Ostergedichte – zum Vorlesen und Aufsagen

In dieser Sammlung findet ihr mehr als 60 Ostergedichte zum Kopieren – kurze und lustige, moderne und klassische sowie fertige Texte für die Karte. Viele Verse eignen sich zum Vorlesen und Aufsagen mit Kindern, andere schickt ihr einfach per Nachricht weiter. Sortiert ist alles nach Anlass, damit ihr schnell das passende Gedicht findet. Noch mehr Auswahl gibt es in unseren Gedichten für Kinder, dort warten auch Frühlingsgedichte auf euch.
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Kurze Ostergedichte
Diese kurzen Ostergedichte passen auf jede Karte, ins Osternest oder in eine Nachricht. Sie sind schnell auswendig gelernt und eignen sich gut zum Aufsagen mit Kindern.
Im grünen Gras, da liegt ein Ei, bunt bemalt und frisch und frei.
Ein Nest aus Moos, ein wenig Heu – darüber wacht der Hase, bis die Kinder kommen.
Hopp, hopp, über Stock und Stein, bald bringt er dir ein Ei ganz klein.
Früh am Ostermorgen läuft ein Häschen durch den Tau und zählt die Nester.
Osterglocken, Sonnenschein, bunte Eier im Gras – wie fein!
Leise schleicht der Hase in den Garten, sieht die Nester, lächelt und versteckt die Eier.
Eins, zwei, drei – legt der Hase schnell ein Ei.
Regen in der Nacht, Sonne am Morgen – Ostern kommt immer leise.
Kleine Glocke, heller Klang, Ostern ist nicht mehr lang.
Wer hat die Eier hier versteckt? Der Hase sagt es nicht, er hoppelt weiter.
Such im Gras, such im Beet, such hinter der Mauer – irgendwo liegt ein Ei für dich.
Lustige kurze Ostergedichte
Diese Verse sind zum Lachen gedacht: kleine Missgeschicke, naschende Hasen und ein Huhn, das nicht mitzählt. Ob lustige Ostergedichte kurz vor dem Eiersuchen oder eine längere Strophe fürs Osternest – hier ist für jeden etwas dabei.
Der Osterhase stopft den Sack, doch plumps – ein Ei macht KLACK!
Unser Huhn legt Eier, als wäre es in Eile. Der Hase kommt kaum hinterher und malt die letzten drei im Laufen an.
Ein Hase sitzt im Nest und grübelt: Warum sind die Eier oval? Runde Kugeln würden einfach davonsausen.
Hoppel, hoppel, eins, zwei, drei, heute gibt es Spiegelei.
Onkel Klaus sucht schneller als die Kinder. Am Ende sitzt er im Beet und hat eine Nacktschnecke gefunden.
Gack, gack, gack – mein Ei ist weg! Wer war das? Der Has im Versteck!
Alle Eier sind versteckt. Nur das Schoko-Ei im Korb hat sich selbst gefunden – und ist jetzt halb weg.
Kleiner Hase, großes Glück, bringst uns Eier, Stück für Stück.
Der Hase hat für jedes Kind ein Ei. Für Papa nicht – Papa hat ja schon Schokolade im Kühlschrank.
In unserem Garten liegt seit dem letzten Jahr ein Ei aus Plastik. Der Hase hat es übersehen, das Huhn auch.
Osterhase, hoch und klein, leg für uns ein paar Eier rein.
Klassische Ostergedichte
Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi1. Hier stehen ältere Verse zum Vorlesen und Aufsagen, dazu eigene Texte im ruhigen Ton.
Vom Morgengrauen steigen Nebel, unter den Buchen blüht das erste Grün, und über die Felder geht ein Licht, das aus dem Winter kommt und niemals ganz vergeht.
Der Winter wich, der Morgen bricht, und leis erglüht der Hügel; auf grünem Grund im hellen Licht ruht still und tief der Spiegel.
Was im Dunkeln lag, wird wach. Die Quelle findet ihren Weg ins Freie, und die Erde gibt ihren Blüten Raum.
Nun grünt der Halm, nun schweigt das Leid, nun wird die Welt aufs Neue bereit, nun legt der Tag sein golden Kleid auf Flur und Feld und stille Zeit.
