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Heidi Geschichte – das Märchen zum Vorlesen und Anhören

Die Heidi Geschichte erzählt von einem Waisenmädchen, das zu seinem Großvater auf die Alm oberhalb von Maienfeld kommt und dort mit dem Geißenpeter und den Ziegen glücklich wird. Später holt ihre Tante sie als Gesellschafterin der gehbehinderten Klara nach Frankfurt3, wo Heidi vor Heimweh krank wird und schließlich wieder heim darf. Hier findet ihr die Geschichte zum Vorlesen und Anhören, dazu eine kurze Zusammenfassung, die Figuren und Fragen zum Gespräch mit eurem Kind.
Redaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert 38 Min. LesezeitFachlich geprüft von Josef Maier
Heidi Geschichte: Ein Mädchen mit krausem Haar steht neben einer Ziege auf einer Almwiese, dahinter glühen die Berge im Abendlicht
Jahr
1880
Alter ab
5
Autor/Herkunft
Johanna Spyri (Heidis Lehr- und Wanderjahre; Heidi kann brauchen, was es gelernt hat)

Neu erzählt nach Johanna Spyri (deutsches Original, 1880)

Johanna Spyri erzählt in ihrem berühmten Kinderroman, wie das Waisenmädchen Heidi auf der Alm und später in Frankfurt seinen Weg findet.

Heidi Geschichte zum Vorlesen

Hörfassung · 29 Min.
Heidi Geschichte zum Anhören
0:0028:34
MP3 herunterladen (16,3 MB)

Auf dem Weg zur Alm

An einem sonnigen Junimorgen steigt Tante Dete den steilen Bergpfad von Maienfeld hinauf. An ihrer Hand geht ein kleines Mädchen mit glühenden Wangen: Heidi, 5 Jahre alt3. Das Kind trägt zwei Kleider übereinander und ein großes rotes Baumwolltuch umgebunden, dazu schwere Bergschuhe, und ihm ist sehr heiß. Unterwegs kommen die beiden durch das Dörfli, und aus allen Türen und Fenstern rufen die Leute die Dete an. Sie bleibt nirgends stehen, denn sie hat es eilig.

Eine Bekannte, die Barbel, schließt sich ihnen an und ist entsetzt, als sie hört, wohin die Reise geht: Heidi soll beim Alm-Öhi bleiben. Weiß Dete denn nicht, wie die Leute über den alten Mann reden? Er sei menschenscheu, gehe nie in die Kirche, und jeder weiche ihm aus, wenn er mit seinem Stock ins Dorf herunterkomme.

Dete zuckt die Achseln. Sie hat eine gute Stelle in Frankfurt angenommen und kann das Kind nicht mitnehmen. Der Großvater ist der Nächste am Kind, also muss er für Heidi sorgen. Dann erzählt sie, was sie von ihrer Mutter weiß: Der Öhi war der ältere Sohn eines schönen Bauernhofes im Domleschg. Er hat das Erbe verspielt und verzecht, seine Eltern starben vor Gram, sein Bruder ging fort, und er selbst verschwand für viele Jahre. Erst hörte man von Neapel, dann lange nichts mehr. Mit einem halbwüchsigen Buben, dem Tobias, kam er zurück, und weil ihm im Domleschg alle Türen verschlossen blieben, zog er ins Dörfli und schließlich hinauf auf die Alm.

Tobias lernte das Zimmerhandwerk, heiratete Detes Schwester Adelheid und war bei allen beliebt. Aber das Glück hielt nicht: Ein Balken erschlug ihn bei einem Hausbau, und Adelheid starb wenige Wochen später vor Kummer. Ihr Kind, die kleine Heidi, war damals 1 Jahr alt. Dete und ihre Mutter nahmen es zu sich und erzogen es 4 Jahre lang.

Während die Frauen reden, merkt niemand, dass Heidi nicht mehr hinter ihnen geht. Sie ist dem Geißenpeter nachgelaufen, einem Buben, der die Ziegen des Dorfes auf die Weide treibt. In den vielen Kleidern wird ihr heiß, und weil Peter so leichtfüßig über die Steine springt, zieht Heidi Rock, Schuhe und Strümpfe aus und lässt alles liegen. Als Dete es bemerkt, schimpft sie tüchtig, bezahlt aber den Peter dafür, dass er das Bündel bis zur Almhütte nachträgt.

Kurz darauf steht Heidi vor dem alten Mann mit dem langen Bart und den dichten grauen Augenbrauen. „Guten Abend, Großvater!“, sagt sie und streckt ihm die Hand hin. Der Öhi schaut sie lange an. Dete erklärt ihr Anliegen, und der Alte donnert, sie solle sehen, dass sie wieder hinunterkomme. Dete läuft davon, und im Dorf rufen ihr die Frauen nach, wie sie so etwas nur tun könne.

