Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – Rechner und Tabelle

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
Die empfohlene Zunahme nach eurem BMI – mit Kurve bis zur 40. Woche.
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
schnuller.de · berechnet am 25.10.2026
Beispiel
So sieht euer Ergebnis aus – Beispielwerte: 170 cm, 60 kg vor der Schwangerschaft, Woche 25, heute 66 kg. Tragt eure Angaben ein.
Empfehlung für Deutschland (Netzwerk Gesund ins Leben, 2026). Der internationale Richtwert des IOM liegt bei 11,5 kg bis 16 kg.
Empfohlener Bereich (kg Zunahme) je Schwangerschaftswoche, Punkt = eure Angabe.
Eure Zunahme liegt im empfohlenen Bereich.
Mehr essen braucht ihr meist nicht: Für die meisten Schwangeren ist keine höhere Energiezufuhr nötig – „für zwei denken, nicht für zwei essen“.
Keine Diagnose – jede Schwangerschaft verläuft anders. Euer Gewicht wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung kontrolliert.
Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung und keine Rechtsberatung.
Dieser Rechner ordnet eure Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ein: Aus Körpergröße und Gewicht vor der Schwangerschaft berechnet er den BMI, den empfohlenen Bereich bis zur Geburt und die Kurve bis Woche 40 – auf Wunsch ergänzt um eure aktuelle Schwangerschaftswoche, euer heutiges Gewicht und die Option Zwillinge.
So funktioniert der Rechner zur Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
Grundlage ist euer BMI vor der Schwangerschaft. Dafür teilt ihr das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat2. Der Rechner sortiert das Ergebnis in vier Gruppen: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht und ab 30 Adipositas.
Für die Empfehlung bis zur Geburt greift er auf zwei Quellen zurück. Die Handlungsempfehlungen für Deutschland nennen bei Normalgewicht 10 bis 16 kg; für die übrigen Gruppen steht dort keine eigene Zahl. familienplanung.de gibt ebenfalls 10 bis 16 Kilogramm als Richtwert an7 und nennt als optimal 12,5 bis 18 kg bei Untergewicht, 11,5 bis 16 kg bei Normalgewicht und 7 bis 11,5 kg bei Übergewicht2. Bei Adipositas (BMI ab 30) liegt der internationale Richtwert bei 5 bis 9 kg. Von einer Abmagerungskur während der Schwangerschaft wird abgeraten; angestrebt wird eher, die Zunahme gering zu halten1.

Die Bereiche sind Spannen und keine Zielgewichte: Sie beschreiben, in welchem Rahmen sich die Zunahme bei vielen Schwangeren bewegt4. Die Kurve beginnt flach: Bis Woche 13 liegt der empfohlene Bereich bei 0,5 bis 2 kg, danach steigt er gleichmäßig bis zum Zielbereich in Woche 40. Pro Woche kommen je nach Ausgangsgewicht 0,44 bis 0,58 kg (Untergewicht), 0,35 bis 0,50 kg (Normalgewicht), 0,23 bis 0,33 kg (Übergewicht) und 0,17 bis 0,27 kg (Adipositas) dazu. familienplanung.de nennt ab dem 4. Monat durchschnittlich etwa 450 g pro Woche2.
Warum zwei Zahlenreihen? Die deutsche Empfehlung von 2026 ist auf die Versorgung hierzulande abgestimmt, die internationalen Werte von 2009 gelten weltweit und werden weiter zitiert. Der Rechner zeigt beide, damit ihr seht, wie breit der Korridor ist.
Gebt ihr Schwangerschaftswoche und heutiges Gewicht ein, vergleicht der Rechner eure bisherige Zunahme mit dem Bereich für diese Woche. Einzelne Wochen sagen wenig; aussagekräftiger ist der Verlauf über mehrere Wochen.
Erwartet ihr Zwillinge, zeigt der Rechner die vorläufigen internationalen Richtwerte von 17 bis 25 kg bei Normalgewicht, 14 bis 23 kg bei Übergewicht und 11 bis 19 kg bei Adipositas. Eine deutsche Empfehlung für Zwillinge gibt es nicht; familienplanung.de nennt für Zwillinge 15,9 bis 20,4 kg2.
