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Schnuller abgewöhnen – der Plan für euer Kind

Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 11 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Kleine Fee mit goldenen Flügeln fliegt mit einem Säckchen durchs Abendfenster ins Kinderzimmer

Schnuller-Abgewöhn-Planer

Ein sanfter Plan zum Abgewöhnen – Schritt für Schritt oder mit der Schnullerfee.

Schnuller bisher
Weg

Beispiel

So sieht euer Ergebnis aus – Beispielwerte: Kind mit 2 Jahren, Start heute. Tragt eure Angaben ein.

Abschied vom Schnuller15. November 2026Sonntag · Plan über 25 Tage
  1. Tagsüber weniger jetzt25.–31. Okt. 2026
    • Der Schnuller ist tagsüber nur noch zum Schlafen und in ruhigen Momenten da.
    • Legt ihn außer Sicht, sonst liegt er an einem festen Platz, zum Beispiel im Bett.
    • Bietet beim Spielen Ablenkung an, statt den Schnuller zu geben.
  2. Nur noch zum Einschlafen als Nächstes1.–7. Nov. 2026
    • Tagsüber gibt es keinen Schnuller mehr, nur noch zum Einschlafen – mittags und abends.
    • Ist euer Kind eingeschlafen, nehmt ihr den Schnuller vorsichtig aus dem Mund.
  3. Nur noch abends 8.–14. Nov. 2026
    • Den Mittagsschlaf macht euer Kind ohne Schnuller, mit Kuscheltier oder Schmusetuch.
    • Abends hilft der Schnuller noch beim Einschlafen; erzählt schon vom Abschied.
  4. Abschiedstag So, 15. November 2026
    • Verabschiedet den Schnuller mit einem kleinen Ritual, zum Beispiel für die Schnullerfee oder an einem Schnullerbaum.
    • Räumt alle Schnuller weg, auch die aus Tasche und Auto.
  5. Umgewöhnung 16.–18. Nov. 2026
    • Tröstet, wenn euer Kind nach dem Schnuller fragt, und bietet Nähe, Kuscheltier oder Schmusetuch an.
    • Haltet das Einschlafritual gleich: Geschichte, Lied, Licht aus.
    • Achtet darauf, ob hinter dem Wunsch Müdigkeit oder Kummer steckt, und geht darauf ein.
    • Lobt euer Kind für jeden Abend ohne Schnuller – ein Kalender zum Abhaken hilft.
Kalender zum Abhaken
  • So, 25. Okt.
  • Mo, 26. Okt.
  • Di, 27. Okt.
  • Mi, 28. Okt.
  • Do, 29. Okt.
  • Fr, 30. Okt.
  • Sa, 31. Okt.
  • So, 1. Nov.
  • Mo, 2. Nov.
  • Di, 3. Nov.
  • Mi, 4. Nov.
  • Do, 5. Nov.
  • Fr, 6. Nov.
  • Sa, 7. Nov.
  • So, 8. Nov.
  • Mo, 9. Nov.
  • Di, 10. Nov.
  • Mi, 11. Nov.
  • Do, 12. Nov.
  • Fr, 13. Nov.
  • Sa, 14. Nov.
  • So, 15. Nov.
  • Mo, 16. Nov.
  • Di, 17. Nov.
  • Mi, 18. Nov.

Zahnärzte raten, spätestens ab dem zweiten Geburtstag aufzuhören, damit sich Zähne und Kiefer gut entwickeln.

Nehmt den Schnuller nicht plötzlich weg – sonst greifen manche Kinder zum Daumen. Klappt es nicht, pausiert ein paar Tage und startet neu.

Ob und wie Schnuller abgewöhnen gelingt, hängt vor allem vom Alter ab: Im ersten Lebensjahr darf der Schnuller zum Einschlafen bleiben, danach sollte er möglichst nicht mehr zum Einsatz kommen. Der Planer berechnet aus Geburtstag, Start, bisheriger Nutzung und dem gewählten Weg den Abschiedstag, die einzelnen Phasen und einen Kalender zum Abhaken.

Allgemeine Information – ersetzt keine ärztliche Beratung und keine Rechtsberatung.

Der Planer macht aus dem Abschied vom Schnuller einen Zeitplan: Er verteilt den Weg auf einzelne Phasen und füllt daraus einen Kalender, den ihr ausdrucken, abhaken und mit eurem Kind aufhängen könnt.