Beim Großvater

Nachdem Dete fort ist, setzt sich der Großvater wieder auf seine Bank und raucht Pfeife. Heidi schaut sich um: Sie entdeckt den leeren Ziegenstall, läuft hinter die Hütte, hört den Wind in den drei alten Tannen rauschen und bleibt stehen. Dann stellt sie sich vor den Großvater und fragt, ob sie sehen dürfe, was drinnen ist. Der Öhi steht auf und führt sie hinein.

Die Hütte ist ein einziger großer Raum: ein Tisch, ein Stuhl, der Herd mit dem Kessel, sein Lager und ein großer Schrank mit Kleidern, Brot, Fleisch und Käse. Heidi schiebt ihr Kleiderbündel schnell hinter seine Sachen. „Wo muss ich schlafen?“, fragt sie. „Wo du willst“, antwortet der Großvater. Heidi klettert die kleine Leiter hinauf auf den Heuboden. Durch eine runde Luke sieht man weit ins Tal hinunter. „Hier will ich schlafen, hier ist es schön!“, ruft sie und macht sich aus duftendem Heu ein Bett zurecht. Nur eine Decke fehlt. Der Großvater holt einen schweren Leinensack, und zu zweit breiten sie ihn über das Heu.

Dann wird gegessen: Milch im Schüsselchen, gerösteter Käse und Brot. Heidi hat solchen Durst, dass sie ihr Schüsselchen in einem Zug leert, und sagt, so gute Milch habe sie noch nie getrunken. Danach mistet der Großvater den Stall aus und legt frische Streu. Aus Stöcken, einem Brett und einem Hammer zimmert er einen hohen Stuhl für das Kind, genau in der richtigen Höhe für den Tisch.

Am Abend rauscht der Wind wieder in den Tannen, und Heidi hüpft vor Freude darunter herum. Da ertönt ein schriller Pfiff: Der Geißenpeter treibt die Herde herunter, und zwei schöne Ziegen kommen auf den Großvater zu, Schwänli, die weiße, und Bärli, die braune. Sie lecken ihm das Salz aus der Hand. Heidi streichelt sie und fragt ohne Atempause, ob die beiden denn ihnen gehörten. „Ja, ja“, sagt der Großvater. Heidi trinkt Milch von Schwänli, isst ihr Brot und schläft in ihrem Heubett wie eine Prinzessin.

In der Nacht kommt ein gewaltiger Wind auf, die Hütte zittert, und in den Tannen kracht es. Der Großvater steigt die Leiter hinauf und schaut nach dem Kind. Der Mond scheint durch die runde Luke auf Heidis Lager. Heidi hat feuerrote Backen und schläft ruhig und zufrieden.

Auf der Weide

Am Morgen weckt Heidi ein lauter Pfiff. Draußen stehen schon der Peter und die Geißen, und der Großvater bringt Schwänli und Bärli aus dem Stall. „Willst mit auf die Weide?“, fragt er. Zuerst muss Heidi aber in den großen Wasserzuber: „Sonst lacht dich die Sonne aus, wenn du so schwarz bist.“ Heidi schrubbt sich, bis sie glänzt. Der Großvater packt dem Peter heimlich ein großes Stück Brot und ein noch größeres Stück Käse in den Sack, dazu ein Schüsselchen, und schärft ihm ein, dem Kind mittags zweimal Milch zu melken und aufzupassen, dass es nicht über die Felsen fällt.

Almhütte mit drei alten Tannen und einer Holzbank davor – Illustration zur Geschichte von Heidi auf der Alm

Dann geht es hinauf. Heidi springt durch die blauen Enziane und die goldgelben Blumen und vergisst vor lauter Blühen die Geißen und den Peter. Als sie endlich auf der hohen Weide ankommen, liegt das Tal im Morgenglanz. Vor ihnen steigt ein weites Schneefeld in den Himmel, und links stehen kahle Felsentürme. Es ist wunderbar still.

Über ihnen kreist ein großer Vogel und krächzt. „Das ist der Raubvogel“, sagt Peter. Heidi will wissen, wo er wohnt und warum er schreit. Dann packt Peter die Brotzeit aus und legt alles ordentlich hin. Heidi trinkt ihre Milch und schenkt ihm Brot und Käse – so viel hatte noch nie jemand für ihn übrig.

Die Geißlein haben alle Namen. Da ist der freche Distelfink, der den großen Türk anstößt, und das weiße Schneehöppli, das so kläglich meckert, weil seine Mutter verkauft wurde. Heidi nimmt das Zicklein in den Arm und verspricht ihm, jeden Tag zu kommen. Einmal läuft der Distelfink zum gefährlichen Felsrand; Peter kann ihn gerade noch am Bein packen und will ihn schlagen. Aber Heidi hält seinen Arm fest und verspricht ihm jeden Tag Brot und Käse, wenn er keiner Geiß etwas zuleide tut.

Am Abend leuchten die Felsen rot, das Schneefeld glüht, und die ganze Alm liegt in goldenem Licht. „Es brennt! Es brennt!“, ruft Heidi. Peter sagt, es komme von selbst so. Später erklärt der Großvater: Das macht die Sonne, wenn sie den Bergen gute Nacht sagt. Und die Berge haben Namen – der eine heißt Falknis, der andere Schesaplana.