Glocken läuten über das Tal. Sie klingen nicht nach Ende, sondern nach Anfang, und die Kinder bleiben unter dem Kirchturm stehen und hören zu.
Es ist ein alter Brauch, dass der Hase in der Osternacht über die Wiesen hoppelt. Wer Glück hat, sieht nur den Schwanz im Gras.
Ein tiefes Läuten geht durch Feld und Hain, und was verschlossen war, wird wieder weit; die Erde atmet auf im jungen Schein und öffnet ihre Tore dieser Zeit.
Vom Münster Trauerglocken klingen, Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf. Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen, Die Lerchen jubeln: Wache auf! Mit Erde sie ihn still bedecken, Das Grün aus allen Gräbern bricht, Die Ströme hell durchs Land sich strecken, Der Wald ernst wie in Träumen spricht, Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern, So weit ins Land man schauen mag, Es ist ein tiefes Frühlingsschauern Als wie ein Auferstehungstag.
Text: Joseph von Eichendorff, „Ostern“, Quelle: GedichteDer Has, der Has, der Hase, Hat uns gelegt im Grase Viel Eilein, gelb und roth, Will hinter Stauden und Hecken Er eilig sich verstecken, So hat es keine Noth, Wir suchen ihn im Grase, Da liegt er schon, der Hase. Auf bunten grünen Matten Guckt er aus jungem Schatten Des Blüthenbaums hervor, Hier bei den Tulpenbeeten, Dort hinter den Staketen, Bei’m hohen Gartenthor, O kommt, o kommt zu schauen, Die bunten, die grünen, die blauen. Im jungen Tannenwuchse, Im hohen, schlanken Buchse, Dort bei dem Veilchenstrauch, Hier in dem weichen Moose, Links vor der Maienrose Liegt gar ein schönes auch, Drei, vier, fünf, sechs dahinten Dicht bei den Hyazinthen. Gefunden sind nun alle, „Daß kein’s zur Erde falle, Nehmt Kinder! euch in Acht; Denn wenn zerbricht die Schale, Seid ihr mit einem Male Um alle Lust gebracht, Drum legt sie sacht ins Bettchen, Ins weiche Eierkrättchen.“ Zu süßen Osterfladen Sind wir nun eingeladen, Schon ist das Mahl bereit, Da lassen wir uns schmecken Die Fladen und die Wecken In aller Herrlichkeit: Vivat die Osterfeier, Die Fladen und die Eier!
Text: Karl Rudolf Hagenbach, „Der Osterhase“, Quelle: Gedichte, II. Bändchen, Basel 1846, S. 255–256(Zu dem Bilde S. 229.) Der Himmel dunstig. Im Grase blüh’n Maßliebchen und Veilchen herfür, Die Bäume knospen mit jungem Grün, Und Ostern steht vor der Thür. Da kehrt das Mädchen zum Dorfe her, Das zur Stadt frühmorgens ging. Der Korb so schwer – jetzt ist er leer; Und sie ist ein armes Ding. Sie kauften die Eier ihr ab zum Fest, Die die Hühner gelegt im Stall; Die Mutter packte den letzten Rest In den Korb, nun sind sie all’. Und sie hätte doch gern wie alle Welt Ihre Eierchen blau und rot – Nun hat sie nichts als das blanke Geld, Und die Mutter braucht es zu Brot. Und als sie kommt an den Wiesengrund, Da setzt sie sich nieder und denkt; Da schläft sie ein bei den Blumen bunt, Den Kopf auf den Korb gesenkt … Auf einmal hebt sich’s am Lattenzaun, Die langen Löffel gespitzt, Und sechs blitzblanke Aeugelchen schau’n Auf die Schläferin her verschmitzt. Drei Hasen, die kauern im Frühlingsgras, Und näher hüpfen zwei Und deuten: „Der dort ist der Osterhas!“ Und nicken vertraulich dabei. „Die schönsten Eier in kurzer Frist Sind dein – grad’ legt er sie dir!“ Und wie der mit Legen fertig ist, Da kommt er und duckt sich zu ihr. Er schmiegt sich an sie wie längst bekannt – Nun sieht sie ihn ganz genau! Die andern holen ein Netz, bis zum Rand Voll Eierchen rot und blau. Die packen sie einzeln Stück für Stück In ihren Korb daher, Sie zählt – ihr Herz schlägt hoch vor Glück – Ein ganzes Schock und mehr … Da ward das Mädchen vom Schlafe wach: Die Glocken gingen bim baum – Da schaute sie schnell im Korbe nach: Das Ganze war nur ein Traum! „Und hab’ ich geträumt, ich sah’ ihn doch! Kein andrer sieht ihn wie ich. Wo giebt’s auf der weiten Erde noch Ein Glückskind so wie mich!“ Victor Blüthgen. Der Traum von Osterhasen. Nach einer Originalzeichnung von W. Leo Arndt.