Persönliche HörgeschichteDie Schnullerfee kommt: eine Geschichte, in der euer Kind den Abschied vom Schnuller selbst erlebt.Jetzt Geschichte erstellen

So funktioniert der Planer: Wie Schnuller abgewöhnen in Phasen gelingt

Der Planer arbeitet mit vier Angaben: dem Geburtstag des Kindes, dem Start des Plans, der bisherigen Schnullernutzung und dem Weg, den ihr gehen möchtet. Aus dem Geburtstag ergibt sich zuerst, ob überhaupt ein Plan angelegt wird. Im ersten Lebensjahr legt der Rechner keinen Plan an, denn in dieser Zeit wird empfohlen, den Schnuller zum Einschlafen anzubieten.

In den ersten sechs Monaten hat der Schnuller sogar Vorteile: Er wirkt beruhigend und schmerzlindernd, nach einer Impfspritze wird er deshalb empfohlen; bei Frühgeborenen kann er den Krankenhausaufenthalt verkürzen und das Risiko für den plötzlichen Kindstod verringern4. Danach ändert sich die Lage: Der Saugreflex bildet sich zurück, die ersten Zähne brechen durch, und das Kind will kauen4.

Ist euer Kind älter als ein Jahr, verteilt der Planer die Wochen bis zum Abschiedstag. Entscheidend ist dabei eure Angabe zur bisherigen Nutzung: Greift euer Kind auch tagsüber oft zum Schnuller, beginnt der Plan mit einer Phase, in der die Nutzung tagsüber weniger werden soll. Kennt es den Schnuller ohnehin nur zum Schlafen, startet der Plan direkt beim Einschlafen.

Für den Weg Schritt für Schritt sind fünf Abschnitte vorgesehen:

  • Tagsüber weniger – 7 Tage, nur wenn der Schnuller bisher auch tagsüber oft zum Einsatz kam.
  • Nur noch zum Einschlafen – 7 Tage. Der Schnuller bleibt im Bett und wird nur noch zum Schlafen und Ausruhen genutzt2, 3.
  • Nur noch abends – 7 Tage, die letzte Woche vor dem Abschiedstag.
  • Abschiedstag – der Tag, an dem der Schnuller weiterzieht.
  • Umgewöhnung – 3 Tage, in denen ihr besonders viel Nähe gebt.

In der ersten Phase kommt der Schnuller nur in echten Belastungssituationen zum Einsatz – so selten und so kurz wie möglich. Wer wann wie belastet ist, entscheidet ihr2, 3.

Beim Weg mit der Schnullerfee gibt es zwei Abschnitte. In den 7 Tagen Vorbereitung wählt ihr eine Geschichte aus, legt den Abschiedstag fest und hängt den Kalender auf. Am Abschiedstag legt euer Kind den Schnuller für die Fee bereit und findet an seiner Stelle ein kleines Geschenk. Danach folgen 3 Tage Umgewöhnung.

Nicht abrupt wegnehmen – diese Regel steht hinter beiden Wegen. Wird der Schnuller von heute auf morgen gestrichen, greifen manche Kinder zum Daumen, und vom Daumen wieder loszukommen ist schwieriger als vom Schnuller4. Deshalb geht der Plan erst auf den Tag und dann auf die Nacht: Zuerst verschwindet der Schnuller tagsüber, das Einschlafen bleibt eine Zeit lang erlaubt.

Gebt dem Abschied einen sichtbaren Rahmen. Der Rechner liefert den Abschiedstag als Datum, die Phasen mit ihren Daten und einen Kalender zum Abhaken. Das Ergebnis lässt sich ausdrucken und teilen, damit auch Großeltern oder die Kita wissen, wie weit ihr seid. Jeden Abend ein Häkchen zu setzen, macht den Fortschritt für Kinder greifbar.

Der Start liegt standardmäßig auf heute. Ihr könnt ihn aber auf ein ruhiges Wochenende oder in eine freie Woche legen, wenn ihr mehr Zeit und Nerven für die ersten Tage habt.

Schnuller liegt neben einem Kissen im Bett eines Kleinkinds

Beobachtet, wann euer Kind zum Schnuller greift – meist ist es Müdigkeit oder Kummer. Für genau diese Momente braucht es Ersatz: Nähe, Kuscheln, eine Geschichte oder einfach eure Hand. Ein Kuscheltier als Schlaffreund spendet Trost und Sicherheit und ersetzt nach und nach das Nuckeln2, 3, 5.

Bei einer Erkältung mit verstopfter Nase verliert der Schnuller manchmal von selbst an Bedeutung, weil das Nuckeln dann unangenehm ist – eine Gelegenheit, die ihr nutzen könnt2.

