februar 1865 und der Lieferung der Holzstiche vergingen sechs Monate2.

Für den Druck wurden die Zeichnungen als Holzstich übertragen, was kräftige Konturen erklärt; erst ab Mitte der 1870er Jahre arbeitete Busch mit Zinkografie2. Die Erstausgabe wurde mit Schablonen von Hand koloriert, spätere Auflagen wurden bunter, und ab 1918 stand der Farbendruck zur Verfügung2. Heute ist das Buch in 300 Sprachen und Dialekte übertragen, viele Reime daraus sind zu geflügelten Worten geworden, und seit 1984 verleiht der Comic-Salon Erlangen den Max-und-Moritz-Preis2.

Manche Szenen wirken heute rau, vor allem das Ende in der Mühle. Zum Verständnis hilft der Blick in die Entstehungszeit: In der Erziehung herrschte damals eine harte Zucht- und Prügelpädagogik, gewünscht war ein gehorsames, störungsfreies Wohlverhalten der Kinder, und jede Abweichung wurde streng bestraft2.

Bauer in Max und Moritz

Im letzten Streich taucht eine Figur auf, die vorher nur am Rand des Dorfes zu ahnen war: der Bauer. Er heißt Mecke, trägt seinen Kornsack zur Mühle und ist derjenige, der die beiden Lausejungen zu ihrem Exekutionsort bringt2. Anders als die übrigen Dorfbewohner klagt er nicht über die Streiche – er packt zu und liefert die beiden ab. Sein Name führt mitten in Buschs Welt: Der Dichter lebte den größten Teil seines Lebens in norddeutschen Dörfern und holte sich dort seine Figuren2. Darauf weisen schon die zwei plattdeutschen Zeilen hin, die als einzige im ganzen Text stehen und von Bauer Mecke gesprochen werden2. Bauern begegnen einem bei Busch auch in früheren Bildergeschichten, etwa in Geschichten um einen listigen Bauern2.

Bauer mit Kornschaufel und großem Leinensack vor einer Windmühle – Illustration zum letzten Streich von Max und Moritz

Der Originaltext

Wie die Geschichte im Original klingt, könnt ihr hier in Buschs eigenen Versen nachlesen.

Eine Bubengeschichte

in sieben Streichen

(1865)

Vorwort

Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;

Die, anstatt durch weise Lehren
Sich zum Guten zu bekehren,
Oftmals noch darüber lachten
Und sich heimlich lustig machten. –
– Ja, zur Übeltätigkeit,
Ja, dazu ist man bereit! –
– Menschen necken, Tiere quälen,
Äpfel, Birnen, Zwetschen stehlen – –
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle. –
– Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich, auf das Ende sehe!! –
– Ach, das war ein schlimmes Ding,
Wie es Max und Moritz ging.
– Drum ist hier, was sie getrieben,
Abgemalt und aufgeschrieben.

Inhalt

Erster Streich

Zweiter Streich

Dritter Streich

Vierter Streich

Fünfter Streich

Sechster Streich

Letzter Streich

Text: Wilhelm Busch, Quelle: Max und Moritz (Wikisource). Gereimter Originaltext; Bilder von Busch gemeinfrei.

Fragen zum Gespräch mit eurem Kind

Nach dem Vorlesen helfen offene Fragen mehr als eine Moral:

  1. Warum machen die beiden ihre Streiche, obwohl sie merken, dass es anderen weh tut?
  2. Wie hätten sich Witwe Bolte, Schneider Böck und Lehrer Lämpel wohl gefühlt?
  3. Welche Stelle findest du lustig – und welche ist dir vielleicht zu gruselig?
  4. Hätte jemand im Dorf etwas tun können, damit es anders ausgeht?
  5. Hast du selbst schon einmal jemanden geärgert? Was hast du danach gemacht?

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Häufige Fragen

Wer ist Max und wer ist Moritz?
Die Geschichte nennt die beiden fast immer im Doppelpack, eigenständige Rollen haben sie nicht. Wer genau hinsieht, findet kleine Unterschiede: Max hält meist die Angel oder die Pfeife in der Hand, Moritz holt die Pulverflasche aus der Tasche2. Als Vorbild gilt Buschs Jugendfreund Erich Bachmann, der als Junge von derber Struktur war, während Busch selbst einen Haarwirbel hatte, der bei Moritz zur kessen Tolle wurde2.
Wer hat Max und Moritz geschrieben?
Die Bildergeschichte stammt von Wilhelm Busch, einem deutschen humoristischen Dichter und Zeichner. Sie wurde Ende Oktober 1865 erstveröffentlicht und zählt damit zu seinem Frühwerk2. Ursprünglich sollte sie bei Heinrich Richter erscheinen, der das Manuskript Anfang 1865 ablehnte; danach kam sie über Kaspar Braun und die Fliegenden Blätter heraus2. Seit 1865 hat das Buch Millionen von kleinen und großen Lesern begeistert1.
Wie heißt der Bauer bei Max und Moritz?
Der Bauer heißt Mecke. Er ist der Mann, der die beiden Lausejungen am Ende zu ihrem Exekutionsort trägt2: Im letzten Streich fängt er sie in einem Sack und bringt sie zur Mühle. Seinen Namen hat Busch aus der norddeutschen Dorfwelt gegriffen, in der er die meiste Zeit seines Lebens wohnte. Darauf weisen auch die zwei plattdeutschen Zeilen hin, die als einzige im ganzen Text stehen und von Bauer Mecke gesprochen werden2.
Wie heißt der Schneider bei Max und Moritz?
Der Schneider heißt Böck, im Dorf kennt man ihn als Schneidermeister, der für alle die Kleidung näht2. Die beiden Buben sägen den Steg vor seinem Haus an und locken ihn mit dem Spottruf „Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“, der auf ein altes Gerücht über Schneider und Ziegen anspielte2. Böck stürzt ins Wasser und wird von zwei Gänsen ans Ufer gezogen2; zu Hause kümmert sich Frau Böck um ihn.

Quellen

  1. Max und Moritz · abgerufen am 11.10.2026
  2. Max und Moritz · abgerufen am 11.10.2026
  3. Max und Moritz · abgerufen am 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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