Bei der blinden Großmutter

Der Sommer vergeht, und Heidi wird braun und kräftig. Dann kommt der Herbst mit starkem Wind, und an stürmischen Tagen bleibt sie in der Hütte oder steht unter den alten Tannen und hört dem Rauschen zu. Bald fällt tiefer Schnee. Der Geißenpeter kommt nicht mehr auf die Alm, weil er im Winter die Schule im Dorf besuchen muss.

Eines Tages stampft Peter durch den Schnee herauf: Er will nur einmal nach dem Heidi sehen, und die Großmutter lässt fragen, ob Heidi sie nicht besuchen komme. Von da an bettelt Heidi jeden Tag, bis der Großvater den Schlitten holt, sie in den schweren Sack wickelt und mit ihr ins Tal hinunterrodelt.

Bei der Geißenpeter-Hütte setzt er sie ab. Das Häuschen ist alt und baufällig, überall klappert und kracht es. Drinnen sitzt am Spinnrad die blinde Großmutter, und Peters Mutter Brigitte flickt am Tisch. Heidi geht auf die Alte zu, gibt ihr die Hand und erzählt von der Alm. Als sie merkt, dass die Großmutter gar nichts sehen kann, wird sie so traurig, dass sie zu weinen beginnt: „Wer kann dir denn wieder hell machen?“ Die Großmutter weiß es nicht.

Da fasst Heidi einen Plan: „Ich will alles dem Großvater sagen, er kann alles wieder in Ordnung machen!“ Und wirklich: Am nächsten Nachmittag fährt der Großvater wieder mit dem Schlitten hinunter und hämmert den ganzen Nachmittag an der Hütte. Neue Kloben, neue Nägel, feste Läden. An vielen weiteren Wintertagen tut er dasselbe, und bald klappert und kracht es in der Stube nicht mehr.

Von da an besucht Heidi die Großmutter oft. Sie sitzt neben ihr, erzählt von Schwänli und Bärli und davon, was der Großvater alles aus Holz machen kann. Die blinde Frau blüht auf und sagt, die Nachmittage seien jetzt viel zu kurz. Wenn Heidi geht, ruft sie jedes Mal: „Wenn mir nur der Herrgott das Kind erhält!“

Der Pfarrer und ein Besuch

Der Winter geht vorbei, und Heidi ist 8 Jahre alt3. Im Dorf hat der Lehrer schon zweimal mahnen lassen, das Kind gehöre endlich in die Schule. Da kommt eines Tages der alte Herr Pfarrer selbst auf die Alm. Er möchte, dass Heidi lesen und schreiben lernt. Der Öhi aber sagt kurz, er schicke das Kind nicht in die Schule: Es wachse mit den Geißen und Vögeln auf und lerne dort nichts Böses. Außerdem müsste er mit ihm den ganzen Winter im Dorf wohnen, und das wolle er nicht. Der Pfarrer redet ihm freundlich zu, sogar von Gott und vom Frieden, aber der Alte bleibt hart: „Das Kind schick ich nicht, und herunter komm ich nicht.“

Noch am selben Tag kommt Dete auf die Alm, schön angezogen, mit einem Hut voller Federn. Sie hat eine großartige Nachricht: In Frankfurt sucht eine reiche Familie eine Gespielin für die kranke Tochter. Klara ist gehbehindert und sitzt im Rollstuhl, sie ist oft allein, und Dete ist sicher, dass Heidi dort ein großes Glück erwartet3. Der Großvater aber sagt, sie solle gehen, wohin sie wolle, mit ihm habe das nichts zu tun.

Da wird Dete zornig und droht mit dem Gericht. Der Öhi fährt auf: „Schweig!“ Er jagt sie davon und ruft, sie solle ihm mit dem Kind nie mehr vor die Augen kommen. Heidi will nicht mit. Aber Dete redet freundlich auf sie ein: In Frankfurt gebe es schöne, weiche Weißbrötchen, und Heidi könne der Großmutter gewiss welche mitbringen. Die Großmutter müsse doch immer das harte, schwarze Brot essen und könne es kaum noch kauen. Das leuchtet Heidi ein, und sie läuft fast schneller als die Base, damit sie bald mit den Brötchen zurück sein kann.

Auf dem Weg ruft die blinde Großmutter aus dem Fenster: „Dete, nimm uns das Kind nicht weg!“ Doch Dete hält Heidi fest bei der Hand und eilt mit ihr davon. Durch das Dörfli kommen die beiden gerade noch, und ringsum rufen die Leute: „Nimmst es mit?“, „Läuft es dem Alm-Öhi fort?“ und „Es ist nur ein Wunder, dass es noch am Leben ist!“

Ein neues Leben in Frankfurt

In Frankfurt steht Heidi in einem großen Haus, und vom ersten Abend an geht es drunter und drüber. Fräulein Rottenmeier, die den Haushalt führt, kann es kaum fassen: Das Kind heißt bloß Heidi, kennt keinen anderen Namen, kann nicht lesen, weiß nichts von Tischregeln und ist erst 8 Jahre alt, während Klara schon 12 ist. Klara aber mag Heidi sofort. Sie sitzt im Rollstuhl und langweilt sich sonst jeden Tag; nun kommt Leben in das große Haus.