Ein neues Gute-Nacht-Ritual erleichtert das Einschlafen ohne Schnuller – eine Geschichte oder ein Lied, jeden Abend gleich1. Mit Ablenkung fällt der Verzicht leichter: Bilderbücher, ein Ausflug oder eine Bastelstunde lassen den Schnuller für eine Weile vergessen1. Und wenn Kinder mehr sprechen und kauen, sinkt das Saugbedürfnis von selbst5.

Sprecht über den Abschied, bevor er kommt. Wenn das Thema immer wieder auftaucht, wird es so normal wie andere Veränderungen – auch wenn sich ein Kind den Alltag ohne Schnuller noch nicht vorstellen kann2, 3.

Zur Vorbereitung passt eine selbst gestaltete Postkarte an die Fee: Darauf steht der Wunsch, den sie erfüllt, wenn sie den letzten Schnuller abholt5. Bücher betten den Abschied in eine ermutigende Geschichte ein und motivieren5. Am meisten motiviert Kinder der Wunsch, schon groß zu sein5. Und für die Entwöhnung gibt es kein Patentrezept – vielen Kindern fällt das Loslassen schwer4.

Die letzte Woche vor dem Abschiedstag ist die anstrengendste: Der Schnuller bleibt auf den Abend begrenzt, und ihr erklärt jeden Tag, dass der Abschied näher rückt. Kinder verstehen das nicht in Zahlen, aber sie spüren, dass ihr sicher bleibt2, 3. Wenn eine Nacht hart wird, bleibt da: Kinder sollen erleben, dass jemand an ihrer Seite ist, wenn es schwer wird2, 3.

Beide Wege führen zum selben Ziel, fühlen sich aber unterschiedlich an. Schritt für Schritt ist leiser, weil die Nutzung über Wochen weniger wird. Die Schnullerfee macht aus dem Abschied einen Termin mit Geschichte und Geschenk – das passt zu Kindern, die gern wissen, was am Ende passiert.

Der Zeitpunkt ist individuell und liegt oft zwischen dem zweiten und vierten Geburtstag2, 3. Günstig ist eine ruhige Phase: nicht während der Kitaeingewöhnung, wenn sich ein Geschwisterchen ankündigt, beim Umzug, bei Krankheit oder im Urlaub2, 3, 5. Eine Jahreszeit entscheidet nicht darüber, ob der Abschied gelingt2.

Wichtig ist eure Haltung: Kinder spüren, ob ihr hinter dem Schritt steht2, 3. Ein einziger, gut vorbereiteter Versuch ist besser als mehrere Anläufe, denn wer zu schnell nachgibt, macht den nächsten Versuch schwerer5. Großeltern und Erzieherinnen können den Abschied begleiten5.

Nach dem ersten Lebensjahr sollte der Schnuller möglichst nicht mehr verwendet werden; die Zahnärzteschaft rät, spätestens ab dem zweiten Geburtstag aufzuhören. Je länger und intensiver ein Kind nuckelt, desto stärker können Zahnstellung, Atmung und Sprachentwicklung leiden4, 5. Vor der Entscheidung hilft ein Blick in die kinderärztliche oder kinderzahnärztliche Praxis – dort wird auch eingeschätzt, ob eine Entwöhnung aus medizinischer Sicht schon nötig ist5.

Die Folgen langen Nuckelns betreffen nicht nur die Zähne: Genannt werden auch Karies und gelegentlich Ohrinfekte6. Gute Gelegenheiten fürs Nachfragen sind die ersten Zahnvorsorgeuntersuchungen im 6. bis 9. und im 10. bis 20. Lebensmonat5.

Auch andere Wege bringen Kinder ans Ziel: Sie verschenken ihre Schnuller an ein Baby, das sie nötiger braucht1, 5. Am Schnullerbaum hängen sie den Nuckel sichtbar auf und sehen, dass viele Kinder ihn abgegeben haben3, 5. Wer den Gummianteil mit einer Schere nach und nach kürzt, schränkt das Saugen zusätzlich ein3, 6.

Manche Kinder tauschen im Laden ein lang ersehntes Spielzeug gegen ihre Schnuller ein1.

Alles rund um den Abschied mit der Fee steht unter Schnullerfee. Einen Überblick über das Thema gibt Schnuller abgewöhnen. Der Planer gehört zu den Rechner für Familien.

Beispielrechnung

Eingaben: Kind geboren am 1. Mai 2024 (2 Jahre), Start des Plans am 12. Oktober 2026, Schnuller bisher auch tagsüber oft, Weg: Schritt für Schritt.