Text: Victor Blüthgen, „Der Traum vom Osterhasen.“, Quelle: Vorgeschlagene Gedichte: „Ostern (Eichendorff)“; „Der Osterhase (Hagenbach)“; „Der Traum vom Osterhasen“; „Ostern (Joachim Ringelnatz)“Wenn die Schokolade keimt, Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen „Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“ Endlich reimt, Und der Osterhase hinten auch schon preßt, Dann kommt bald das Osterfest. Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen Ostern naht auf Lenzesschwingen, – – – Dann mit jenen Dichterlingen Und mit deren jugendlichen Bräuten Draußen schwelgen mit berauschten Händen – – – Ach, das denk ich mir entsetzlich, Außerdem – unter Umständen – Ungesetzlich. Aber morgens auf dem Frühstückstische Fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe, frische Eier. Und dann ganz hineingekniet! Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme Durch geheime Gänge und Gedärme In die Zukunft zieht, Und wie dankbar wir für solchen Segen Sein müssen. Ach, ich könnte alle Hennen küssen, Die so langgezogene Kugeln legen.
Text: Joachim Ringelnatz, „Ostern“, Quelle: Allerdings, S. 45 1. Auflage
Moderne Ostergedichte
Diese modernen Ostergedichte erzählen von Eiersuche mit Handy in der Hand, von Regen am Ostermorgen und von Kaffee zwischen Wäscheständer und Beet. Kurze Zeilen, klare Sprache, kein Pathos.
Handy in der einen Hand, Eierkorb in der anderen: Wir laufen durch den Garten und finden am Ende nur den Gartenschlauch.
Im Videoanruf zeigt Oma ihre Osterglocken. Wir zeigen ihr die Eier. Zwölf Minuten später sind alle glücklich.
Der Kalender sagt Ostern, der Regen auch. Trotzdem steht die ganze Familie um 9 Uhr im Garten und sucht.
Zwischen Wäscheständer und Fahrradständer versteckt sich ein Ei mit einem blauen Streifen.
Kaffee in der einen Hand, das zweite Ei in der anderen – so sieht ein modernes Osterfest aus.
Ein Korb, ein Tuch, ein buntes Ei, wir legen alles still bereit.
Der Frühling schickt eine Nachricht: erst Regen, dann Sonne, dann vier Minuten ganz warm.
Wir blasen Eier aus, bemalen sie mit Filzstift und merken am Abend, dass drei davon schon gekocht waren.
Bunte Farben auf dem Tisch, bunte Finger, bunte Nasen – und die Küche sieht am Abend aus, als hätte dort ein Fest getagt.
Statt Eier zu verstecken, hat der Hase dieses Jahr eine Liste dagelassen. Wir suchen immer noch.
Sonntag, Sonne, Sonnencreme – Ostern kann auch einfach sein.
Ostergedichte für die Karte
Diese Texte sind fertig zum Abschreiben: kurze Wünsche, längere Kartengrüße und ein paar Zeilen für die Nachricht. Adressiert sind sie an Freundinnen, Nachbarn und die Familie.
Frohe Ostern! Ich wünsche dir helle Stunden, ein Nest voller bunter Eier und Menschen um dich, die dich gernhaben. Herzliche Grüße
Zu Ostern denke ich an dich. Möge der Frühling dir ein bisschen Leichtigkeit schicken – und der Hase ein Ei mit deinem Namen. Alles Liebe
Ein kleiner Gruß zum Osterfest: Hab es warm, hab es ruhig, hab es schön. Und wenn du magst, suchen wir dieses Jahr die Eier zusammen. Liebe Grüße
Frohe Ostern miteinander! Wir wünschen euch einen Tisch voller Menschen, ein Nest voller Eier und ein paar ruhige Stunden im Sonnenschein. Herzlichst
Zum Osterfest schicke ich dir ein Ei mit blauem Punkt – nicht zum Essen, nur zum Anschauen. Der Rest liegt im Garten. Fröhliche Ostern
Ich wünsche dir, dass dir dieses Jahr etwas aufblüht, das du lange vermisst hast. Frohe Ostern – schön, dass es dich gibt.