Beim Abendessen liegt neben Heidis Teller ein schönes weißes Brötchen. Heidi fragt den Diener Sebastian, ob sie es haben dürfe, und steckt es in die Tasche. Von da an wandert jeden Tag ein Brötchen in ihre Tasche, als Geschenk für die Großmutter. Sebastian amüsiert sich heimlich darüber, Fräulein Rottenmeier gar nicht.

Dann soll Heidi allerhand lernen: wie man isst, wie man die Dienstboten anredet, wann man aufsteht und wie man Türen schließt. Heidi hört brav zu und schläft dabei auf ihrem Stuhl ein.

Am nächsten Morgen steht sie vor den großen Fenstern und sucht die Berge. Heidi sieht nur Mauern und Straßen, und die Fenster lassen sich nicht öffnen. Als draußen viele Wagen vorbeirumpeln, hält Heidi das Rumpeln für das Rauschen der Tannen und läuft zur Haustür hinaus. Fräulein Rottenmeier findet sie dort und ist außer sich. Beim eiligen Aufspringen hat Heidi im Studierzimmer den Tischteppich mitgerissen, und Bücher, Hefte und Tinte liegen übereinander auf dem Boden. Klara kann sich das Lachen kaum verkneifen und erklärt, dass Heidi nichts mit Absicht getan hat.

„Ich will schon festsitzen“, verspricht Heidi, denn nun hat sie begriffen, dass man in einer Unterrichtsstunde still am Platz bleibt. Nachts liegt sie in ihrem großen Bett und weint leise in das Kissen. Das sieht niemand.

Der Turm und die Kätzchen

Am Nachmittag darf Heidi tun, was sie möchte. Heidi fragt Sebastian, wie man ein Fenster aufmacht, und klettert auf einen Schemel, um hinauszuschauen. Aber sie sieht nur Stein und Straßen. Da erzählt ihr Sebastian, dass man auf einen hohen Turm steigen müsse, um weit ins Land zu blicken.

Heidi läuft los, durch die Straßen, bis sie nicht mehr weiterweiß. Heidi fragt einen Jungen mit einer Drehorgel nach dem Weg, der will Geld dafür, und schließlich steht sie mit ihm vor einer alten Kirche. An der Turmtür hängt eine Klingel; der Türmer schimpft erst, lässt sich dann aber von Heidis Blick erweichen und trägt sie viele Stufen hinauf. Oben sieht Heidi ein Meer von Dächern und Schornsteinen – aber keine Berge. Enttäuscht steigt sie wieder hinunter.

Beim Türmer findet sie dafür etwas Herrliches: eine dicke Katze mit einem Korb voller Kätzchen. Heidi darf sich zwei aussuchen, ein weißes und ein gestreiftes, und trägt sie in ihren Taschen heim. Beim Abendessen miaut es plötzlich von ihrem Stuhl, gerade als sie Rede und Antwort stehen soll. Fräulein Rottenmeier ist entsetzt. Sebastian bringt die Kätzchen auf den Dachboden, wo Klara und Heidi sie von nun an versorgen.

Am nächsten Tag steht der Orgeljunge im Haus, spielt Klara etwas vor und bringt eine Schildkröte mit, die Fräulein Rottenmeier fast umwirft. Und dann wird ein Korb geliefert, aus dem auf einmal sechs junge Kätzchen springen, quer durch das Zimmer, über die Stiefel des Hauslehrers und an ihrem Kleid empor. Klara ruft vor Entzücken, Heidi lacht, und Fräulein Rottenmeier schreit um Hilfe, bis Sebastian alle Tiere wieder eingefangen hat.

Tinette wirft Heidis altes Strohhütchen weg; Sebastian rettet es heimlich und steckt es ihr ins Bett. Für ihre Streiche soll Heidi bestraft werden, aber Klara sagt: „Man muss warten, bis der Papa kommt.“ Und Herr Sesemann kommt bald nach Hause.

Die Großmama

Kurz darauf reist Klaras Großmutter an, Frau Sesemann, eine lebhafte Dame mit weißen Haaren und einer Spitzenhaube. Sie nimmt Heidi so, wie sie ist. Als Heidi versucht, sie mit einer feierlichen Anrede zu begrüßen, lacht sie nur und sagt, für die Kinder sei sie die Großmama, und dabei bleibe es.

Eines Tages schaut Heidi die Bilderbücher an, die die Großmama mitgebracht hat. Auf einem Bild steht ein Hirt auf einer grünen Weide, und Heidi muss plötzlich so weinen, dass sie kaum aufhören kann. Die Großmama nimmt sie in den Arm und verspricht: Sobald sie lesen könne, bekomme sie das Buch mit der ganzen Geschichte. Heidi glaubt das nicht, denn der Peter hat ihr gesagt, Lesen sei viel zu schwer.