Der alte Satz, man esse für zwei, ist überholt: Eine Schwangere braucht keinen doppelten Speiseplan, sondern eine nährstoffreiche Auswahl1. In den ersten Monaten braucht der Körper noch keine Extra-Energie, später nur wenig mehr4.
Wenn ihr unsicher seid, in welcher Schwangerschaftswoche ihr gerade seid, hilft euch der SSW-Rechner. Den Entbindungstermin könnt ihr mit dem Geburtstermin-Rechner bestimmen.
Beispielrechnung
Eine Frau ist 170 cm groß und wiegt vor der Schwangerschaft 60 kg. Sie ist in Woche 25, die Waage zeigt heute 66 kg.
Der Rechner ermittelt einen BMI von 20,8 – also Normalgewicht. Empfohlen sind bis zur Geburt 10 bis 16 kg, international 11,5 bis 16 kg. Für Woche 25 ergibt die Kurve einen Bereich von 4,7 bis 8,2 kg. Mit 6 kg liegt sie genau darin.
Wäre sie mit Zwillingen schwanger, läge der Richtwert bei Normalgewicht bei 17 bis 25 kg.
Hinweise und Grenzen
Der Rechner ist eine Orientierung, keine Diagnose. Er arbeitet mit Körpergröße, Ausgangsgewicht und – wenn ihr sie eintragt – Schwangerschaftswoche und heutigem Gewicht. Weitere Faktoren wie Übelkeit, Ernährung oder Mehrlingsschwangerschaft fließen nur grob ein3. Die Empfehlungswerte stammen aus den Handlungsempfehlungen für Deutschland und den internationalen Richtwerten des Institute of Medicine von 2009.
Der BMI ordnet nur ein. Woran Über- oder Untergewicht liegt, verrät er nicht3. Das Gewicht des Kindes zeigt der Rechner ebenfalls nicht: Ob euer Baby gut versorgt ist, beurteilen Hebamme, Ärztin oder Arzt bei der Vorsorge im Ultraschall oder durch Abtasten5. Auch die Ursache einer Veränderung erkennt er nicht – Wassereinlagerungen verändern das Gewicht, ohne dass Fettgewebe entsteht7.
Liegt euer Wert außerhalb des angezeigten Bereichs, heißt das nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt. Es kann an einer anderen Ausgangslage, an Wassereinlagerungen oder an einem Schub liegen. Wenn ihr unsicher seid, fragt in der Praxis nach: Dort seht ihr den vollständigen Verlauf und könnt ihn mit dem Mutterpass vergleichen.
Bei Übergewicht sind eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung besonders wichtig, damit die Zunahme nicht zu hoch ausfällt2. Für Frauen mit Essstörungen kann die Zunahme eine große Belastung sein; eine psychotherapeutische Begleitung hilft oft, am besten schon vor der Schwangerschaft2.
Nach der Geburt dauert es meist eine Weile: In den ersten zwei Monaten verlieren die meisten Frauen von selbst ungefähr 10 bis 12 kg8. Bis das Ausgangsgewicht wieder erreicht ist, braucht der Körper oft ähnlich lange wie eine Schwangerschaft1. Wer danach dauerhaft mehr wiegt, profitiert am meisten von einer Kombination aus Bewegung und Ernährungsumstellung8.
Alle Rechner rund um Schwangerschaft, Geburt und Familie findet ihr unter Rechner für Familien.
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft pro Monat – Tabelle
Die Zunahme verläuft in Schüben, nicht in gleichmäßigen Monatsschritten. In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten nehmen Schwangere meist nur wenig zu; bei starkem Schwangerschaftserbrechen kann das Gewicht anfangs sogar leicht sinken2. Ab dem 4. Monat steigt das Körpergewicht dann um durchschnittlich etwa 450 g pro Woche2.
| Zeitraum | Durchschnittliche Zunahme |
|---|---|
| 1. Trimester | höchstens 1,5 bis 2 kg; bei Übelkeit auch weniger4 |
| 2. Trimester | 4 bis 6 kg, etwa 400 bis 600 g pro Woche4 |
| 3. Trimester | 5 bis 7 kg, im Schnitt 2 kg pro Monat4 |
| Gesamt bei Normalgewicht | 10 bis 16 kg7 |
Der Rechner arbeitet mit Wochen statt mit Monaten, weil die Kurve so genauer wird. Nutzt die Tabelle deshalb als Orientierung: Sie zeigt, wie sich die Zunahme über die drei Abschnitte verteilt, nicht was in einem einzelnen Monat passieren muss.