Frohe Ostern, ihr Lieben! Die Eier sind versteckt, der Kaffee steht bereit, und wir freuen uns, wenn ihr später vorbeikommt.
Ein Gruß für deine Osterkarte: Möge dein Tag langsam anfangen und froh aufhören. Mögen die Eier bunt sein und die Menschen freundlich. Von Herzen
Ostern ohne dich wäre nur ein Sonntag. Deshalb: Frohe Ostern – und diesmal suchen wir gemeinsam.
Wir wünschen dir einen fröhlichen Ostertag und ein Nest, in dem ein ganz besonderes Ei für dich liegt. Herzliche Grüße
Du hast an Ostern Geburtstag? Dann doppeltes Glück: Kuchen und Eier an einem Tag. Frohe Ostern und alles Gute!
Ostergedichte für Kinder
Für Kinder sind die Verse bewusst einfach gehalten: kurze Zeilen, bekannte Wörter, viel Rhythmus. Wer danach noch Lust auf mehr hat, findet beim Osterhase Ideen fürs Fest und bei den Ausmalbildern Ostern Vorlagen zum Ausdrucken.
Hoppel, hoppel, hin und her, bald ist dein Körbchen gar nicht leer.
Klein und rund und bunt und fein, soll dein Osterei heut sein.
Der Hase kommt im Morgengrauen, still und schnell. Bleib ganz leise, dann siehst du seine Ohren im Gras.
Such im Beet und such im Gras, denn der Hase war schon da.
Zähl die Eier: eins, zwei, drei – und eines davon ist nur für dich.
Wenn du ein Ei findest, halte es vorsichtig. Vielleicht ist es noch warm.
Am Ostermorgen riecht die Luft anders: nach Regen, nach Gras und ein bisschen nach Schokolade.
Der Hase hat für jedes Kind etwas dabei. Für dich hat er etwas hinter den Busch gelegt.
Wenn du leise bist und schaust, siehst du vielleicht, wie er die Ohren spitzt.
Nimm dein Körbchen und geh hinaus, hinter der Hecke wartet schon das erste Ei.
Die Maus hat ein Ei gefunden und weiß nicht, wohin damit. Hilfst du ihr?
So schreibt ihr die Karte
Eine gute Osterkarte braucht nicht viel: eine Anrede, wenige Zeilen und einen Gruß. Beginnt mit dem Namen – „Liebe Oma“, „Hallo ihr Lieben“ – und geht gleich ins Persönliche.
Der persönliche Bezug macht den Unterschied. Erinnert an etwas, das ihr zusammen erlebt habt, kündigt einen Besuch an oder wünscht etwas Konkretes: einen ruhigen Feiertag, ein volles Nest, ein Wiedersehen im Sommer.
Haltet den Text kurz. Auf einer Karte wirkt wenig gut gesetzt besser als ein langer Brief. Für Kinder reicht ein gereimter Zweizeiler, für Freunde ein Satz mit einem Augenzwinkern.
Zum Schluss der Gruß: „Frohe Ostern“, „Herzliche Grüße“ oder „Alles Liebe“, darunter euer Name. Zwei Beispiele gefällig? „Frohe Ostern! Ich hoffe, bei dir liegt ein besonders schönes Ei im Nest.“ Oder: „Ich wünsche dir ein Fest, das langsam anfängt und froh aufhört.“
Fertige Formulierungen für Karte und Nachricht findet ihr in unseren Ostergrüßen.
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Warum sind Ostergedichte so beliebt?
Quellen
- Ostergedichte · abgerufen am 10.10.2026
- Die Schönsten Ostergedichte Und Reime Für Kinder 🐰🥚🌸 · Stand 21.05.2026
- Ostern · abgerufen am 11.10.2026
- Der Osterhase · abgerufen am 11.10.2026
- Der Traum vom Osterhasen. · abgerufen am 11.10.2026
- Ostern · abgerufen am 11.10.2026
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