Aber die Großmama behält recht. Bald kann Heidi die Buchstaben zusammensetzen, dann die Wörter, und eines Tages liest sie Klara und der Großmama ganze Geschichten vor. Das große Buch mit den Bildern bekommt sie geschenkt. Am liebsten liest sie die Geschichte von dem Sohn, der von zu Hause fortgeht, alles verliert und reumütig zurückkehrt, wo der Vater ihn mit Freude aufnimmt.

Die Großmama spricht mit Heidi auch über ihren Kummer. Sie erklärt ihr, dass sie dem lieben Gott alles sagen dürfe und dass er es gut mit ihr meine, auch wenn nicht gleich alles so komme, wie sie es erbitte. Heidi nimmt sich das sehr zu Herzen und betet wieder jeden Abend.

Doch das Heimweh bleibt. Heidi isst immer weniger, wird blass und still, und wenn die Sonne auf die Mauern gegenüber scheint, drückt sie die Augen zu und denkt an die Alm. Die Großmama fragt sie nach ihrem Kummer, aber Heidi will niemandem zur Last fallen und sagt nur: „Man kann es nicht sagen.“

Das Gespenst im Haus Sesemann

Im Haus Sesemann geschieht etwas Unheimliches: Jeden Morgen steht die Haustür weit offen, obwohl sie abends doppelt verschlossen wird. Niemand weiß, wer sie öffnet, und gestohlen wird nichts. Fräulein Rottenmeier ist sicher, dass ein Gespenst umgeht. Sebastian und der Kutscher halten eine Nacht Wache, und Johann sieht auf der Treppe eine weiße Gestalt.

Herr Sesemann wird aus Paris zurückgeholt und lacht zuerst. Dann holt er seinen alten Freund, den Doktor, und gemeinsam wachen die beiden in der Nacht. Kurz nach ein Uhr öffnet sich wirklich die Haustür. Im Mondlicht steht eine weiße Gestalt, barfuß im Nachthemd – es ist Heidi, die im Schlaf wandelt. Die Herren gehen mit Lichtern auf sie zu, und Heidi schrickt auf. Sie weiß nicht, wie sie hierhergekommen ist.

Der Doktor bringt sie in ihr Bett und fragt sie aus. Heidi erzählt von ihren Träumen: Jede Nacht meint sie, sie sei beim Großvater, höre die Tannen rauschen und wolle die Tür öffnen, um die Berge zu sehen. Und dann sagt sie, dass ihr etwas im Hals drückt wie ein großer Stein – als müsse sie weinen und dürfe es nicht.

Unten erklärt der Doktor Herrn Sesemann, dass Heidi unter Heimweh leidet und im Schlaf wandelt2, 3. Er besteht darauf, dass sie zurück in die Berge geschickt wird5. Herr Sesemann erschrickt und ordnet an, dass Heidi gleich am nächsten Morgen heimreist.

Am frühen Morgen steht der Wagen vor der Tür. Klara packt Kleider, Tücher und Nähzeug ein, dazu einen Korb mit zwölf weißen Brötchen für die Großmutter. Das rote Halstuch legt Heidi selbst obenauf. Der Diener Sebastian begleitet sie bis Basel und dann bis Maienfeld.

Heimkehr auf die Alm

In Basel schläft Heidi in einem Gasthof, in dem Sebastian vorher alle Fenster verrammelt und die Tür von außen abschließt. Am nächsten Tag fährt der Zug bis Maienfeld. Dort nimmt ein Bäcker Heidi samt Koffer und Korb auf seinem Wagen mit ins Dörfli; Sebastian ist heilfroh, dass er nicht den Berg hinaufsteigen muss.

Im Dörfli schlägt es gerade fünf Uhr. Die Leute laufen zusammen, und Heidi drängt sich durch und läuft den Berg hinauf, so schnell sie kann. Vor der Hütte der Geißenpeterin springt sie hinein: „Da bin ich ja, Großmutter!“ Die blinde Frau kann es zuerst kaum fassen, dann streichelt sie Heidis krauses Haar und weint vor Freude.

Heidi packt ihre Brötchen aus: eines, zwei, drei – zwölf weiße Brötchen kullern der Großmutter auf den Schoß. „Ach Kind, was bringst du für einen Segen mit!“, sagt die Alte. Dann zieht Heidi ihr schönes Frankfurter Röckchen aus, bindet das rote Tuch um und läuft weiter hinauf zur Alm.

Über den Bergen steht die Abendsonne. Die Felsen glühen, das Schneefeld leuchtet, und das Tal schwimmt in goldenem Dunst. Heidi bleibt stehen, faltet die Hände und dankt dem lieben Gott, dass sie wieder daheim sein darf. Dann rennt sie auf die Hütte zu, wo der Großvater auf seiner Bank sitzt und Pfeife raucht. „Großvater! Großvater!“, ruft sie und umarmt ihn, und dem alten Mann werden die Augen nass.