Ein Teil der Zunahme ist nach der Geburt schnell wieder weg. Neben dem Kind tragen auch Plazenta und Fruchtwasser zum Gewicht bei, dazu kommen mehr Blut, Gewebswasser und Körperfett. So verteilt sich das zusätzliche Gewicht am Ende der Schwangerschaft2:
- Kind: 3,5 kg
- Gebärmutter: 1 kg
- Fruchtwasser: 1 kg
- Plazenta: 0,5 kg
- Brüste: 0,5 kg
- Blut: 1,5 kg
- Wassereinlagerungen: 1,5 kg
- Körperfett: 3 kg
Nur ein Teil dieser Pfunde ist Fettgewebe: Rund die Hälfte entsteht durch Baby, Fruchtwasser und Plazenta3. Zunehmen gehört dazu, weil Kind, Gebärmutter und Plazenta größer und schwerer werden und mehr Blut und Flüssigkeit dazukommen6.
Wassereinlagerungen schwanken von Tag zu Tag und können einen Teil der Zunahme erklären; in der Aufstellung sind sie mit 1,5 kg angesetzt2. Ödeme sind in der Schwangerschaft ganz normal, entwickeln sich in der Regel langsam und werden durch Bewegung, Kompressionsstrümpfe oder Hochlagern der Beine besser7.
Diese Werte sind Mittelwerte. Jede Schwangerschaft verläuft anders, auch bei derselben Frau4. Bei Zwillingen fällt die Zunahme höher aus3.
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – Rechner
Der Rechner ersetzt weder Waage noch Vorsorge. Gewichtskontrollen finden im Normalfall im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen statt: Ärztin oder Hebamme wiegen euch zu Beginn der Schwangerschaft, prüfen den Verlauf bis zur Geburt und tragen die Werte in den Mutterpass ein3. Auffällige Veränderungen sprechen sie von sich aus an3.
Ein tägliches Wiegen ist nicht nötig. Wenn ihr euren Verlauf zuhause mitverfolgen möchtet, wiegt euch am besten unter ähnlichen Bedingungen – zur gleichen Tageszeit und in ähnlicher Kleidung – und tragt die Werte in den Rechner ein. Einzelne Ausreißer sagen wenig, die Entwicklung über mehrere Wochen sagt mehr.
Das Ergebnis lässt sich teilen oder ausdrucken, wenn ihr es mit eurer Hebamme oder Ärztin besprechen möchtet. Praktisch ist das zum Beispiel vor einer Vorsorge: Tragt eure Werte ein, druckt die Einordnung aus und nehmt sie mit.
Die Vorsorge hat den besseren Überblick als jeder Rechner: Ärztin oder Hebamme sehen den Verlauf über Monate und kennen eure Ausgangslage. Wenn euch eine Zahl beunruhigt, sprecht sie in der nächsten Untersuchung an.
Häufige Fragen
Wie viel Gewichtszunahme ist in der Schwangerschaft normal?
Wie viel Energiezufuhr braucht eine schwangere Frau?
Was kann man gegen zu viel Gewichtszunahme in der Schwangerschaft tun?
Quellen
- Schwanger: Wie kontrolliere ich meine Gewichtszunahme? · Stand 30.04.2024
- Schwangerschaft: Gewicht und Gewichtszunahme · Stand 25.06.2026
- Die optimale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft · abgerufen am 11.10.2026
- Jetzt wird’s rund: Gewichtszunahme in der Schwangerschaft · abgerufen am 11.10.2026
- Größe und Gewicht des Ungeborenen · Stand 10.06.2025
- ICD-10-Code: Übermäßige Gewichtszunahme in der Schwangerschaft · abgerufen am 11.10.2026
- 13. bis 16. Schwangerschaftswoche · Stand 13.06.2024
- Gewicht abnehmen · Stand 06.06.2025
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