Ergebnis: Abschiedstag ist Montag, der 2. November 2026. Der Plan reicht bis zum 5. November 2026.

PhaseZeitraum
Tagsüber weniger12. bis 18. Oktober 2026
Nur noch zum Einschlafen19. bis 25. Oktober 2026
Nur noch abends26. Oktober bis 1. November 2026
Abschiedstag2. November 2026
Umgewöhnung3. bis 5. November 2026
Kleines Geschenk und ein bereitgelegter Schnuller auf einem Nachttisch am Abschiedstag

Der Kalender zum Abhaken enthält dieselben Tage, sodass euer Kind jeden Abend ein Häkchen setzen kann. Kündigt den Abschiedstag rechtzeitig an: Er wird in der Vorbereitung gemeinsam festgelegt, damit euer Kind weiß, was kommt.

Zweites Beispiel: Das Kind ist 16 Monate alt und nutzt den Schnuller nur zum Schlafen. Start ist der 12. Oktober 2026, gewählt ist der Weg mit der Schnullerfee. Nach 7 Tagen Vorbereitung liegt der Abschiedstag am 19. Oktober 2026, danach bleiben 3 Tage Umgewöhnung.

Die beiden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich der Plan ausfällt: Wer den Schnuller nur zum Schlafen kennt, überspringt die Phase tagsüber. Bei beiden Wegen endet der Plan mit drei Tagen Umgewöhnung, in denen Nähe und Kuscheltier die Hauptrolle spielen5, 6.

Hinweise und Grenzen

Der Planer rechnet mit festen Fenstern von 7 Tagen und 3 Tagen Umgewöhnung. Klappt eine Phase nicht, ist das kein Scheitern: Pausiert ein paar Tage und startet den Plan dann neu. Der Abschiedstag bleibt verschiebbar; ein erzwungener Termin hilft niemandem.

Der Rechner kennt nur die vier Eingaben. Eine Frühgeburt, ein Umzug, eine Krankheit oder ein Geschwisterchen kann er nicht bewerten – für Frühgeborene gilt eine eigene Empfehlung, die der Plan nicht abbildet4, 6.

Bei einem offenen Biss oder Fragen zu Zähnen und Kiefer geht ihr zum Kinderarzt oder Zahnarzt. Der Planer stellt keine Diagnose und zeigt nicht, ob Zähne oder Kiefer bereits betroffen sind.

Wenn nur die Nacht schwerfällt, findet ihr unter Schnuller nachts abgewöhnen Wege für Abend und Nacht.

Stand: 12. Oktober 2026. Der Planer ist ein Rechenwerkzeug und keine Beratung: Er kennt weder die Vorgeschichte eures Kindes noch seine Zähne.

Häufige Fragen

Wie kann man den Schnuller abgewöhnen?
Der Abschied klappt am besten in Etappen: erst tagsüber seltener, dann nur noch zum Einschlafen, zuletzt der Abschiedstag, gefolgt von rund drei Tagen Umgewöhnung6. Von heute auf morgen zu streichen ist keine gute Idee, weil manche Kinder dann zum Daumen greifen4. Der Planer setzt diese Schritte in Daten um. Ein Kuscheltier und ein festes Abendritual geben Halt1, 5.
Warum ist es wichtig, Kindern den Schnuller abzugewöhnen?
Das Nuckeln hinterlässt mit der Zeit Spuren: Werden Zähne und Kiefer nach dem ersten Geburtstag durch den Schnuller verformt, muss das später meist kieferorthopädisch behandelt werden4, 6. Kinder- und Jugendärzte empfehlen deshalb, nach dem siebten Lebensmonat mit dem Nuckeln aufzuhören; für Frühgeborene gilt das erste Lebensjahr4, 6. Eine frühe Entwöhnung fällt leichter, wenn ihr den Schnuller in entspannten Momenten gar nicht erst anbietet4.

Quellen

  1. Abschied vom Schnuller: So klappt die Entwöhnung · abgerufen am 10.10.2026
  2. 10. Schnuller abgewöhnen · Stand 21.02.2025
  3. Schnuller abgewöhnen · abgerufen am 11.10.2026
  4. Wann und wie Sie Ihrem Kind den Schnuller am besten abgewöhnen · abgerufen am 10.10.2026
  5. So gewöhnen sich Kinder den Schnuller ab · Stand 04.07.2022
  6. Nuckeln macht Zähne und Kiefer krank: Kinderaerzte-im-Netz · Stand 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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