Zum Abendessen sitzt Heidi wieder auf ihrem hohen Stuhl und trinkt Milch. Dann ertönt draußen der Pfiff, und die ganze Geißenherde kommt heruntergerannt. Schwänli und Bärli drängen sich an Heidi, auch das Schneehöppli und der Distelfink sind da, und Peter bleibt vor Staunen stehen. „Es ist recht, dass du wieder da bist“, sagt er endlich. In dieser Nacht schläft Heidi so gut wie lange nicht mehr. Der Großvater steigt noch spät hinauf, stopft das Heu nach und hängt ein Tuch vor die runde Luke, damit kein Mondlicht mehr auf das Kind fällt.

Der Sonntag, an dem es läutet

Am Samstag holt der Großvater den Koffer aus dem Dorf, und Heidi sitzt bei der Großmutter. Oben auf dem Gestell liegt noch das alte Gesangbuch. Heidi steigt auf einen Stuhl, holt es herunter und wischt den Staub ab. Dann liest sie der Großmutter ein Lied vor, in dem es von der Sonne geht, die Freude und Trost bringt.

Die blinde Frau sitzt ganz still da, die Hände gefaltet, und Tränen laufen ihr über die Wangen. „O Heidi, das macht hell, das macht so hell im Herzen!“, sagt sie und bittet Heidi, die Strophe noch einmal zu lesen, in der es heißt, dass Kreuz und Leid einmal ein Ende nehmen. Danach strahlt sie wie schon lange nicht mehr.

Am nächsten Morgen ist Sonntag. Die Glocken läuten von allen Tälern herauf, und der Großvater zieht seinen Sonntagsrock mit den silbernen Knöpfen an. „Zieh ein gutes Röcklein an, wir gehen in die Kirche“, sagt er. Heidi traut ihren Ohren kaum, und Hand in Hand wandern sie ins Dorf hinunter.

In der Kirche flüstert es von Bank zu Bank: „Der Alm-Öhi! Der Alm-Öhi ist in der Kirche!“ Die Leute drehen sich um und sind so erstaunt, dass der Vorsänger Mühe hat, den Gesang zusammenzuhalten. Nach dem Gottesdienst geht der Großvater mit Heidi ins Pfarrhaus und bittet den Pfarrer, ihm die harten Worte zu vergeben, die er früher gesagt hat. Er wolle im Winter wieder im Dörfli wohnen, damit Heidi zur Schule gehen kann, und mit den Leuten in Frieden leben. Der Pfarrer nimmt seine Hand und heißt ihn herzlich willkommen.

Als die beiden aus dem Pfarrhaus treten, strecken ihnen überall die Leute die Hände hin. Auf dem Heimweg ist der Großvater still und sieht doch so zufrieden aus wie nie. Abends sitzen sie bei der Großmutter, und Peter bringt einen Brief – den ersten, der je für Heidi angekommen ist. Klara schreibt, dass sie mit der Großmama im Herbst zur Kur nach Ragaz kommen und Heidi auf der Alm besuchen will. Heidi liest den Brief laut vor, und alle freuen sich auf den Besuch.

Wie es weiterging

Der Winter kommt, und wie versprochen zieht der Großvater mit Heidi ins Dörfli. Heidi geht nun jeden Tag in die Schule, und sie bringt den Peter dazu, dass auch er lesen lernt2, 3. Im Frühling wandern alle wieder hinauf auf die Alm, und Heidi hütet mit Peter die Geißen wie früher.

Im Sommer kommt Klara wirklich zur Kur nach Bad Ragaz und darf auf die Alm3. Heidi schläft auf dem Heuboden, auf dem sie so viele Jahre geschlafen hat, und bald will sie mit Klara auf die Weide hinauf. Das passt dem Peter gar nicht: Aus Eifersucht lässt er Klaras Rollstuhl den Berg hinunterrollen, sodass er zerschellt2, 3. Der Großvater aber lässt sich nicht beirren und trägt Klara die Weide hinauf. Dort üben die Kinder mit ihr, und mit der frischen Bergluft, der Geißenmilch und viel Geduld wird Klara kräftiger – bis sie eines Tages allein gehen kann2, 3. Als ihr Vater zu Besuch kommt und ihm Klara entgegenläuft, traut er seinen Augen kaum. Herr Sesemann verspricht dem Großvater, für Heidis Zukunft zu sorgen2, 3.

So endet die Geschichte dort, wo sie begonnen hat: auf der sonnigen Alm, bei den Tannen und den Geißen, mit Menschen, die zueinander gehören.

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Heidi Geschichte in Kürze

Heidi ist ein Waisenmädchen, das mit 5 Jahren zu seinem Großvater auf die Alm oberhalb von Maienfeld kommt3. Beim Alm-Öhi, mit dem Geißenpeter und den Ziegen ist sie glücklich und gesund2. Mit 8 Jahren holt ihre Tante sie nach Frankfurt, wo sie der gehbehinderten Klara Gesellschaft leisten soll3. Dort lernt sie lesen und findet in Klaras Großmama eine Freundin, wird aber vor Heimweh krank3, 5. Der Hausarzt erkennt das Heimweh und schickt sie zurück in die Berge5. Daheim bringt Heidi ihren Großvater dazu, mit den Dorfleuten Frieden zu schließen; im Winter zieht er mit ihr ins Dörfli, damit sie zur Schule gehen kann2, 3.

Die Figuren

  • Heidi – das Waisenmädchen, das bei seinem Großvater auf der Alm lebt und später nach Frankfurt kommt3.
  • Der Alm-Öhi – Heidis Großvater, der als Einsiedler lebt und durch das Kind wieder zu den Menschen findet3.
  • Tante Dete – Heidis Tante und Pflegemutter der ersten Jahre, die das Kind zum Großvater bringt und später nach Frankfurt holt2.
  • Der Geißenpeter – der 11-jährige Ziegenhirt, mit dem Heidi den Sommer über auf die Weide geht und der ihr bester Freund wird3.
  • Brigitte – Peters Mutter, die mit der blinden Großmutter in der Hütte am Almweg wohnt3.
  • Die blinde Großmutter – Peters Großmutter, die Heidi lieb gewinnt und sich über jede Vorlesestunde freut2.
  • Klara Sesemann – das gehbehinderte Mädchen aus Frankfurt, das mit Heidi Freundschaft schließt und im Lauf der Geschichte wieder gehen lernt3.
  • Herr Sesemann – Klaras viel reisender Vater, der Heidi auf den Rat des Arztes heimschickt3.
  • Fräulein Rottenmeier – die Hausdame im Hause Sesemann, die für Heidi wenig Verständnis hat und strenge Regeln aufstellt3.
  • Sebastian – der Diener, der Heidi heimlich hilft und sich über den Ärger der Hausdame amüsiert2.
  • Tinette – die Kammerzofe, die Heidi mit Spott begegnet.
  • Frau Sesemann – Klaras Großmutter aus Holstein, die Heidi das Lesen beibringt und ihr vom Gottvertrauen erzählt3.
  • Der Doktor – der Hausarzt der Familie, der Heidis Heimweh erkennt und ihre Heimreise durchsetzt5.
  • Der Dorfpfarrer – der Geistliche in Maienfeld, der den Großvater zur Schule mahnt und ihn später wieder in der Gemeinde willkommen heißt3.
  • Barbel – die Dörflerin, die auf dem Weg zur Alm alles über den Alm-Öhi wissen will.
  • Heidis Eltern Tobias und Adelheid – der Vater starb bei einem Arbeitsunfall, die Mutter kurz darauf vor Kummer3.
  • Der Türmer – der Mann im Frankfurter Kirchturm, der Heidi hinaufsteigen lässt und ihr zwei Kätzchen schenkt.

Was lernen Kinder daraus?

Die Heidi Geschichte erzählt von einem Kind, das sich nach Wiesen, Tannen und Ziegen sehnt und in einer großen Stadt krank vor Heimweh wird. Kinder merken dabei, dass Sehnsucht und Traurigkeit ernst zu nehmen sind und dass es hilft, darüber zu sprechen – so wie Heidi es bei der Großmama lernt. Heidi zeigt außerdem, wie viel ein freundliches Wort bewirken kann: Der mürrische Großvater taut auf, die blinde Großmutter bekommt neue Freude, und Klara findet eine Freundin. Heidi teilt ihr Essen, obwohl sie selbst wenig hat, und denkt immer an die Großmutter. Ihre Geschichte macht Mut, offen auf andere zuzugehen und niemanden nach dem ersten Eindruck zu beurteilen. Und sie zeigt, dass man sich ändern kann: Der Großvater schließt Frieden mit dem Dorf und wagt einen neuen Anfang.

Heidi – die wahre Geschichte

Johanna Spyri wurde 1827 in der Schweiz geboren und starb 19013. Sie wuchs in Hirzel bei Zürich auf und lebte später in Zürich, wo ihr Mann Bernhard Spyri Stadtschreiber war5. Mit dem Schreiben begann sie erst mit 44 Jahren; insgesamt veröffentlichte sie rund 50 Werke, darunter 32 Kinderbücher5. Ihre ersten Erzählungen erschienen noch anonym6.

1880 erschien „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ im Verlag von Friedrich Andreas Perthes in Gotha, ein Jahr später folgte der zweite Band „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“3. Die Handlung spielt oberhalb von Maienfeld im Kanton Graubünden. Dort steht heute das Heididorf als Originalschauplatz, und die Gegend wird seit 1997 als Ferienregion Heidiland vermarktet3.

Hat die Geschichte ein reales Vorbild? 2010 wurde auf Ähnlichkeiten mit der 1831 erschienenen Erzählung „Adelaide, das Mädchen vom Alpengebirge“ von Hermann Adam von Kamp hingewiesen, die als Vorlage in Betracht komme; durchsetzen konnte sich diese These nicht3. Sicher ist, dass Spyri ein Bild der heilen Bergwelt zeichnete, das bis heute nachwirkt6.

Der Erfolg kam schnell: Schon wenige Jahre nach der Erstveröffentlichung wurden die Heidi-Bücher zum Welterfolg, 1884 erschien in den USA eine Übersetzung von Louise Brooks3. Bei der Zahl der Übersetzungen gehen die Angaben auseinander: genannt werden über 50 Sprachen3, 4, 7 und über 70 Sprachen5. Im Mai 2023 nahm die UNESCO die Zürcher Heidi- und Johanna-Spyri-Archive in ihr Register des Weltdokumentenerbes auf3, 5.

In vielen Verfilmungen und Zeichentrickserien steht vor allem die heile Bergwelt im Mittelpunkt. Der Roman selbst ist aber auch eine religiöse Geschichte: Spyri war eine fromme Christin, und im Buch spielen das Gebet und die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn eine zentrale Rolle7. Über ihr Leben ist wenig bekannt, denn Spyri verfügte, dass ihr persönlicher Nachlass vernichtet wird5.

Die Geschichte von Heidi und Peter

Schon auf dem Weg zur Alm begegnet Heidi dem Geißenpeter zum ersten Mal. Peter ist 11 Jahre alt und hütet im Sommer die Ziegen des Dorfes3. Der Großvater nennt ihn Geißengeneral3. Er wohnt mit seiner Mutter Brigitte und seiner blinden Großmutter in einer alten, baufälligen Hütte auf halber Höhe zwischen dem Dörfli und der Alm3, 6. Im Winter muss er zur Schule gehen, was ihm wenig Freude macht3.

Von den ersten Tagen an begleitet Heidi ihn auf die Weide; sie teilen die Brotzeit, und Peter melkt für sie die Ziegen3, 6. Er ist wortkarg und manchmal eifersüchtig, aber er wird Heidis bester Freund3. Später bringt Heidi ihn sogar dazu, lesen zu lernen2, 3.

Eifersüchtig wird Peter noch einmal, als Klara auf die Alm kommt und Heidi viel Zeit mit ihr verbringt. Aus Wut lässt er Klaras Rollstuhl den Berg hinunterrollen2, 3. Am Ende steht er aber auf der Weide dabei, als Klara dort mit Unterstützung von Heidi und Peter gehen lernt3.

Der Originaltext

Heidis Lehr- und Wanderjahre

Johanna Spyri

Inhalt

1 Zum Alm-Öhi hinauf
2 Beim Großvater
3 Auf der Weide
4 Bei der Großmutter
5 Es kommt ein Besuch und dann noch einer, der mehr Folgen hat
6 Ein neues Kapitel und lauter neue Dinge
7 Fräulein Rottenmeier hat einen unruhigen Tag
8 Im Hause Sesemann geht's unruhig zu
9 Der Hausherr hört allerlei in seinem Hause, das er noch nicht gehört hat
10 Eine Großmama
11 Heidi nimmt auf einer Seite zu und auf der anderen ab
12 Im Hause Sesemann spukt's
13 Am Sommerabend die Alm hinan
14 Am Sonntag, wenn's läutet

Zum Alm-Öhi hinauf

Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fußweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fuße der Höhen, die von dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften, denn der Fußweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf. …

Text: Johanna Spyri, Quelle: Project Gutenberg #7500. Fassungshinweis: Roman – Kapitel-Zusammenfassungen, Auszug der ersten 150 Wörter.

Fragen zum Gespräch mit eurem Kind

  1. Wie stellst du dir die Alm vor, wenn Heidi mit den Geißen über die Wiese läuft?
  2. Warum ist Heidi in Frankfurt so traurig, obwohl sie dort ein schönes Zimmer und viele Bücher hat?
  3. Was würdest du der blinden Großmutter mitbringen, wenn du sie besuchen könntest?
  4. Was hätte der Großvater tun können, damit Heidi sich auf der Alm weniger einsam fühlt?
  5. Wie wäre es für dich, eine Zeit lang weit weg von zu Hause zu sein – was würdest du am meisten vermissen?

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Quellen

  1. Heidi Geschichte · abgerufen am 11.10.2026
  2. Heidi Geschichte · abgerufen am 10.10.2026
  3. Heidi (Roman) · abgerufen am 11.10.2026
  4. Johanna Spyri: Heidi · abgerufen am 11.10.2026
  5. Heidi: Auf den Spuren eines Schweizer Mythos · abgerufen am 11.10.2026
  6. Heidis Lehr- und Wanderjahre (Deutsche Version) von Johanna Spyri · abgerufen am 11.10.2026
  7. 50 Jahre Trickfilmserie · abgerufen am 11.10.2026
Fachliche PrüfungJosef MaierKinder- und Jugendpädagoge · Diplom-Sozialpädagoge (FH)Fachlich geprüft am von Josef Maier
TextRedaktion Schnuller.deZuletzt aktualisiert am

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